Interview
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Thomas Temperli

Thomas Temperli ist überzeugt: Spielintelligenz kann man nicht trainieren, deshalb müssen professionelle «FIFA»-Spieler viel Fussballverständnis mitbringen. bild: watson

Interview

Ja, es gibt tatsächlich «FIFA»-Coaches – wir haben einen davon getroffen

Thomas Temperli arbeitet als «FIFA»-Coach für Mesut Özils eSports-Team. Der Schweizer erklärt, wie er davon leben könnte und warum kein Profi Messi in seinem Team will – dann erteilt er mir eine Lektion.



Zerrissene Hosen, tätowierte, muskulöse Arme, dazu ein Baseball-Cap. Wie ein klassischer Gamer sieht er nicht aus dieser Thomas Temperli. Der Mann, der als «eSports-Pep» bezeichnet wird und beim «Team Özil» als «FIFA»-Coach arbeitet, entspricht optisch eher dem Klischee des Fussballers als dem des Gamers. 

Will Mesut Özil «FIFA»-Profi werden, dass er dich als Coach engagiert hat? 
Thomas Temperli: (lacht) Nein, der hat als Arsenal-Profi genug zu tun. Und in der Freizeit spielt er sowieso die ganze Zeit mit Kolasinac (Teamkollege bei Arsenal, die Red.) zusammen «Fortnite». Aber er hat mich für sein «Team Özil» als «FIFA»-Trainer engagiert.  

Mesut Özil spielt mehr «Fortnite» als «FIFA».

Was heisst das konkret?
Das «Team Özil» hat verschiedene «FIFA»-Profis aus der ganzen Welt unter Vertrag. Ich trainiere diese.

Wenn die Profis aus der ganzen Welt kommen, kannst du aber nur online coachen? 
Grundsätzlich ist das Training online. Vor wichtigen Turnieren aber nicht nur. Zuletzt war der Brasilianer Pedro Resende bei mir zuhause in der Schweiz und dann habe ich ihn eine ganze Woche lang gecoacht. Anschliessend ist er an ein Turnier nach London geflogen und von dort nach Hause nach Brasilien

Bei «FIFA» ist so viel Zufall, wie kann es da einen Coach wie dich überhaupt brauchen?
Tatsächlich ist ein gewisser Glücksfaktor vorhanden. Aber über lange Zeit setzt sich Qualität trotzdem durch. Es ist ähnlich wie beim Pokern. Du kannst als Amateur eine Hand gewinnen, am Ende macht aber der Profi mehr Geld.

Pedro Resende ist einer von Thomas Temperlis Schützlingen und derzeit auf der Xbox in den Top Acht der Welt.

Die Weltrangliste und die WM

Um sich für die «FIFA»-WM zu qualifizieren, müssen diverse Turniere gespielt werden. Das funktioniert ähnlich wie beim Tennis, für gute Resultate gibt es Punkte in der Weltrangliste. Am Ende können die 32 besten Spieler pro Konsole (Xbox und PlayStation) die Plätze in einem Turnier ausspielen.

Thomas zeigt mir, wie er seine Spieler konkret coacht. Wir spielen eine erste Partie gegeneinander. Er erzielt bereits nach neun Minuten das erste Tor. Am Ende verliere ich 0:3. Thomas ist mit meinen 52% Ballbesitz zufrieden – und auf meiner Passgenauigkeit von 94% lasse sich aufbauen. Immerhin.

Nun hast du gesehen wie ich spiele. Was würdest du mir als Coach dringend raten?
Ich würde dir vorschlagen, bei deiner Spielweise vom 4-3-3 auf ein 4-4-2 mit Raute umzustellen. Weil dir ein Sechser reicht und du stark von einer Doppelspitze profitieren würdest, diese ermöglicht dir auch die Chance auf Doppelpässe. Du musst hinten schneller aus der roten Zone kommen, durch flache, einfache Zuspiele. Mach es einfach wie ich, immer eine Station weiterspielen. 

Dich nennt man in der Szene ja auch «eSports-Pep», in Anlehnung an Pep Guardiola, der das gepflegte Kurzpassspiel liebt.
Ich predige eigentlich immer, dass Ballbesitz und Passgenauigkeit etwas vom Wichtigsten sind in diesem Spiel. Ich will meinen Profis lernen, dass sie Spiele kontrolliert gewinnen und nicht durch Glück, wie es zum Beispiel durch Distanzschüsse der Fall ist. 

