Angebliche White-Power-Geste – jetzt erklärt der Schiedsrichter sein Zeichen
Während einer TV-Übertragung bei der WM 2026 wurde Shaun Evans eingeblendet, seines Zeichens Video-Assistent im entsprechenden Zentrum in Dallas. Der Australier formte während des kurzen Einspielers ein Handzeichen, wobei Daumen und Zeigefinger einen Kreis zeigten und die restlichen Finger gegen unten ausgestreckt waren. Ein Anti-Rassismus-Netzwerk, das mit der FIFA zusammenarbeitet, sah darin ein rechtsextremes Symbol und forderte den Ausschluss von Evans für den Rest des Turniers (watson berichtete).
Tatsächlich wird die Geste in rechtsextremen Kreisen verwendet, wo sie ein Symbol für «White Power» ist, eine rassistische Ideologie, welche besagt, dass Menschen mit europäischem Aussehen und Wurzeln allen anderen prinzipiell überlegen sind. Doch bekanntlich hat das Zeichen auch noch zahlreiche weitere Bedeutungen, es kann als «Okay» interpretiert werden oder ist auch als «Reingeguckt»-Geste bekannt.
Nun hat sich der 38-jährige Schiedsrichter zu den Vorwürfen geäussert. Ihm zufolge hatte die Handbewegung keine der obengenannten Bedeutungen und auch sonst überhaupt keine. In einer Mitteilung der FIFA lässt er sich zitieren:
Er verstehe hingegen, dass die Geste so interpretiert werden könne, wie das durch die Anti-Rassismus-Organisation geschehen sei. Er möchte aber «unmissverständlich und kategorisch» erklären, dass er das Handsymbol «weder wissentlich noch absichtlich» gezeigt habe. Laut Evans habe es sich wohl um «ein unwillkürliches, unterbewusstes Zucken» gehandelt, dessen er sich in dem Moment gar nicht bewusst gewesen sei.
Die FIFA erachtet die Erklärungen des Australiers als glaubwürdig und verzichtet auf Konsequenzen. Das Disziplinarkomitee habe die Angelegenheit geprüft und sei zum Schluss gekommen, dass es keinen Beweis für einen Verstoss gegen die Verhaltensregeln der FIFA gebe.
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