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Linksextremistische Partei errichtet Lenin-Statue in Westdeutschland

20.06.2020, 17:2620.06.2020, 17:36

Vor der Zentrale der linksextremistischen Partei MLPD in der westdeutschen Stadt Gelsenkirchen ist am Samstag eine Statue des russischen Revolutionsführers Wladimir Iljitsch Lenin (1870-1924) errichtet worden. Die mit einem roten Tuch verhüllte Statue aus dem Jahr 1957 wurde am Ende eines Festakts enthüllt.

Bild: keystone

An zwei Gegendemonstrationen nahmen mehr als 50 Menschen teil. Unter den Gegendemonstranten seien auch Angehörige rechter Gruppierungen gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Die Statue wurde 1957 in der Tschechoslowakei gegossen. Sie ist über zwei Meter gross und steht zur Strasse hin auf einem Gelände, das der vom Verfassungsschutz (Inlandsgeheimdienst) beobachteten Partei gehört.

Bild: keystone

Das Aufstellen der Statue ist hochumstritten: Ein von der Stadt erlassener Baustopp war vom Oberverwaltungsgericht NRW kassiert worden. Lenin stehe für Gewalt, Unterdrückung, Terror und schreckliches menschliches Leid, hatte die Bezirksvertretung Gelsenkirchen-West in einer Resolution festgestellt. Die MLPD-Vorsitzende Gabi Fechtner hält Lenin dagegen laut einer Verlautbarung für einen «weltgeschichtlich bedeutenden Vordenker und Vorkämpfer für Freiheit und Demokratie für die Massen».

Nachdem sie die Aufstellung nicht verhindern konnte, setzt die Stadt auf Aufklärung: Unter dem Titel #keinplatzfuerlenin startete die Kommune ebenfalls am Samstag ein Online-Videoprojekt. Im benachbarten Schloss Horst zeigt die Stadt ausserdem eine Ausstellung über die Geschichte des Kommunismus.

Die MLPD (Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands) ist eine Splitterpartei, die bei Wahlen kaum über 0,1 Prozent hinauskommt. Laut Medienberichten hat sie aber immer wieder grössere Geldbeträge von privaten Spendern erhalten. (sda/dpa)

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Eisbaden in Russland

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Putin kann auch Piano spielen. Also er versucht es zumindest

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