Thomas Temperli

Zwei Bildschirme: Thomas Temperli zockt auf dem einen und analysiert auf dem anderen. bild: watson

Wenn du einen Spieler zum Training zu Gast hast, zockt ihr dann von früh bis spät durch?
Mehr als maximal vier Stunden pro Tag bringen nichts. Allerdings spielen Profis nicht planlos Partien, sondern streuen regelmässig Analyse-Sessions ein. Sie müssen genau wissen, weshalb sie ein Spiel gewonnen oder verloren haben. Sonst entwickeln sie sich nicht weiter.

Worin liegt dabei deine Aufgabe?
Ich helfe den Spielern, ihr Spiel zu analysieren, stelle gewisse Entscheidungen in Frage und zeige Wege auf, wie sie effizienter werden können. Es ist wichtig, dass ich ihnen die Kreativität und die Spielfreude lasse und ihnen Verbesserungspotenziale aufzeige. 

Vier Stunden pro Tag «FIFA» spielen, das klingt gemütlich für einen Profi. 
Darum erwarte ich auch viel abseits der Konsole. Ich sage immer, wenn du schon Profi sein willst, dann leb auch wie einer. Teilweise spielen sie an Turnieren bis zu acht Stunden pro Tag. Das geht nicht auf einem Topniveau, ohne mental topfit zu sein. Da braucht es das ganze Paket mit genügend Schlaf, guter Ernährung und genügend Sport. Ich erstelle dazu auch Tagesabläufe für die Spieler.

Lebst du von deinem Verdienst als «FIFA»-Coach?
Das könnte ich im Moment, aber ich arbeite derzeit noch 100% im Büro. Die Szene ist sehr schnelllebig und in der Schweiz hinken wir bezüglich eSports noch ziemlich hinterher. 

Thomas Temperli

Geburtsdatum: 24.08.1988
Erfolge als «Fifa»-Spieler: 4x Schweizer Meister, 4x Schweizer eSportler des Jahres.
Engagements als Trainer: Trainer beim eSports-Teams des FC St.Gallen (2016 – 2017), Trainer beim eSports-Team von Manchester City, Trainer beim «Team Özil».
Rasenfussball: Der Rechtsverteidiger absolvierte 24 Partien in der Promotion League für den FC United Zürich, dazu 50 Partien in der ersten Liga.

Im Ausland ist es einfacher?
Ja, wenn ein Deutscher in einem Monat mal nur 1500 Euro verdient, kommt er damit irgendwie durch. In der Schweiz hast du so keine Chance. Deshalb gibt es in der Schweiz auch nicht die ganz guten Gamer. Wer nebenbei noch arbeiten muss, hat praktisch keine Chance.

Optisch entspricht Temperli eher dem Klischee des Fussballers als dem des Gamers.

Mesut Özil soll, so heisst es bei der «Sportbild», eine halbe Million Euro pro Jahr in sein «FIFA»-Team stecken. Die Spieler bekämen 6000 bis 10'000 Euro monatlich. Das müsste auch für dich sehr lukrativ sein.
Ich habe derzeit noch diverse andere Mandate und bin deshalb noch nicht offiziell als Coach vom «Team Özil» vorgestellt. Aber ja, mit eSports lässt sich auch als Trainer genug verdienen, um gut davon zu leben. 

Bist du wie ein Fussballtrainer an den Turnieren vor Ort?
Wenn ich es mir irgendwie einrichten kann, dann ja.

Wie kann ich mir das vorstellen, coachst du von der Seitenlinie, während das Spiel läuft?
Nein, vor Ort geht es vor allem um die Gegneranalyse. Die Spieler haben teilweise bloss eine halbe Stunde Zeit, bis die nächste Partie stattfindet. Ich bin dann mit dem Laptop vor Ort.

Thomas Temperli begleitet die Spieler nach Möglichkeit an die grossen Turniere.

Und was bringt das deinen Spielern? 
Wichtig sind vor allem die Signature Moves. Die typischen Bewegungen und Tricks, wie die Gegner zu Abschlüssen und Toren kommen. 

Wie findest du überhaupt Infos über Gegner in dieser kurzen Zeit?
Man kennt die starken Gegner langsam, das sind meist die gleichen. Ich habe Sheets erstellt von den 40 – 50 besten «FIFA»-Spielern der Gegenwart.

Thomas zeigt mir an seinem Laptop eines der Sheets. Zum Spieler, der sich «Eisvogel_7» nennt. Das Sheet beschränkt sich nicht nur auf die Lieblingsformationen, es zeigt die Vorlieben in der Balleroberung. Da steht auch, wann er wie mit dem Pressing beginnt. Unterlegt sind die Infos mit mehreren Videos, die mit «Balleroberung», «Abschluss» oder «Flügelspiel» angeschrieben sind. Das Dokument geht bis in die tiefsten Details. Wenn der «Eisvogel_7» seinem defensiven Mittelfeldspieler eine individuelle Anweisung gibt, dann weiss das Thomas. Weil er schon hunderte seiner Spiele gesehen hat. 

Was machst du, wenn an einem Turnier ein Überraschungsspieler dabei ist, den du nicht kennst?
Dann habe ich bestimmt auch schon Videos von ihm. Die Qualifikation funktioniert immer über die Weekend League. Dort ziehe ich jeden Sonntagabend die Spiele der Top 20 runter, damit ich sie einfach mal gespeichert habe. Genau für solche Fälle. 

FUT und Weekend League

Die grossen Turniere finden fast ausschliesslich über die FIFA Ultimate Teams (FUT) der Spieler statt. Das heisst, Spieler stellen ihre Mannschaft selbst zusammen durch Spielerkarten, die sie entweder als Belohnung für Siege erhalten oder auf dem «FIFA»-Transfermarkt zusammenkaufen. 

An den Wochenenden findet dann die Weekend League statt, wo online 40 Spiele absolviert werden. Wer in diesen Partien mindestens 38 Siege holt, qualifiziert sich für Turniere und gerät auf den Radar von Agenturen. Oder von Thomas.

Was muss man als «FIFA»-Spieler für Fähigkeiten mitbringen?
Die Skill Moves kann man trainieren, Spielintelligenz nicht. Das Wichtigste ist, dass man den Fussball versteht. Wer nicht weiss, wie Fussball geht, kann auch in «FIFA» nicht gut werden, weil er die ganzen Taktiken nicht versteht. Wie soll jemand ein Pressing in «FIFA» aufziehen, wenn er nicht weiss, wie das im richtigen Fussball funktioniert? Es braucht zudem gute kognitive Fähigkeiten wie Reaktion, Fingerfertigkeit und natürlich vernetztes Denken. 

Wie weit ist der Weg vom Amateur zum Profi? 
Weniger weit, als du denkst. In einem Monat kann ein erfahrener Spieler zum Profi werden. Die wichtigsten Skill Moves sind schnell erlernt, danach muss man vor allem noch lernen, wie erfolgreiches Spielen funktioniert. 

Und dann kann ein Amateur in der Weekend League zum Profi werden?
Am Anfang musst du erst mal Geld investieren, um überhaupt eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenzustellen. Das sind schon ein paar hundert Franken. Die Profis bekommen von ihren Teams auch mal vierstellige Beträge, um sich ihre Topteams gleich zu Beginn zusammenzustellen.

Wer ist denn der beste Spieler?
Cristiano Ronaldo ist wertvoll, Gareth Bale ebenfalls. Weil sie schnell sind und körperlich gut. Messi zum Beispiel, mit dem spielt an der WM praktisch keiner, weil er einfach körperlich zu schwach ist. Auch wenn er der zweitbeste Spieler des Spiels ist.

