Belarus
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Mehrere Demonstranten vor Präsidentenwahl in Belarus festgenommen



FILE In this file photo taken on Sunday, Aug. 2, 2020, Sviatlana Tsikhanouskaya, candidate for the presidential elections greets people waving old Belarus flags during a meeting to show her support , in Brest, 326 km (203,7 miles) southwest of Minsk, Belarus.  Belarus

Swetlana Tichanowskaja. Bild: keystone

Kurz vor der wichtigen Präsidentenwahl in Belarus ist es erneut zu Festnahmen von Demonstranten in Minsk gekommen. In der Hauptstadt versammelten sich am Freitagabend Hunderte Radfahrer zu einer Kundgebung, wie die Menschenrechtsorganisation Wesna am Samstag berichtete. Auf Videos war zu sehen, wie die Menschen friedlich durch die Strassen fuhren und mit Fahrradklingeln auf sich aufmerksam machten. Kurz darauf seien mehrere Teilnehmer festgenommen worden. Sogar die Räder nahmen die Einsatzkräfte demnach mit.

FILE - In this Sunday, Oct. 11, 2015, file photo Belarusian President Alexander Lukashenko speaks to the media at a polling station after voting during the presidential election in Minsk, Belarus. Belarus’ authoritarian President Alexander  Lukashenko faces a perfect storm as he seeks a sixth term in the election held Sunday, Aug. 9, 2020 after 26 years in office. (AP Photo/Sergei Grits, File)

Alexander Lukaschenko. Bild: keystone

Der autoritär regierende Staatschef Alexander Lukaschenko will sich bei der Wahl am Sonntag für eine sechste Amtszeit bestätigen lassen. In den vergangenen Wochen sorgte jedoch die politisch unerfahrene Oppositionelle Swetlana Tichanowskaja für internationale Schlagzeilen. Sie konnte bei Kundgebungen Tausende Menschen mobilisieren. Es waren die grössten Proteste in der Ex-Sowjetrepublik seit Jahren. Hunderte Demonstranten, Aktivisten und auch Journalisten wurden im Vorfeld festgenommen und teilweise zu Haftstrafen verurteilt.

Bereits seit Dienstag können die 6,7 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben. Nach offiziellen Angaben der Wahlkommission hatten schon mehr das 32 Prozent abgestimmt. Kritiker wie die belarussische Organisation «Ehrliche Menschen» gehen schon jetzt von Wahlbetrug aus. Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sind nicht bei der Abstimmung dabei. (aeg/sda/dpa)

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