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Prostitutes and sympathizers take to the streets to protest plans to clean up the city's famed red light district by shuttering windows where scantily-clad sex workers pose to attract clients,  in Amsterdam, Netherlands, Thursday, April 9, 2015. Prostitutes say that the closures are depriving them of safe places to work. (AP Photo/Peter Dejong)

Die Demonstration durch Amsterdam. Viele Prostituierte nahmen teil. Bild: Peter Dejong/AP/KEYSTONE

Amsterdam: Prostituierte wehren sich gegen die Schliessung von Rotlicht-Schaufenstern



In der niederländischen Grossstadt Amsterdam haben hunderte Menschen gegen die Abschaffung von Schaufenstern demonstriert, in denen sich Prostituierte ihren Kunden anbieten. Die Stadt plant, Fenster zu schliessen, um Menschenhandel und andere Vergehen einzudämmen.

An der Protestkundgebung im Rotlichtviertel der Stadt hätten sich am Donnerstag etwa 250 Demonstranten beteiligt, sagte Polizeisprecherin Marjolein Koek der Nachrichtenagentur AFP. An der Demonstration beteiligten sich zahlreiche Prostituierte. Viele von ihnen waren maskiert, um nicht erkannt zu werden.

Sie trugen Transparente mit Parolen wie «Rettet nicht uns, rettet unsere Schaufenster». Während der Kundgebung blieben einige Schaufenster leer; die Prostituierten hinterliessen stattdessen eine Nachricht an Bürgermeister Eberhard van der Laan: «Du stiehlst unsere Jobs.» Etwa 115 von insgesamt 500 der rot oder pink beleuchteten Schaufenster wurden bereits dicht gemacht.

Prostituierte wollen ernst genommen werden

«Sex ist in den Niederlanden eine legale Branche und wir brauchen Unterstützung, wir wollen von den Politikern ernst genommen werden», sagte eine Sprecherin der Prostituierten der niederländischen Nachrichtenagentur ANP. Sie und ihre Kolleginnen würden jedoch wie «Geächtete» behandelt und «aus dem Viertel geworfen, ohne dass uns jemand nach unserer Meinung fragt».

Prostitution ist in den Niederlanden seit 2000 legal. In Amsterdam gehen etwa 7000 Menschen dieser Profession nach. Etwa zwei Drittel von ihnen kommen aus ärmeren Ländern, insbesondere aus Osteuropa. (feb/sda/afp)

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