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Der Streik ist zwar beendet – doch noch läuft's nicht flüssig.
Der Streik ist zwar beendet – doch noch läuft's nicht flüssig.
Bild: EPA

Weitere Flugausfälle bei Lufthansa erwartet – Schweiz nur leicht betroffen

09.11.2019, 09:48

Auch nach dem Ende der zweitägigen Streiks am Donnerstag und Freitag dürfte der Flugverkehr bei Lufthansa nicht gleich flüssig laufen. Die Airline erwartet einige Flugabsagen und Verzögerungen, weil Maschinen und Crews noch nicht an den Einsatzorten sind.

Man wolle aber so schnell wie möglich zum normalen Flugplan zurückkehren, sagte ein Sprecher in der Nacht auf Samstag.

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport rechnet zudem mit Andrang, da viele Passagiere wegen der Streiks der Flugbegleitergewerkschaft Ufo am Donnerstag und Freitag umgebucht hatten. Einige seien auf den heutigen Samstag ausgewichen.

Zugleich gibt es etwas Hoffnung auf ein Ende des Tarifkonflikts für die rund 21'000 Lufthansa-Flugbegleiter. Ufo und die Airline wollen über eine mögliche Schlichtung beraten. Beide Seiten vereinbarten aber striktes Stillschweigen. Dem Vernehmen nach sollen die Gespräche am Sonntag an einem geheimen Ort beginnen. Man brauche die Vertraulichkeit, um schwierige juristische Fragen auszuräumen, so Lufthansa-Chef Carsten Spohr. «Wenn wir schlichten, muss das Ganze juristischen Halt haben.»

Schweiz nur geringfügig tangiert

Wegen der Streiks der Ufo hatte die Lufthansa mit einem Sonderflugplan insgesamt 1500 Flüge weltweit abgesagt. Sie sprach von rund 200'000 betroffenen Passagieren. Vor allem die Drehkreuze Frankfurt und München traf es. Die Schweiz war nur marginal betroffen.

Sollte es bei den Gesprächen kein Einlenken der Lufthansa geben, will die Ufo erneut streiken – auch bei weiteren Gesellschaften der Airline. «Entweder wir haben eine Lösung oder wir werden eben verkünden, dass es eine massive Ausweitung geben muss», sagte Ufo-Sprecher Nicoley Baublies.

Die Lufthansa vollzieht mit den angepeilten Gesprächen mit Ufo eine Kehrtwende: Sie hatte über Monate dem Ufo-Vorstand die Vertretungsberechtigung abgesprochen und jegliche Verhandlungen abgelehnt.

Ufo fordert höhere Spesen und Zulagen sowie den besseren Zugang für Saisonkräfte in reguläre Anstellungsverhältnisse. In dem gesamten Konflikt geht es aber hauptsächlich um die Frage, ob Ufo überhaupt Tarifverträge für das Kabinenpersonal durchsetzen kann. (viw/sda/dpa)

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