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ein Mann im indischen Kaziranga-Nationalpark hält ein Schuppentier hoch.
ein Mann im indischen Kaziranga-Nationalpark hält ein Schuppentier hoch.
Bild: AFP
Vom Aussterben bedroht

Wenn wir so weitermachen, gibt es bald keine Schuppentiere mehr

29.07.2014, 04:52

Alle acht Arten der Schuppentiere sind nach Einschätzung der Weltnaturschutzunion (IUCN) vom Aussterben bedroht. Wie die IUCN am Dienstag erklärte, werden Schuppentiere vor allem in China noch als Delikatesse und wegen mutmasslicher medizinischer Heilkräfte verspeist.

«Im 21. Jahrhundert sollten wir wirklich keine Arten mehr essen, die dadurch vom Aussterben bedroht sind», sagte der Co-Vorsitzende einer Expertengruppe der IUCN, Jonathan Baille. Das Aussterben der Schuppentiere würde eine 80 Millionen Jahre alte evolutionäre Entwicklung beenden. Die Schuppentiere bilden im Tierreich eine eigene Ordnung neben den Raubtieren.

Im Juni stellte die Hongkonger Grenzpolizei 2 Tonnen Schuppen der bedrohten Tierart sicher. Die Schuppen sollen Heilkräfte haben, glaubt man in China.
Im Juni stellte die Hongkonger Grenzpolizei 2 Tonnen Schuppen der bedrohten Tierart sicher. Die Schuppen sollen Heilkräfte haben, glaubt man in China.
Bild: ALEX HOFFORD/EPA/KEYSTONE

China und Vietnam zum Handeln aufgefordert

Die Weltnaturschutzunion forderte die Regierungen der betroffenen Länder, insbesondere China und Vietnam, auf, den illegalen Handel mit Schuppentieren zu unterbinden und als Grundlage dafür Berichte über die aktuellen Bestände an Schuppentieren vorzulegen.

Ein Schuppentier und sein Junges in einem Zoo in Bali.
Ein Schuppentier und sein Junges in einem Zoo in Bali.
Bild: Firdia Lisnawati/AP/KEYSTONE

Die Schuppentiere sind im Tierreich durch ihren Schuppenpanzer einzigartig. Sie können zwischen 30 und 150 Zentimeter gross werden und zwischen zwei und 35 Kilogramm wiegen. Die Schuppentiere sind nachtaktiv und ernähren sich von Insekten. International sind sie auch unter ihrem malaysischen Rufnamen Pangolin (ursprünglich: pengguling) bekannt, mit dem ihre Fähigkeit bezeichnet wird, sich bei Gefahr zusammenzurollen. (sda/afp)

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