Gesellschaft & Politik
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Bunga Bunga

Berlusconi hat genug, er streicht 14 Girls von seiner Gehaltsliste

Silvio Berlusconi muss sparen. Deshalb hat er 14 Models und Tänzerinnen, die bisher seine Partys schmückten, die monatliche Apanage von 2500 Euro gestrichen. 

24.01.14, 18:04 24.01.14, 18:16


Silvio Berlusconi kann es sich seine Partygirls nicht mehr leisten. Ausserdem sucht er eine günstige Wohnung. Sein Palast kostet ihn 2,1 Millionen Euro Jahresmiete. Diese Schritte gehörten zu einer Reihe von Ausgabenkürzungen bei dem 77-jährigen, hiess es in Presseberichten vom Freitag. Nach einer Reihe von Fehlinvestitionen und angesichts seiner kostspieligen Scheidung von seiner Ehefrau Veronica Lario müsse der frühere Ministerpräsident und Milliardär den Gürtel enger schnallen, berichtete «La Repubblica». 

Unterdessen hat die italienische Justiz Ermittlungen gegen den früheren Regierungschef Silvio Berlusconi und weitere Verdächtige wegen Zeugenbeeinflussung im sogenannten Rubygate-Prozess eingeleitet. Neben Berlusconi ermittle die Justiz gegen 45 Verdächtige, teilte der Staatsanwalt von Mailand, Edmondo Bruti Liberati, am Donnerstag mit. Darunter seien Anwälte des ehemaligen Ministerpräsidenten sowie mehrere junge Frauen.

42 Frauen mit Monatsgehältern finanziert

Berlusconi selber hatte im April 2012 berichtet, dass er insgesamt 42 junge Frauen finanziere, die in die Ruby-Affäre involviert sind. Die Zahlung der «Monatsgehälter» dieser Frauen war laut der Zeitung „Repubblica“ Anfang dieses Jahres ausgesetzt worden, da Berlusconi Ermittlungen wegen Zeugenbestechung befürchtete. Berlusconi selbst zeigte sich über die neuen Ermittlungen gegen ihn empört. Trotz der Justizverfolgung werde er bis zuletzt kämpfen, um seine Unschuld zu beweisen. Auf sein politisches Engagement werde er nicht verzichten, beteuerte Berlusconi. 

Ein Gericht in Mailand hatte Berlusconi in dem ursprünglichen Prozess Ende Juni wegen Prostitution Minderjähriger und Amtsmissbrauchs in erster Instanz zu sieben Jahren Haft verurteilt. Berlusconi reichte dagegen Berufung ein. Das Gericht sah es laut Urteil als erwiesen an, dass Berlusconi im Jahr 2010 in seiner Villa bei Mailand Sex-Partys veranstaltete und dabei auch die damals 17-jährige Karima al-Mahrough alias Ruby Rubacuore für Sex bezahlte. Später soll Berlusconi bei der Polizei darauf hingewirkt haben, dass die wegen Diebstahls festgenommene Ruby freigelassen wurde. (sda/whr)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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