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Bleiben oder gehen? Verteidiger Andersson ist begehrt.
Bleiben oder gehen? Verteidiger Andersson ist begehrt.Bild: KEYSTONE
Eismeister Zaugg

Calle Andersson – ein vorgezogener Playoff-Final für den SCB-Sportchef

Eine Umfrage unter den zahlungskräftigen Sportchefs fördert ein interessantes Resultat zutage: Um Calle Andersson kommt es zum «Final» zwischen dem SC Bern und den ZSC Lions.
29.10.2019, 09:1529.10.2019, 12:55

Calle Andersson (24) ist ein schwedischer Verteidiger mit Schweizer Lizenz. Er ist nach Ramon Untersander der produktivste SCB-Verteidiger. Sein Vertrag läuft aus und richtigerweise versucht Sportchef Alex Chatelain, ihn in Bern zu halten.

Inzwischen hat sich der Transfer-Pulverdampf verzogen und, falls nicht reihum gelogen worden ist, sind nur noch zwei Klubs im Rennen: Der SCB und die ZSC Lions. So kommt es im Transferbereich zu einem vorgezogenen «Playoff-Final». ZSC-Sportchef Sven Leuenberger bestätigt jedenfalls: «Wir haben unsere Offerte eingereicht.» Über Details äussert er sich natürlich nicht. Aber er ergänzt: «Ich denke, dass es jetzt nicht mehr um Geld geht.»

Weil Dave Sutter bei den ZSC Lions Ende Saison geht, gibt es auch nach der Verpflichtung von Johann Morant nächste Saison im Hallenstadion viel Eiszeit an der blauen Linie.

Für Biels Sportchef Martin Steinegger ist übrigens eine Rückkehr von Dave Sutter aus finanziellen Gründen kein Thema. Er hatte den sanften Riesen 2015 aus La Chaux-de-Fonds für ein Jahressalär von rund 60'000 Franken geholt.

In Biel hat sich Sutter zum Nationalverteidiger entwickelt und so verdient er nach dem Wechsel nach Zürich (2017) nun mehr als 300'000 Franken. Ob er bei seinem nächsten Arbeitgeber das Lohnniveau halten kann, ist nicht ganz sicher.

Entscheidung schon bald?

Aber wir sind vom Thema abgekommen. Wenn es bei Calle Anderssons Entscheidung zwischen Bern und Zürich tatsächlich nicht mehr um Geld geht, dann ist die Überzeugungskraft der Sportchefs gefragt. Alex Chatelain vertritt die Interessen der mächtigen SCB-Dynastie, die sich nach ruhmreichen Jahren im Niedergang befindet. Sven Leuenberger die ebenso mächtigen ZSC Lions, die nach einer spektakulären Krise den Umbruch geschafft haben.

Eigentlich müsste Chatelain als bisheriger Arbeitgeber mit Heimvorteil diesen «Transfer-Playoff-Final» für sich entscheiden. Geht Andersson nach Zürich, muss die Position des SCB-Sportchefs hinterfragt werden. Eine Entscheidung wird in der Nationalmannschaftpause erwartet. Sie beginnt am nächsten Sonntag.

Der SCB bemüht sich auch um NHL-Draft Damien Riat (22). Sein Kontrakt in Biel läuft aus. Auf seinen Bescheid muss Alex Chatelain noch ein wenig warten. Biels Sportchef Martin Steinegger, an einer Weiterverpflichtung des Nationalstürmers interessiert, sagt: «Damien entscheidet sich erst nach der Saison.»

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12 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Bort?
29.10.2019 09:54registriert Dezember 2018
So wie Calle im Moment auftritt, muss er nicht wirklich gehalten werden. Potential hat er unbestritten, ruft es aber (noch) zu selten ab.
Sollte er sich (wie schon zu hoeren war aus seinem Umfeld) bei Kari so wohl fuehlen, kann er bleiben. Wenn er wirklich 800,000 will / kriegt soll er gehen.

Ich zitiere hier einen bekannten Chronisten / Polemiker welcher meinte "Namen sind nur aufgestickte Buchstaben" :-D

Der naechste Artikel ist dann wohl entweder "Chatelain hat versagt, Calle zum Z" oder aber "Chatelain macht den Fehler und vergoldet Calle"... ;-)
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m00dy
29.10.2019 11:44registriert August 2019
Und am Schluss wechselt er nach Lugano und wir hören die Geschichte um Geld und Palmen, denn in Bern und Zürich hätte er ja nur fürs Trikot, Brot und Wasser gespielt. ;)
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Seeländer#17
29.10.2019 09:29registriert März 2016
Wen Andersson geht kann Chatelain wohl auch gleich mit. Ich weis nicht ob es mit Leuenberger anders ausgesehen hätte bei den Fällen Genoni und Arcobello, aber irgendwas fühlt sich komisch an. Kann mich nicht erinnern das Spieler mit grossen Namen so regelmäßig den Club verlassen wollen. Andersson muss gehalten werden! Ich wüsste keinen Spieler in der Schweiz der ihn ersetzen kann und gleichzeitig zuhaben ist.
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