International
USA

Trump ätzt erneut gegen Merz

President Donald Trump, right, talks with German Chancellor Friedrich Merz during a meeting in the Oval Office at the White House, Tuesday, March 3, 2026, in Washington. (AP Photo/Mark Schiefelbein)
D ...
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und US-Präsident Donald Trump.Bild: keystone

Trump ätzt erneut gegen Merz

30.04.2026, 16:2930.04.2026, 16:30

US-Präsident Donald Trump legt nach einer jüngsten Attacke gegen Friedrich Merz nach: «Der deutsche Bundeskanzler sollte mehr Zeit darauf verwenden, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Bild

Er warf Merz vor, im Ukraine-Krieg bislang «völlig wirkungslos» gewesen zu sein. Zudem müsse er Deutschland wieder in den Griff bekommen, anstatt sich in andere Angelegenheiten einzumischen.

Trumps Kritik kommt nur knapp einen Tag nach seiner Drohung eines US-Truppenabzugs. Der Präsident hatte eine entsprechende Überprüfung angekündigt, eine Entscheidung solle in Kürze fallen.

Merz: Verhältnis «aus meiner Sicht» unverändert gut

Schon Dienstag hatte Trump den deutschen Politiker scharf angegriffen. «Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!», schrieb der Republikaner auf Truth Social. Bereits zu diesem Zeitpunkt behauptete Trump, «dass es Deutschland so schlecht geht, sowohl wirtschaftlich als auch in anderer Hinsicht!». Er warf Merz vor, damit einverstanden zu sein, dass der Iran über Atomwaffen verfüge, und lobte sein eigenes Vorgehen.

Gemessen an Trumps Äusserungen schien das persönliche Verhältnis der beiden auf einem neuen Tiefpunkt angelangt zu sein. Merz trat diesem Eindruck am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Berlin allerdings entgegen. «Das persönliche Verhältnis zwischen dem amerikanischen Präsidenten und mir ist – jedenfalls aus meiner Sicht – unverändert gut», sagte er. «Wir sind nach wie vor in guten Gesprächen miteinander.» (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Gegen Trump: Weltweite No-Kings-Proteste
1 / 11
Gegen Trump: Weltweite No-Kings-Proteste

Unweit des Kapitols in Washington D.C. wurden die No-Kings-Proteste an einer Gebäudewand angekündigt.

quelle: keystone / julia demaree nikhinson
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
19 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Beluga
30.04.2026 16:55registriert Mai 2018
Wie kann Merz einen Krieg beenden, den Dummy 24h nach seinem Amtsantritt beendet hat?

Was macht eigentlich Trump Friedensrat?
Wo sind die Epstinfiles?
372
Melden
Zum Kommentar
avatar
Apropopos
30.04.2026 17:06registriert Mai 2025
Kannte mal jemand, der sagte "Was juckt es eine Eiche, wenn ein Frischling sich an ihr scheuert." Einfach machen lassen, den Friedenspräsidenten. Äh, wie geht es eigentlich den Epstein files?
272
Melden
Zum Kommentar
avatar
goodbunny
30.04.2026 16:40registriert Februar 2026
Jänu. Diese Woche ist halt der deutsche Kanzler dran. Übermorgen dann vielleicht der König von Norwegen oder der Präsident der Türkei. Wer weiss das schon. Popcorn auspacken und dem amerikanischen Empire beim Weg in die Isolation zukucken. 🤷🏻‍♂️
211
Melden
Zum Kommentar
19
Ex-Nato-Chef wirbt für Aufbau von neuem Bündnis – ohne USA
Der frühere Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen wirbt für ein neues Bündnis demokratischer Staaten, das notfalls auch den USA die Stirn bieten kann.
«Seit meiner Kindheit habe ich die USA bewundert und die Vereinigten Staaten als natürliche Führungskraft der freien Welt betrachtet», sagte Rasmussen zum Copenhagen Democracy Summit an diesem Dienstag dem Nachrichtenagentur-Netzwerk Democracy News Alliance (DNA), dem auch die Deutsche Presse-Agentur angehört. Nun scheine es aber so, dass US-Präsident Donald Trump sein Land aus dieser Rolle zurückziehe. «Deshalb brauchen wir eine neue Führungskraft der freien Welt», sagte er.
Zur Story