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US-Bundesstaat Florida wirft OpenAI die Gefährdung von Nutzern vor

FILE - The OpenAI logo is displayed on a mobile phone in front of a computer screen with output from ChatGPT, March 21, 2023, in Boston. (AP Photo/Michael Dwyer, File)
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Florida geht juristisch gegen OpenAI vor. Bild: keystone

Bedrohung für öffentliche Sicherheit: Florida verklagt ChatGPT-Entwickler OpenAI

02.06.2026, 07:2702.06.2026, 07:36

Der US-Bundesstaat Florida hat juristisches Neuland betreten mit einer Klage gegen die KI-Firma OpenAI. Er wirft ihr vor, ChatGPT-Nutzern Sicherheit zu versprechen, obwohl die Software gefährlich sei.

Der Chatbot sei eine Bedrohung für die öffentliche Sicherheit, heisst es in der von Floridas Generalstaatsanwalt James Uthmeier eingereichten Klageschrift. Darin wird auf Fälle verwiesen, in denen ChatGPT eine tödliche Medikamentenkombination empfohlen und einen für tödliche Schüsse auf einem Universitätsgelände verantwortlichen Schützen vor dessen Tat beraten haben soll. Insbesondere für Teenager sei der Chatbot problematisch, kritisierte Uthmeier.

OpenAI verwies in einer Reaktion auf Massnahmen zum Schutz junger Nutzerinnen und Nutzer. Dazu gehörten Mechanismen zur Alterserkennung sowie Überwachungsmöglichkeiten für Eltern. Die Massnahmen führte OpenAI zum Teil erst nach Todesfällen und öffentlicher Kritik ein.

ChatGPT ist der Chatbot, der den aktuellen Hype um Künstliche Intelligenz auslöste und kommt inzwischen laut OpenAI auf 900 Millionen Nutzerinnen und Nutzer pro Woche. Er ist das wichtigste Produkt der Firma.

Florida hatte bereits im April Ermittlungen zur Rolle von ChatGPT beim Schusswaffen-Angriff an der Florida State University im April 2025 aufgenommen. Der Schütze habe vor der Tat Ratschläge von dem KI-Chatbot eingeholt, sagte Uthmeier damals. Demnach bekam er nicht nur Empfehlungen, welche Waffe er verwenden solle und welche Munition zu welchen Waffen passe, sondern auch zu der Frage, wo und zu welcher Zeit dort die meisten Menschen anzutreffen sein würden. OpenAI beharrt darauf, dass ChatGPT nicht für die Tat verantwortlich sei, bei der zwei Menschen getötet und sechs weitere verletzt wurden. (sda/dpa)

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