Es hat sich ausgebimmelt: IOC verbietet Schweizer Fans die Kuhglocken
Kuhglocken in einer Kategorie mit Pyrotechnik und Laserpointern? Ja, das ist so. Zumindest an den Olympischen Spielen, denn das IOC verbietet das bekannteste Fan-Utensil der Schweizer.
Der Grund dafür ist gemäss dem Internationalen Olympischen Komitee der Lärm, welchen die grossen Kuhglocken verursachen. Laut den Organisatoren leidet durch den vibrierenden und lauten Klang die Konzentration der Athleten.
Schweizer Fans, welche trotzdem versuchten, die Glocken an einen Wettbewerb mitzunehmen, mussten diese an der Einlasskontrolle abgeben. Dies sorgt bei den stolzen Eidgenossen für riesigen Unmut. «Das ist ein Stück Heimat. Ohne unsere Glocken ist es so, als ob eine Kuh ihre Euter verlieren würde», sagte ein Fan gegenüber «Radio France», als ihm diese vor der Team-Kombination der Männer in Bormio abgenommen wurde.
Es gibt allerdings eine kleine Alternative für die Schweizer: Es kann bei olympischen Anlässen eine kleinere und weniger laute Glocke gekauft werden. Diese kostet aber stolze 30 Euro und sie kann natürlich nicht mit den originalen Kuhglocken verglichen werden.
Es sind aber nicht nur die Schweizer betroffen. Auch der Vater der französischen Biathletin Lou Jeanmonnot wollte seine Tochter mit einer mitgebrachten Glocke anfeuern. «Am Eingang haben wir gesehen, dass das nicht erlaubt war», erklärte Didier Jeanmonnot gegenüber rmcsport. Doch nicht nur Glocken sorgen an den Winterspielen für Probleme, auch Fahnenstangen und Klappstühle werden bei Einlasskontrollen abgenommen.
Auch bei personalisierten Fahnen kann es problematisch werden, da an Olympischen Spielen unter anderem religiöse, politische, vulgäre und kommerzielle Botschaften nicht gestattet sind. (riz)
