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Prinz Charles bei seinem letzten Besuch in Dublin 2002.
Prinz Charles bei seinem letzten Besuch in Dublin 2002.
Bild: John Cogill/AP/KEYSTONE

Bombenfund und Festnahmen in Irland vor Prinz-Charles-Besuch

14.05.2015, 14:3114.05.2015, 15:06

Wenige Tage vor einer geplanten Reise des britischen Thronfolgers Prinz Charles nach Irland haben Polizei und Armee Sprengkörper gefunden und sechs Verdächtige festgenommen.

«Es gibt keine Verbindung zwischen diesen Festnahmen und dem geplanten Besuch des Prinzen», sagte ein Polizeisprecher in Dublin am Donnerstag der Nachrichtenagentur DPA. Zuvor hatte unter anderem die irische «Independent» berichtet, die Polizei habe «glaubhafte Hinweise» auf einen geplanten Anschlag erhalten. Die Festgenommenen werden verhört.

Prinz Charles und seine Frau Camilla wollen Irland am 19. und 20. Mai besuchen, am 21. und 22. Mai sind Termine in Nordirland geplant. 2011 hatte Königin Elizabeth II. als erste britische Monarchin Irland besucht, seit das Land 1922 von Grossbritannien unabhängig geworden war. Im Vorfeld dieser Reise hatte es ebenfalls Bombenfunde gegeben.

Vier Männer verhaftet

Wie die Polizei mitteilte, hatten Ermittler am Mittwoch bei 20 Durchsuchungen in den Grafschaften Dublin, Louth und Wexford vier Männer festgenommen. Einer ist demnach über 60 Jahre alt, die anderen drei in ihren 20ern. 

Berichten der irischen «Independent» und der «Irish Times» zufolge ist der ältere ein mehrfach verurteilter Kämpfer für den Anschluss des britischen Landesteils Nordirlands an die irische Republik.

Bombenteile gefunden

Bei einem weiteren Einsatz in Glenfarne nahe der Grenze zu Nordirland waren am Mittwoch zwei weitere Männer im Alter von 20 und 29 Jahren bei einer Verkehrskontrolle festgenommen worden. In ihrem Auto hatten Polizisten eine Pistole und mutmassliche Bombenteile gefunden. Die Polizei stoppte das Auto nicht weit von einer Pferderennbahn, die Prinz Charles und seine Frau Camilla besuchen wollen.

Im Zusammenhang mit diesen Einsätzen berichtete das irische Militär am Donnerstag von drei Einsätzen ihres Bombenräumkommandos, bei denen unter anderem zwei einsatzfähige improvisierte Sprengsätze sowie Bauteile für den Bau weiterer Sprengsätze gefunden worden seien. (sda/dpa)

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