Trump will NBA-Finalspiel in New York besuchen – Fans toben
Bis vor Kurzem waren die Fans der New York Knicks so richtig in Partylaune: Das Team steht erstmals seit 1999 im NBA-Final und hat die ersten beiden Spiele gegen die San Antonio Spurs gewonnen. Noch zwei Siege, dann holen die Knicks den Titel. Am Montag steht das dritte Spiel an – und die Knicks-Fans sind heiss drauf.
Doch die Vorfreude wurde vergangene Woche unerwartet getrübt, als US-Präsident Donald Trump ankündigte, mindestens eines der Spiele persönlich besuchen zu wollen. Eingeladen worden war er vom Besitzer der Knicks, James Dolan.
Das hat Folgen für die Basketballfans. Die Public Viewings rund um den Madison Square Garden, wo das Spiel am Montag ausgetragen wird, wurden gestrichen. Ausserdem wurden die Fans angewiesen, mindestens zwei Stunden im Voraus zum Spiel zu kommen, weil die Sicherheitsmassnahmen wegen Trump erhöht wurden. Taschen sind auf dem Gelände nicht erlaubt.
— NEW YORK KNICKS (@nyknicks) June 6, 2026
Die New Yorker Polizei erklärte in einer Stellungnahme, dass die Massnahmen gemeinsam mit dem Secret Service festgelegt wurden. Sie würden voraussichtlich nur für Spiel 3 gelten, man erwarte, dass die Public Viewings für Spiel 4 wieder normal stattfinden.
Das hängt natürlich von Trump ab, der ebenfalls langjähriger Knicks-Fan ist, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Sollte er beim womöglich entscheidenden Spiel 4 ebenfalls zugegen sein und die Public Viewings erneut geschlossen sein, könnte dies für die Polizei zur Herausforderung werden.
Schon ohne Besuch des US-Präsidenten habe sie bei den öffentlichen Partys alle Hände voll zu tun. Bei Spiel 2, das am Freitag in San Antonio ausgetragen wurde, kam es rund um den Madison Square Garden zu mehr als einem Dutzend Verhaftungen. Im und rund um den MSG waren rund 1000 Polizeibeamte im Einsatz.
Trump und Mamdani beim selben Spiel
Und Trumps Besuch hat es ohnehin in sich. Seit seinem Amtsantritt mied er New York, schreibt die New York Times. Das, obwohl er in Queens aufgewachsen ist und in der Stadt zu Ruhm und Reichtum gekommen war.
Mittlerweile ist Zohran Mamdani Bürgermeister von New York – ein erklärter Trump-Gegner, der sich auch schon öffentlich einen Schlagabtausch mit dem Präsidenten geliefert hat. Auch er will laut der Times das Spiel live mitverfolgen. Trotz ihrer Differenzen sagte Mamdani am Freitag in einem Radiointerview, dass jeder und jede willkommen sei, «der oder die in diesem Moment mit den Knicks mitfiebere».
Wütende Fans wollen Trump ausbuhen
Nicht alle scheinen jedoch so offen: So erklärte der Sportkommentator und Moderator von Radio SiriusXM, Stephen A. Smith, Trump solle dem Spiel fernbleiben. «Ich will ihn dort nicht haben», sagte er in seiner Radioshow. Sollte Trump seine Pläne durchziehen, befürchtet Smith ein Chaos in der Stadt.
Auch die Fans sind sauer. «Der König kehrt in den Madison Square Garden zurück», schreibt ein X-User. «Der erste Final seit verflucht 20 Jahren und wir müssen einen verfluchten kriminellen Kinderschänder mit rekordtiefen Zustimmungswerten dabei haben, der die Stimmung killt», erklärt ein anderer. «All das zu tun, damit ein Vergewaltiger in der ersten Reihe bei deinem Spiel sitzt, ist verrückt», so ein anderer Kommentar.
Einige Fans kündigen auch Aktionen an. «Er wird ausgebuht werden wie noch nie zuvor», schreibt ein User. «Am Montag will ich jeden New Yorker im MSG ‹Fuck You Trump› sagen hören», heisst es weiter. «Ich hoffe, die Buhrufe werden unsere Vorfahren wecken, kommt am Montag», kommentiert ein anderer User.
Andere wiederum rufen zu Mässigung auf. Ein Trost für die Fans: Nicht alle Public Viewings in New York wurden gestrichen, lediglich jene direkt beim Madison Square Garden. Doch die Tickets für andere Standorte wie den Central Park sind praktisch vergriffen. Noch können sie hoffen, beim Entscheidungsspiel wieder die ganze Stadt in Beschlag zu nehmen.
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