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«Schweizer Unternehmerverband»

Die SVP plant einen Angriff auf Economiesuisse

21.09.2014, 02:0621.09.2014, 09:18

Weil der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse die SVP-Initiativen als wirtschaftsfeindlich darstellt und sich dagegen stellt, will die Partei offenbar einen Konkurrenzverband aufbauen. Schweizer Unternehmerverband solle er heissen, berichtete die SonntagsZeitung. In einem Monat solle ein definitiver Entscheid über die Gründung fallen.

SVP-Präsident Toni Brunner bestätigt die Stossrichtung: «Solche Pläne wurden an mich herangetragen.» Er zeigte sich froh, dass der neue Verband in der SVP eine «verlässliche wirtschaftspolitische Kraft» sehe und sie nicht ständig «in die Pfanne» haue – wohl eine Anspielung darauf, dass Economiesuisse etwa die SVP-Zuwanderungsinitiative vehement bekämpft hatte und auch im EU-Dossier eine andere Ansicht vertritt.

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SVP-Nationalrat und Banker Thomas Matter, hier im Nationalratssaal, soll eine der treibenden Kräfte hinter dem Vorhaben der SVP sein (Archivbild).
SVP-Nationalrat und Banker Thomas Matter, hier im Nationalratssaal, soll eine der treibenden Kräfte hinter dem Vorhaben der SVP sein (Archivbild).Bild: KEYSTONE

Schindler und Gaydoul?

Niemand will sich als Kopf hinter der Idee outen, doch man gewährte der «SonntagsZeitung» Einblick in die Projektskizze: Ein Dutzend grösserer Schweizer Unternehmen soll sich demnach in der neuen Lobbyorganisation zusammenschliessen und eine Geschäftsstelle mit mehreren hunderttausend Franken alimentieren. Weitere Beiträge sollen auch «grössere Kampagnen» bei Abstimmungen ermöglichen.

SVP-Quellen teilten der Zeitung mit, dass der Verband, abgekürzt SUV, aus einer Unternehmer-Gemeinschaft herauswachsen soll, welche der Zürcher SVP-Nationalrat und Banker Thomas Matter einst aufgebaut hatte. Dieser Gruppen gehörten offenbar Alfred Schindler, Patron des gleichnamigen Liftunternehmens, und Ex-Denner-Chef Philippe Gaydoul an. (trs)

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SVP-Nationalrätin will Schutzstatus S einschränken – das sagen Kantone und Gemeinden
Bis im Herbst rechnet der Bund mit 120'000 Geflüchteten aus der Ukraine. Es stellt sich die grosse Frage: Schaffen wir das? Aktuell gibt es noch etwa 60'000 freie Plätze. Derweil warnt die SVP generell vor den Kosten, die auf die Schweiz zukommen. Und das sagen die Kantone und Gemeinden dazu.

Es war das Aufregerthema in der Sonntagspresse: Die Aargauer SVP-Nationalrätin Martina Bircher regt an, den Schutzstatus S einzuschränken: Man solle darüber nachdenken, ihn nur noch Ukrainerinnen und Ukrainer zu gewähren, die aus Gebieten stammen, in denen Kriegshandlungen stattfinden. Aktuell hat sich der Hauptteil der Kämpfe in den Osten verlagert. Bircher stellt zwar nicht die Hilfe für die Kriegsvertrieben infrage, warnt aber vor «enormen» finanziellen Folgen für die Schweiz für Bund, Kantone und Gemeinden.

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