Basel-Stadt sagt Ja zu direktem Steuerabzug vom Lohn - und lehnt Tauben-Initiative ab
Kanton Basel-Stadt: Freiwilliger Steuerabzug vom Lohn
Die Resultate:
Die Wählerinnen und Wähler aus Basel-Stadt haben der Initiative zum freiwilligen Steuerabzug vom Lohn zugestimmt. Mit 53,35 Prozent sagte die Stimmbevölkerung Ja zu der Regelung, die ein Novum in der Schweiz darstellen würde. Die Stimmbeteiligung lag bei 64,97 Prozent.
Darum geht es: Arbeitnehmende im Kanton Basel-Stadt sollen die Möglichkeit erhalten, Steuern direkt vom Lohn abziehen zu lassen. Mitarbeitende in der Stadt würden zehn Prozent, in Riehen oder Bettingen fünf Prozent des Bruttolohns automatisch abgezogen bekommen. Der Steuerabzug ist für Mitarbeitende freiwillig. Wer ihn nicht wünscht, muss den Arbeitgeber informieren.
Grossratsbeschluss vom 22. Oktober 2025 betreffend Änderung des Gesetzes über die direkten Steuern (Steuergesetz, StG)
Ausgezählt: 3/3 | Stand: Schlussresultat
53,4% Ja
46,6% Nein
Kanton Basel-Stadt: Stadttauben-Initiative
Die Resultate:
Die Stadttauben-Initiative wurde mit 63,77 Prozent relativ deutlich vom Basler Stimmvolk verworfen. 67,78 Prozent der Wählerinnen und Wähler sprachen sich für den Gegenvorschlag aus, der kein Tötungsverbot vorsieht.
Darum geht es: Die Initiative fordert ein tierschutzgerechtes Stadttaubenmanagement mit Reduktion der Population auf 3000 bis 4000 Tiere, betreuten Taubenschlägen in allen Quartieren und einem Tötungsverbot. Ziel ist, Konflikte mit der Bevölkerung zu reduzieren und das Tierwohl zu sichern.
Der Gegenvorschlag des Grossen Rates sieht ein vierjähriges Pilotprojekt mit fünf betreuten Taubenschlägen, gezielter Betreuung durch Fachpersonal, Information der Bevölkerung und Massnahmen an Hotspots vor. Damit soll die Population nachhaltig reguliert werden.
Kantonale Initiative für ein «Neues Stadttaubenkonzept Kanton Basel-Stadt»
Ausgezählt: 3/3 | Stand: Schlussresultat
36,2% Ja
63,8% Nein
Gegenvorschlag des Grossen Rates vom 7. Januar 2026
Ausgezählt: 3/3 | Stand: Schlussresultat
67,8% Ja
32,2% Nein
Stichfrage zu Initiative und Gegenvorschlag
Ausgezählt: 3/3 | Stand: Schlussresultat
28,9% Initiative
71,1% Gegenvorschlag
Kanton Basel-Stadt: Durchmesserlinie
Die Resultate:
Die Stimmbevölkerung von Basel-Stadt sagt Ja zum Projekt einer Bahn-Durchmesserlinie unter dem Boden. Das Stimmvolk stimmte einer Ausgabe von 3,6 Millionen Franken für das Bahnknoten-Lobbying beim Bund und Stadtplanungsprojekte sowie einen neuen Umsteigeplatz bei der Markthalle zu.
Der Entscheid fiel mit 35'952 zu 28'029 Stimmen - der Ja-Anteil betrug 56,2 Prozent. Zur Abstimmung kam es, weil die Kleinstpartei PDA das Referendum gegen den Grossratsbeschluss ergriffen hatte. Sie erhielt dabei Unterstützung von der SVP, Basta und mehreren ehemaligen Basler Politikern.
Darum geht es: Der Ausbau der S-Bahn in Basel beinhaltet die Durchmesserlinie und damit eine direkte unterirdische Verbindung zwischen Basel SBB und dem Badischen Bahnhof. Der Kanton erhält 3,6 Millionen Franken für Planungen, Stadtentwicklung und Lobbying in Bundesbern.
Grossratsbeschluss vom 7. Januar 2026 betreffend Finanzierung der weiteren Arbeit im Zusammenhang mit dem Herzstück und dem Bahnknoten Basel
Ausgezählt: 3/3 | Stand: Schlussresultat
56,2% Ja
43,8% Nein
Kanton Basel-Stadt: Klybeckinsel-Volksinitiative
Die Resultate:
Keine Chance hatte die Klybeckinsel-Initiative. Dieser forderte, das ehemalige Industriegebiet südlich des Rheinhafens als Insel wiederherzustellen und aufzuforsten. Das Stimmvolk lehnte das Volksbegehren mit 63'408 zu 24'222 Stimmen (61,8 Prozent) deutlich ab.
Mit dem Nein ist vorerst die Bahn frei für Areal-Entwicklungspläne des Kantons auf der ehemaligen Klybeckinsel. Vorgesehen sind Wohnungen und eine neue Grünanlage. Der Grosse Rat hat noch über die Bebauungspläne zu entscheiden.
Darum geht es: Diese Initiative will das Gebiet der ehemaligen Klybeckinsel in die Grünzone umwandeln, industrielle Altlasten beseitigen, die Insel bis 2035 wiederherstellen und mit einheimischen Bäumen aufforsten. Ziel ist die Schaffung neuer Grünflächen und die Verbesserung des Stadtklimas.
Kantonale Initiative «Für die Wiederherstellung und Wiederaufforstung der ehemaligen Klybeckinsel (Klybeckinsel-Volksinitiative)»
Ausgezählt: 3/3 | Stand: Schlussresultat
38,2% Ja
61,8% Nein
(leo/ jul/ mit Material der Sda)
Nationale Vorlagen
«Keine 10-Millionen-Schweiz»
Keine 10-Millionen-Schweiz
Ausgezählt: 4/4 | Stand: Schlussresultat
26,5% Ja
73,5% Nein
Darum geht es: Diese Initiative der SVP verlangt, dass Bundesrat und Parlament einen Bevölkerungsdeckel für die Schweiz einführen. So soll die ständige Wohnbevölkerung bis 2050 nicht die 10-Millionen-Marke überschreiten. Wie das genau funktionieren soll, erfährst du im Video unten:
Zivildienstgesetz
Zivildienstgesetz
Ausgezählt: 4/4 | Stand: Schlussresultat
38,0% Ja
62,0% Nein
Darum geht es: Bund und Parlament finden, dass zu viele Männer vom Armee- in den Zivildienst wechseln. Deshalb soll der Zivildienst unattraktiver gestaltet werden. Welche Massnahmen im neuen Gesetz genau drinstehen, erfährst du hier:
