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So weit kommen neue E-Autos im Alltag wirklich
Wie weit fahren Elektroautos im Alltag tatsächlich? Ein Test des norwegischen Automobilverbandes NAF mit 24 aktuellen Modellen zeigt: Bei mildem Wetter erreichen viele neue Fahrzeuge ihre Laborwerte auch im Alltag, einige übertreffen sie gar. Getestet wurde bei 12 bis 18 Grad auf einer Route aus Stadt, Landstrasse und Autobahn (der gleiche Test wird jeweils auch im Winter bei extremer Kälte durchgeführt.)
Gut zu wissen: Die von den Herstellern angegebene WLTP-Reichweite wird auf dem Rollenprüfstand immer bei einer konstanten Labortemperatur von 23 Grad ermittelt. In der EU ist zudem eine WLTP-Angabe für 14 Grad vorgeschrieben. Die WLTP-Reichweiten beziehen sich also nicht auf europäische Wintertemperaturen, sie ermöglichen aber einen direkten Vergleich zwischen den Herstellern.
BMW schafft die grösste Distanz
Die weiteste Strecke legte der neue BMW iX3 zurück. Der SUV fuhr mit einer Batterieladung 781 Kilometer weit und übertraf damit sogar die Werksangabe von 770 Kilometern. Zunächst sah es sogar nach einem noch besseren Ergebnis aus. Doch am Abend sank die Reichweite in den norwegischen Bergen durch fallende Temperaturen. Dennoch erzielte kein anderes Auto eine so hohe absolute Distanz.
Ein chinesischer Van wird Testsieger
Den Gesamtsieg sicherte sich dennoch der Xpeng X9 aus China. Denn die Tester bewerteten das prozentuale Verhältnis der erzielten Reichweite zum offiziellen Labor-Prüfwert (WLTP). Der grosse Van schaffte im Realbetrieb 646 Kilometer. Das sind 11,4 Prozent mehr als die Herstellerangabe von 580 Kilometern. Beim BMW war die absolute Strecke länger, die Abweichung von der Herstellerangabe jedoch mit 1,5 Prozent geringer.
Dahinter folgen der kleine Kia EV2 und der Mercedes GLB, ein grosser SUV, welche ihre WLTP-Angabe jeweils um 5 Prozent übertrafen.
Grosse Unterschiede beim Schlusslicht
Den letzten Platz belegte das in China gebaute SUV-Coupé MG IM6. Der Wagen blieb mit 446 Kilometern fast zwölf Prozent hinter der Werksangabe (505 Kilometer) zurück. Ein zweites Modell der Marke, der MG S6, schnitt besser ab und überbot das Werksversprechen um mehr als drei Prozent.
Insgesamt bleibt das Ergebnis des Tests positiv: Moderne Elektroautos liefern im Sommer bzw. auch schon bei milden Temperaturen von 12 bis 18 Grad verlässliche, praxisnahe Reichweiten.
So holst du mehr Kilometer aus dem Akku
- Kleine Felgen aufziehen: Grosse Räder fressen Strom. Wer eine Felgengrösse kleiner wählt, spart pro 100 Kilometer rund eine Kilowattstunde Energie. Das reicht bereits aus, um im Winter den Innenraum zu heizen.
- Die Motorbremse nutzen: Beim Bremsen gewinnt das E-Auto Strom zurück (Rekuperation). Vor allem im Stadtverkehr und bergab füllt dieses Prinzip die Batterie. Wer die Motorbremswirkung manuell hochstellt, maximiert diesen Effekt.
- Vorausschauend vom Gas gehen: Der Sparprozess beginnt oft schon beim Segeln. Sobald der Fuss vom Pedal genommen wird, bremst der Motor und lädt den Akku.
- Gezielter heizen: Die klassische Luftheizung ist ein Energieverschwender. Nutzen Sie stattdessen die Sitz- und Lenkradheizung. Sie wärmen den Körper direkt und verbrauchen deutlich weniger Strom.
Verwendete Quellen:
- ecomento.de: "Neuer BMW iX3 fährt bei Sommer-Reichweitentest in Norwegen am weitesten"
- speedme.ru: "Bis zum letzten Elektron: BMW iX3 schlägt 23 Konkurrenten und das eigene Datenblatt"
- autobild.de: "Reichweiten-Praxistest mit 24 Elektroautos: BMW fährt am weitesten, China-SUV überrascht"
- adac.de: "E-Auto: Die wichtigsten Praxis-Tipps für mehr Reichweite"
- kroschke.de: "Mehr Reichweite beim E-Auto"

