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WM 2026: Schiedsrichter erklärt angeblich rechtsextreme Geste

Angebliche White-Power-Geste – jetzt erklärt der Schiedsrichter sein Zeichen

Wegen eines Handzeichens bei einer Kameraeinblendung wurden Rechtsextremismus-Vorwürfe gegen den australischen Schiedsrichter Shaun Evans an der WM laut. Jetzt wehrt sich der Betroffene dagegen.
16.06.2026, 05:4516.06.2026, 05:47

Während einer TV-Übertragung bei der WM 2026 wurde Shaun Evans eingeblendet, seines Zeichens Video-Assistent im entsprechenden Zentrum in Dallas. Der Australier formte während des kurzen Einspielers ein Handzeichen, wobei Daumen und Zeigefinger einen Kreis zeigten und die restlichen Finger gegen unten ausgestreckt waren. Ein Anti-Rassismus-Netzwerk, das mit der FIFA zusammenarbeitet, sah darin ein rechtsextremes Symbol und forderte den Ausschluss von Evans für den Rest des Turniers (watson berichtete).

referee white power
Wegen dieser Handgeste steht der australische Schiedsrichter Shaun Evans in der Kritik. Bild: x

Tatsächlich wird die Geste in rechtsextremen Kreisen verwendet, wo sie ein Symbol für «White Power» ist, eine rassistische Ideologie, welche besagt, dass Menschen mit europäischem Aussehen und Wurzeln allen anderen prinzipiell überlegen sind. Doch bekanntlich hat das Zeichen auch noch zahlreiche weitere Bedeutungen, es kann als «Okay» interpretiert werden oder ist auch als «Reingeguckt»-Geste bekannt.

Nun hat sich der 38-jährige Schiedsrichter zu den Vorwürfen geäussert. Ihm zufolge hatte die Handbewegung keine der obengenannten Bedeutungen und auch sonst überhaupt keine. In einer Mitteilung der FIFA lässt er sich zitieren:

«Ich möchte klarstellen, dass ich weder absichtlich eine Handgeste noch ein Symbol verwendet habe, um irgendeine Botschaft, Zugehörigkeit, ein Spiel oder eine Überzeugung zu vermitteln.»

Er verstehe hingegen, dass die Geste so interpretiert werden könne, wie das durch die Anti-Rassismus-Organisation geschehen sei. Er möchte aber «unmissverständlich und kategorisch» erklären, dass er das Handsymbol «weder wissentlich noch absichtlich» gezeigt habe. Laut Evans habe es sich wohl um «ein unwillkürliches, unterbewusstes Zucken» gehandelt, dessen er sich in dem Moment gar nicht bewusst gewesen sei.

Die FIFA erachtet die Erklärungen des Australiers als glaubwürdig und verzichtet auf Konsequenzen. Das Disziplinarkomitee habe die Angelegenheit geprüft und sei zum Schluss gekommen, dass es keinen Beweis für einen Verstoss gegen die Verhaltensregeln der FIFA gebe.

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27 Kommentare
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Texaner
16.06.2026 06:24registriert September 2015
Ich glaube dem Schiri. Es ist langsam aber sicher absurd, was alles in Körperhaltungen, Aussagen oder andere Geschichten hineininterpretiert wird.
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flegenheimer
16.06.2026 06:46registriert August 2023
Also bei uns in den 90ern hiess das es tut dir gleich der Schulterbereich weh.
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Die Lauchin
16.06.2026 07:04registriert Oktober 2015
Wir haben am Wochenende ein Grümpi organisiert mit Public Viewing eines WM-Spiels. Das Klubhausgelände haben wir unter anderem mit mehr als 200 Länderfähnchen - halt diese Festgirlanden - dekoriert. Eine Frau hat sich beim OK - ernsthaft(!) - beschwert, dass sie nicht alle Wappen der an der WM teilnehmenden Länder erkennen könne. Wie das passieren könne und was das zu bedeuten habe. Nun ja.

(Italien-Wimpel hatte es auch dabei, aber das hat sie offenbar nicht gestört).
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