Ich fordere Thomas nochmals zu einem Spiel heraus. Schliesslich will ich wissen, ob ich aus dem kurzen Coaching tatsächlich etwas gelernt habe. Diesmal mauere ich mich glücklich zum 1:0-Sieg. Thomas, der selbst nicht mehr als Spieler an Turnieren teilnimmt, schmunzelt bloss. Sich über Niederlagen aufzuregen, damit hat er schon längst aufgehört. Es ist halt wie beim Pokern – da gewinnt auch der grösste Esel mal einen Pot.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Simon Schoch 30.12.2018 14:25
    Highlight Highlight Kann mir einer erklären, wie er zum Titel "Schweizer eSportler des Jahres" gekommen ist? Ich bin seit x-Jahren im Schweizer Esports vertreten, und noch NIE von so einem Titel gehört...
    • no0nsense 30.12.2018 18:15
      Highlight Highlight Das ist aus einer Zeit, als der eSport in der Schweiz auf gamersnet zu Hause war (so ca. 2004-2010)...
    • horst müller 30.12.2018 20:31
      Highlight Highlight das müsstest du doch wissen. ihr wart sogar mal im selben clan. zumindest theoretisch. er war mal für die schweiz an der fifa wm und da im 1/8 final oder so. nebenbei noch "wirklich" fussball gespielt 3. liga oder so
  • Hupendes Pony 30.12.2018 13:51
    Highlight Highlight Toller Typ! Da sieht man wie viel Arbeit da drin steckt.

    Leider ist die Schweiz kein ESport Land.. die Voraussetzungen wären da.

    • Hupendes Pony 30.12.2018 19:13
      Highlight Highlight Blitze weil die Schweiz kein eSport Land ist?? Vergleicht uns mal mit Sweden und Dänemark... sogar Deutschland ist da weiter...
    • Hupendes Pony 30.12.2018 22:17
      Highlight Highlight ahh leckt mich doch alle und ruft mich wieder, wenn wir relevant sind
    • Schluch 31.12.2018 00:12
      Highlight Highlight Weil eSports gut gemachtes Gücksspiel ist. Ist doch Quatsch sowas seriös anzumahlen. Kommt als nächstes der Candy Crush Coach?
    Weitere Antworten anzeigen
  • TanookiStormtrooper 30.12.2018 13:02
    Highlight Highlight "Am Anfang musst du erst mal Geld investieren, um überhaupt eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenzustellen. Das sind schon ein paar hundert Franken."
    Genau darum Spiele ich seit Jahren kein FIFA mehr und kaufe auch sonst keine Spiele von diesen Abzockern bei EA. Ohne jede menge Geld aus dem Fenster zu werfen sieht man online kein Land und genau das ist beabsichtigt. Wieviele junge Männer da wohl in der Schuldenfalle landen, weil sie es nicht mehr im Griff haben? Die Dunkelziffer dürfte höher sein als man denkt. Eigentlich gehört das verboten oder zumindest als Glücksspiel taxiert.
    • legis 30.12.2018 14:43
      Highlight Highlight Nein! Es ist schon noch ein Unterschied zu pay-to-win! Man kann mit ein bisschen Glück (man öffnet Packs mit Spielern die man kauft oder durch spielen oder andere Modi auch gratis erhält), gutem Wirtschaften (Transfermarkt usw) und guten Spielskills durchaus weit kommen. Vielleicht nicht ganz nach vorne, das stimmt wohl!

      Wichtig finde ich, dass man durch finanzielle Investitionen nicht automatisch gut wird. Ein Fifa-Noob kann mit dem besten Team keine Tore schiessen ;)

      Fazit: Ein bisschen pay to win sicher, da hats EA aber auch schon deutlich krässer übertrieben ;)
    • lituation 30.12.2018 15:11
      Highlight Highlight @dreizehn theoretisch kann man sich auch alles erspielen, braucht einfach unendlich viel zeit.
      ein topteam zu haben, ohne geld auszugeben ist also praktisch unmöglich.
    • TanookiStormtrooper 30.12.2018 18:22
      Highlight Highlight @lituation
      Ja, theoretisch, nur bis man so ein Top Team zusammen hat ist bereits das nächste FIFA-Spiel draussen und keiner spielt mehr die alte Version. Deshalb muss man sich das Team ja innerhalb eines Jahres zusammenstellen. EA (und alle anderen Hersteller auch) weiss genau, wie lange es dauert und schafft bewusst anreize um Geld auszugeben. Da gibt es immer mal wieder ein "Zückerchen". Wie ein Drogendealer, der dir mal was "zum Probieren" gibt.
      Es geht darum durch das öffnen von Paketen/Boxen Glückshormone freizusetzen. Gerade Männer in den 20ern sind da sehr anfällig. Fiese Masche.

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