DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
The homepage of the Ashley Madison website is displayed on an iPad, in this photo illustration taken in Ottawa, Canada July 21, 2015. Canada's prim capital is suddenly focused more on the state of people's affairs than the affairs of the state. One in five Ottawa residents allegedly subscribed to adulterers' website Ashley Madison, making one of the world's coldest capitals among the hottest for extra-marital hookups - and the most vulnerable to a breach of privacy after hackers targeted the site.    REUTERS/Chris Wattie

Das Seitensprungportal Ashley Madison wurde von Hackern angegriffen.  Bild: REUTERS

Hacker-Attacke auf Seitensprungportal Ashley Madison: Über 56'000 Schweizer Fremdgeher müssen um ihr Geheimnis fürchten – darunter 19 Bundesmitarbeiter

Hacker veröffentlichten kürzlich Daten der Fremdgehplattform Ashley Madison. Zürcher Sicherheitsexperten entdeckten in den Daten eine erstaunlich hohe Anzahl Schweizer Mitglieder sowie die Adressen von Bundesangestellten.



Was man als Fremdgeher tunlichst vermeiden möchte, ist erwischt zu werden. Gerade das droht nun den 32 Millionen Nutzer des Seitensprungportals Ashley Madison.

Eine Person oder eine Gruppe mit dem Pseudonym «The Impact Team» hat eine 9,7 Gigabyte grosse Datei mit Userdaten im Darknet veröffentlicht. Darunter sollen sich Namen, sexuelle Vorlieben, Adressen, Kreditkartennummern und die verschlüsselten Passwörter der User befinden.

Sicherheitsexperten der Zürcher Firma Scip haben den Datensatz untersucht und dabei Erstaunliches zu Tage gebracht. 56'362 E-Mail-Adressen enden auf .ch, erklärt Marc Ruef. «Das ist enorm viel. Erst dachten wir, es muss sich um einen Fehler handeln, aber auch ein zweiter Test bestätigte das Ergebnis.» Er merkt an, dass man sich offenbar auch mit einer falschen Adresse auf der Plattform registrieren könnte und kein Verifizierungs-E-Mail benötigt werde. Dass es sich bei allen 56'362 User um Fake-Accounts handle, findet er aber eher unwahrscheinlich.

Fremdgeher beim Bund

Brisanter sind allerdings 19 Adressen, die auf @admin.ch enden. Nur Bundesmitarbeiter verfügen über derartige E-Mail-Adressen. Theoretisch könnte sich auch hier jemand einen Spass erlaubt haben. Ruef zweifelt jedoch daran: «So gelangweilt ist niemand, dass er sich die Mühe macht und 19 Namen und deren E-Mail-Adresse raussucht.» Die konkreten Namen gibt Scip aus Datenschutzgründen nicht bekannt.

Bild

Die Hacker bezichtigen Ashley Madison des Betrugs und deshalb veröffentlichten sie nun die Daten.

Neben den zahlreichen E-Mail-Adressen sind in dem veröffentlichten Datensatz auch Teile von Kreditkarten zu finden. Allerdings nur der Typ sowie die letzten vier Ziffern. Dazu kommt jedoch noch die Wohnadresse. Alles in allem, sind das enorm viele Informationen, die sich für Missbrauch und Erpressungen eignen, sagt Ruef.

«Heute morgen waren wir noch unsicher, ob die Daten fake sind, mittlerweile sind wir der Meinung, dass das Ganze ziemlich echt aussieht», so der Sicherheitsexperte.

Für die User von Ashley Madison sind das keine guten Neuigkeiten. Bis sich die ersten Betrüger und Erpresser über die Daten hermachen, bleibt vielleicht noch genug Zeit, um beim Partner zu beichten. Die Betreiberfirma von Ashleymadison.com hat derweil bestätigt, dass das FBI an den Ermittlungen beteiligt sei.

Das könnte dich auch interessieren

Die sieben eindrücklichsten Hacker-Attacken

Kennst du schon die watson-App?

Über 150'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wurde unter «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Wie Elon Musk die «Kryptowährung des Volkes» befeuerte

Mit einem Tweet hat Elon Musk einen Run auf die wenig bekannte Kryptowährung Dogecoin ausgelöst. Der Webseite Conmarketcap.com zufolge stieg deren Preis am Donnerstag um rund 50 Prozent auf 0,02610 Dollar.

Zuvor hatte der Chef des Elektroauto-Pioniers Tesla, der von seinen Anhängern «Papa Musk» genannt wird, auf Twitter das Wort «Doge» mit dem Bild einer Mondrakete gepostet. Anschliessend schrieb er: «Dogecoin ist die Kryptowährung des Volkes.»

Und schliesslich, nachdem die online gehandelte …

Artikel lesen
Link zum Artikel