Neue Enthüllungen: Putin zieht sich immer mehr in Bunker zurück
Der Föderale Schutzdienst (FSO) hat die Sicherheitsvorkehrungen rund um den russischen Staatschef deutlich verschärft. Nach Angaben kremlnaher Personen, auf die sich die «Financial Times» beruft, verbringe Putin immer mehr Zeit in unterirdischen Bunkern. Ausserdem steuere er den Krieg akribisch bis ins Detail und halte sich immer mehr von zivilen Angelegenheiten fern.
Putins Isolation hat in den vergangenen Jahren zugenommen, insbesondere seit der Covid-19-Pandemie. Doch seit März habe sich die Sorge im Kreml vor einem Staatsstreich oder einem Attentatsversuch «deutlich verschärft», sagte eine Person mit Nähe zu europäischen Geheimdiensten der «Financial Times». Der Schock über die ukrainische Drohnenoperation «Spiderweb» sitze noch tief, zitiert die Zeitung eine andere, mit Putin vertraute Person. Zusätzlich verstärkt worden seien die Sicherheitsbedenken durch die Festsetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA im Januar, so eine zweite Person mit Nähe zum Präsidenten.
Kremlchef offenbar in Bunkern isoliert
Als Reaktion darauf habe der FSO die ohnehin strengen Sicherheitsmassnahmen weiter verschärft. Putin habe seine öffentlichen Auftritte reduziert, und die Sicherheitskontrollen für Personen, die ihn persönlich treffen, seien weiter verschärft worden, so die Quelle aus dem Umfeld europäischer Geheimdienste.
Der Präsident und seine Familie reisen demnach nicht mehr zu ihren Residenzen in der Region Moskau oder im nordwestlich gelegenen Waldai. Stattdessen verbringt Putin mehr Zeit in Bunkeranlagen, wo er teils wochenlang arbeitet. Staatliche Medien nutzen währenddessen voraufgezeichnetes Material, um Normalität zu vermitteln.
Mitarbeiter aus Putins engstem Umfeld – darunter Köche, Fotografen und Leibwächter – dürfen dem Bericht zufolge keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr nutzen und keine Mobiltelefone oder internetfähigen Geräte in seiner Nähe verwenden. In ihren Wohnungen wurden Überwachungssysteme installiert.
Tatsächlich steigt die Unzufriedenheit mit Putin und seiner Kriegsführung gegen die Ukraine weiter. Putins jährliche Umfragewerte sind laut der unabhängigen russischen Plattform «Meduza» seit Herbst 2022 auf den niedrigsten Stand gefallen.
Verwendete Quellen:
- Financial Times: Vladimir Putin hunkers down for fear of assassination (Englisch, Zahlschranke)
- Meduza: Putin’s approval rating falls to its lowest point since Russia’s full-scale invasion began (Englisch/Russisch)
- i24NEWS: Russia tightens Putin security amid assassination fears as president retreats to bunkers (Englisch)

