Audi steht unter Strom: E-Auto-Absatz schnellt hoch
In den vergangenen zwölf Monaten sanken die weltweiten Auslieferungen der VW-Marke Audi um 2,9 Prozent auf 1,62 Millionen Autos. Zuletzt zogen die Zahlen allerdings an und lagen seit September jeden Monat über dem Vorjahreswert.
«Unsere Produktoffensive kommt auf die Strasse, was sich auch sukzessive in den Auslieferungen widerspiegelt», sagt Vertriebsvorstand Marco Schubert. Insbesondere bei den Elektroautos gehe es nach oben. Dort ergab sich im Gesamtjahr weltweit ein Plus von 36 Prozent auf mehr als 223'000 reine Stromer. «Diesen Aufwärtstrend wollen wir auch 2026 fortsetzen», betont Schubert. Weltwelt legten Audis Stromer deutlich stärker als der gesamte E-Auto-Markt zu.
In der Schweiz verkaufte Audi nur 4 Prozent mehr E-Autos und war hinter Tesla und Skoda, aber vor VW, die Nummer Drei im E-Auto-Segment.
Trumps Zölle treffen Audi hart
Besonders schwierig war die Situation für Audi im vergangenen Jahr in den USA, wo die Marke 12,2 Prozent Absatz einbüsste und nur noch 202'143 Autos absetzte. Da Audi – anders als beispielsweise BMW – dort kein eigenes Werk hat, leiden die Ingolstädter besonders unter den von US-Präsident Donald Trump verhängten Zöllen. Zum Vergleich: BMW legte in den USA deutlich zu, Mercedes büsste in ähnlicher Dimension wie Audi ein.
In China vergleichsweise glimpflich
In Audis wichtigstem Markt China lag das Minus zum Jahresende bei 5 Prozent und 617'514 Autos. Damit hat der bayerische Konzern sein Minus dort deutlich verringert. Nach den ersten neun Monaten hatten sie noch 9 Prozent unter Vorjahr gelegen. Der Markt dort ist derzeit schwach und gleichzeitig wettbewerbsintensiv, weswegen alle europäischen Hersteller dort leiden. BMW beispielsweise büsste mehr als 12 Prozent Absatz ein, Mercedes sogar 19 Prozent. VW und Tesla verloren je rund 8 Prozent, prozentual also ebenfalls mehr als Audi.
In Deutschland konnte Audi sogar zulegen – um 4 Prozent auf 206'290 Autos. Im restlichen Europa ergab sich ein minimales Minus von 0,5 Prozent.
2025 sei anspruchsvoll gewesen, hiess es von Audi. Nicht nur der intensive Wettbewerb, sondern auch die US-Zollpolitik hätten die gesamte Branche vor grosse Herausforderungen gestellt.
(sda/awp/dpa/oli)
