Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epaselect epa07980976 Flight attendants take part in a demonstration at the airport in Frankfurt am Main, Germany, 08 November 2019, during a 48 hours Lufthansa cabin crew union UFO strike that started at 00.00 on 07 November, affecting all flights in Germany.  EPA/RONALD WITTEK

Der Streik ist zwar beendet – doch noch läuft's nicht flüssig. Bild: EPA

Weitere Flugausfälle bei Lufthansa erwartet – Schweiz nur leicht betroffen



Auch nach dem Ende der zweitägigen Streiks am Donnerstag und Freitag dürfte der Flugverkehr bei Lufthansa nicht gleich flüssig laufen. Die Airline erwartet einige Flugabsagen und Verzögerungen, weil Maschinen und Crews noch nicht an den Einsatzorten sind.

Man wolle aber so schnell wie möglich zum normalen Flugplan zurückkehren, sagte ein Sprecher in der Nacht auf Samstag.

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport rechnet zudem mit Andrang, da viele Passagiere wegen der Streiks der Flugbegleitergewerkschaft Ufo am Donnerstag und Freitag umgebucht hatten. Einige seien auf den heutigen Samstag ausgewichen.

Zugleich gibt es etwas Hoffnung auf ein Ende des Tarifkonflikts für die rund 21'000 Lufthansa-Flugbegleiter. Ufo und die Airline wollen über eine mögliche Schlichtung beraten. Beide Seiten vereinbarten aber striktes Stillschweigen. Dem Vernehmen nach sollen die Gespräche am Sonntag an einem geheimen Ort beginnen. Man brauche die Vertraulichkeit, um schwierige juristische Fragen auszuräumen, so Lufthansa-Chef Carsten Spohr. «Wenn wir schlichten, muss das Ganze juristischen Halt haben.»

Schweiz nur geringfügig tangiert

Wegen der Streiks der Ufo hatte die Lufthansa mit einem Sonderflugplan insgesamt 1500 Flüge weltweit abgesagt. Sie sprach von rund 200'000 betroffenen Passagieren. Vor allem die Drehkreuze Frankfurt und München traf es. Die Schweiz war nur marginal betroffen.

Sollte es bei den Gesprächen kein Einlenken der Lufthansa geben, will die Ufo erneut streiken – auch bei weiteren Gesellschaften der Airline. «Entweder wir haben eine Lösung oder wir werden eben verkünden, dass es eine massive Ausweitung geben muss», sagte Ufo-Sprecher Nicoley Baublies.

Die Lufthansa vollzieht mit den angepeilten Gesprächen mit Ufo eine Kehrtwende: Sie hatte über Monate dem Ufo-Vorstand die Vertretungsberechtigung abgesprochen und jegliche Verhandlungen abgelehnt.

Ufo fordert höhere Spesen und Zulagen sowie den besseren Zugang für Saisonkräfte in reguläre Anstellungsverhältnisse. In dem gesamten Konflikt geht es aber hauptsächlich um die Frage, ob Ufo überhaupt Tarifverträge für das Kabinenpersonal durchsetzen kann. (viw/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das sind die sichersten Airlines der Welt

Was uns das Flugpersonal EIGENTLICH sagen will

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Vergiftete Böden und Kinderarbeit – was sich Schweizer Firmen im Ausland alles erlauben

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Konzern-Initiative ab. Sie soll Schweizer Unternehmen bei Rechtsverstössen im Ausland stärker haftbar machen. Höchste Zeit also, um sich ein paar Beispiele von bis jetzt ungeahndeten Menschenrechts- und Umweltvergehen anzusehen.

Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung: Bereits am 29. November kann das Schweizer Stimmvolk erneut wählen gehen. Zum Beispiel über die Konzernverantwortungsintiative. Diese fordert, dass globale Konzerne mit Sitz in der Schweiz einem zwingenden Regelwerk unterstellt sind, wenn es um die Beachtung von Menschenrechten und Umweltschutz bei ihren weltweiten Tätigkeiten geht.

Oder einfach gesagt: Schweizer Unternehmen und ihre Tochterfirmen könnten für ihre Tätigkeiten im Ausland rechtlich …

Artikel lesen
Link zum Artikel