Bis zu 10 Kilometer Stau vor dem Gotthard in Richtung Süden

14.07.17, 18:16

Reisende brauchen für ihre Autofahrt in den Süden an diesem Wochenende wieder einmal viel Geduld: Bereits am Freitagnachmittag war die A2 zwischen Erstfeld UR und Göschenen UR überlastet. Vor dem Gotthard-Nordportal bildete sich ein Stau von bis zu 10 Kilometer.

Bereits am Freitagmorgen stauten sich die Autos vor dem Nordportal, wie der Verkehrsinformationsdienst Viasuisse gegen Abend mitteilte. Die Schlange wurde kontinuierlich länger, bis sie am frühen Nachmittag mit einer Länge von 10 Kilometern ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte. Wie der Internetseite des TCS zu entnehmen war, bedeutete das eine Wartezeit von einer Stunde und 40 Minuten.

Auch auf der Südseite des Tunnels, zwischen Quinto TI und Airolo TI, gab es auf Grund der Verkehrsüberlastung am Nachmittag bis zu vier Kilometer Stau und Wartezeiten von bis zu einer Stunde.

Es wird noch schlimmer

Das grösste Verkehrsaufkommen am Gotthard wird jeweils von Mitte bis Ende Juli erwartet. In dieser Zeit beginnen die Schulferien in Zürich, den bevölkerungsreichen deutschen Bundesländern Bayern und Bade-Württemberg und in den südlichen Provinzen der Niederlande.

Wer glaubt, er könne den Stau umgehen, indem er spät nachts losfahre, dürfte sich gemäss Viasuisse irren. Nach Einschätzung des Verkehrsinformationsdienstes wird sich der Stau erst am Samstagabend auflösen. Am Samstagmorgen und -nachmittag könnte er noch einmal bis auf 13 Kilometer anwachsen. Und auch vor dem Grenzübergang Chiasso-Brogeda müsse mit langen Wartezeiten gerechnet werden.

Auch auf der A13 stockt der Verkehr

Der TCS empfiehlt Reisenden ab Basel, Zürich und der Ostschweiz deshalb, auf die A13-San Bernardino-Route auszuweichen. Doch auch auf dieser Strecke wurden über das Wochenende Staus erwartet, vor allem durch Rückreisende. Am Freitag kam der Verkehr bereits zwischen Chur-Süd und Rothenbrunnen ins Stocken.

Mögliche Gotthard-Umfahrungsrouten wären daneben die Fahrt über den Gotthardpass oder über die A8 via Brünigpass und dann über den Grimsel- und Nufenenpass.

Für Autofahrer aus Bern, Freiburg und dem Jura wäre gemäss TCS die Reise ins Berner Oberland, mit dem Autoverlad durch den Lötschberg und dann durch oder über den Simplonpass eine Alternative. Auch die Fahrt durch oder über den Grossen St. Bernhard könnte in Betracht gezogen werden. (sda)

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