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Iran

Bericht: Trump sabotierte mit Social-Media-Posts Iran-Deal

President Donald Trump listens in the Oval Office of the White House, Saturday, April 18, 2026, in Washington. (AP Photo/Julia Demaree Nikhinson)
Donald Trump
Kann die Finger nicht stillhalten: US-Präsident Donald Trump sabotierte laut einem Bericht die Verhandlungen seiner Beamten mit Social-Media-Posts.Bild: keystone

US-Beamte waren laut Bericht kurz vor Deal mit Iran – dann fing Trump an zu posten

Donald Trump machte seinen Unterhändlern laut einem Medienbericht einen Strich durch die Rechnung bei der Verhandlung eines Deals mit dem Iran – er liess in einem ungünstigen Moment eine Serie von Social-Media-Posts los.
21.04.2026, 07:4721.04.2026, 08:10

Die Lage rund um den Iran-Krieg ist verworren. Immer wieder gibt es widersprüchliche Aussagen beider Kriegsparteien. Während offiziell derzeit nicht mehr verhandelt wird, berichtet CNN, dass US-Beamte noch am Wochenende kurz davor standen, einen Deal mit dem Iran abzuschliessen.

Doch dann machte offenbar ausgerechnet Donald Trump diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. So berichten einige Mitarbeiter der US-Regierung gegenüber dem Nachrichtensender anonym, dass Trumps Social-Media-Posts, die er am Wochenende absetzte, in einem sehr ungünstigen Moment kamen und die Iraner abschreckten respektive verärgerten.

Trump setzte auf Social Media am Wochenende eine ganze Serie von Posts ab, in denen er die Öffentlichkeit über angebliche Fortschritte und Zugeständnisse der Iraner unterrichtete. Der US-Präsident schrieb unter anderem, dass die Iraner einer Reihe von Bedingungen der USA zugestimmt hätten – auch solchen, die sehr umstritten sind, wie beispielsweise der Übergabe des angereicherten Urans und der Aussetzung des Atomprogramms.

Daraufhin dauerte es nicht lange, bis iranische Offizielle eine mögliche Einigung bei heiklen Punkten dementierten. Zudem wurden über die staatlichen Nachrichtenagenturen Meldungen verbreitet, wonach die iranische Regierung nicht mehr zu einer neuen Verhandlungsrunde mit den USA bereit sei.

Laut den Aussagen eines Insiders gegenüber CNN seien die Iraner, die ihrerseits mit Machtkämpfen zwischen der politischen und militärischen Elite beschäftigt sind, insbesondere verärgert gewesen sein, weil Trumps Tweets suggerierten, dass die USA die Verhandlungen diktierten.

«Die Iraner schätzten es nicht, dass der US-Präsident über soziale Medien verhandelte und den Eindruck erweckte, sie hätten Bedingungen abgesegnet, denen sie noch nicht zugestimmt hatten und die bei ihrem Volk zu Hause nicht beliebt sind.»

Das iranische Regime will demzufolge um jeden Preis verhindern, schwach zu wirken. Wie es nun weitergeht, ist unklar. Die 14-tägige Waffenruhe läuft in der Nacht auf Donnerstag (Schweizer Zeit) aus. Beide Seiten geben sich öffentlich bisher unnachgiebig.

Die Sprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, hatte in der Nacht auf Dienstag zwar erneut behauptet, man stehe kurz vor einem für die USA «guten Deal», der besser als das von Barack Obama abgeschlossene und von Trump gekündigte Atomabkommen sei. Angesichts der jüngsten Ereignisse scheint ein rascher Verhandlungserfolg aber fraglich. Laut der CNN-Quelle sollen neue Versuche für die Aufnahme von Gesprächen am Mittwochabend erfolgen. Die Lage sei allerdings «dynamisch».

(con)

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139 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Xicotencatl Axayacatl
21.04.2026 08:16registriert August 2024
Hört endlich auf, von „Deals“ zu sprechen und zu schreiben! Staaten sind keine Unternehmen oder Händler, sie treffen Vereinbarungen und unterschreiben Abkommen. Die Normalisierung des Trumpssprechs ist nicht akzeptabel.
Ganz abgesehen davon sind „Deals“ à la Trump nichts wert, nicht fair und nicht verlässlich, wie „Deals“ eigentlich sein sollten. Von daher doppelt und dreifach unangebrachtes Vokabular.
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Militia... is back!
21.04.2026 08:02registriert August 2025
Tja, der Typ konnte schon Business nicht und Diplomatie erst recht nicht. Quiet piggy!
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Rikki-Tiki-Tavi
21.04.2026 07:56registriert April 2020
Setzt ihn endlich ab! Diese Orange Katastrophe
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