Frankreich
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ZUM ERSTEN WAHLGANG DER PRAESIDENTENWAHLEN IN FRANKREICH AM SONNTAG, 23. APRIL 2017, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL DER KANDIDATEN ZUR VERFUEGUNG - French conservative presidential candidate Francois Fillon and his wife Penelope appear during a rally in Paris, Sunday, March 5, 2017. Fillon is urging his supporters not to

Die Vorwürfe werden immer happiger: François Fillon und seine Ehefrau Penelope.  Bild: AP

Hat Fillons Ehefrau 680'000 Euro eingestrichen, ohne dafür zu arbeiten? 



In der Scheinbeschäftigungsaffäre um den französischen Präsidentschaftskandidaten François Fillon hat die Justiz nun auch ein Ermittlungsverfahren gegen dessen Ehefrau Penelope eingeleitet.

Penelope Fillon wird unter anderem der Beihilfe zur Hinterziehung von Staatsgeldern verdächtigt, wie der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag aus Justizkreisen bestätigt wurde.

Die gebürtige Britin war als parlamentarische Mitarbeiterin für ihren Mann und dessen Nachfolger in der Nationalversammlung angestellt gewesen. Die Justiz prüft, ob es sich um eine Scheinbeschäftigung handelte.

epa05874654 'Les Republicains' Right-wing party candidate for the 2017 French presidential elections, Francois Fillon leaves his home in Paris, France, 28 March 2017. Fillon's wife Penelope appeared at an investigation hearing, 27 March 2017, over well-paid parliamentary jobs that investigators suspect she never performed. Fillon's lawyer announced on 14 March 2017 that Francois Fillon was officially charged for several offences including the related misuse of public funds over the 'fake jobs' scandal known as 'Penelopegate'.  EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON

Soll seiner Ehefrau ein lukratives Einkommen ermöglicht haben, ohne dass sie dafür gearbeitet hat: François Fillon. Bild: CHRISTOPHE PETIT TESSON/EPA/KEYSTONE

Die Vorwürfe belasten Fillons Wahlkampf seit Wochen schwer. Gegen den Konservativen war bereits Mitte März ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden.

Seit Ende Januar gibt es im Wochentakt neue Enthüllungen um Fillon, der seine Frau und seine Kinder im Parlament beschäftigte. Der 63 Jahre alte Ex-Premier und einstige Hoffnungsträger ist selbst mit einem Ermittlungsverfahren konfrontiert – angesichts des Umfangs der Vorwürfe ein einmaliger Vorgang.

«Schwerer Betrug und Fälschung»

Erst am Dienstag vergangener Woche hatte die Pariser Justiz die Ermittlungen ausgeweitet – es gehe um den Verdacht des «schweren Betrugs und der Fälschung», hiess es.

Die Zeitung «Le Monde» berichtete, die Pariser Finanzstaatsanwaltschaft habe am 16. März den Ermittlungsrichtern zusätzliche Unterlagen übergeben. Die Justiz frage sich, ob die Eheleute möglicherweise falsche Dokumente ausstellten, um die Gehälter für Fillons Ehefrau zu rechtfertigen.

Scheinbeschäftigung

Als Abgeordneter bezahlte Fillon seine Frau jahrelang als parlamentarische Mitarbeiterin, für insgesamt rund 680'000 Euro abzüglich der Sozialbeiträge. Als Senator beschäftigte er ausserdem zwei seiner Kinder.

In der Affäre geht es zudem um eine Beschäftigung von Penelope Fillon beim Magazin «La Revue des Deux Mondes». Auch hier besteht der Verdacht einer Scheinbeschäftigung.

Wegen der Affäre und immer neuer Enthüllungen ist der lange als Präsidentschaftsfavorit gehandelte Fillon in den Umfragen abgestürzt und liegt inzwischen klar hinter dem parteilosen Emmanuel Macron und der Rechtspopulistin Marine Le Pen. Fillon hat die Scheinbeschäftigungs-Vorwürfe stets zurückgewiesen und spricht von einer politischen Schmutzkampagne.

Fillon hält an Kandidatur fest

Vergangene Woche warf Fillon dem sozialistischen Staatschef François Hollande vor, mit einem «schwarzen Kabinett» hinter den Medien-Enthüllungen zu stecken – ein Vorwurf, den Hollande empört zurückwies.

Trotz des Ermittlungsverfahrens und seines Niedergangs in den Umfragen hält der 63-jährige Konservative an seiner Präsidentschaftskandidatur weiter fest. Die Präsidentschaftswahl in Frankreich findet in zwei Runden am 23. April und 7. Mai statt. (sda/dpa/afp)

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Philipp Burri 29.03.2017 06:15
    Highlight Highlight Die "Bürgerlichen" sind halt überall gleich. Korruption und Vetterliwirtschaft hüben wie drüben und die grösste Frechheit ist, dass sie ihr handeln dann noch als rechtens empfinden. Man kann Leute nur bemitleiden, die sowas wählen.
    • Tilman Fliegel 29.03.2017 06:43
      Highlight Highlight Es lebe das Stereotyp. Etwa genau so intelligent, wie die gewalttätige Demonstranten als typische Linke zu bezeichnen.
    • Philipp Burri 29.03.2017 07:51
      Highlight Highlight Für dich ist es ein Stereotyp für mich ein statistischer Erwartungswert.
    • Slavoj Žižek 29.03.2017 08:13
      Highlight Highlight @burri you a dreamer duu 😂😂
  • Enzasa 29.03.2017 04:30
    Highlight Highlight Wer ist schon ohne Fehler?
    Wer Fehler macht und die Konsequenzen trägt hat Charakter.
    Alle anderen sind es definitiv nicht wert irgendwelche Führungspositionen zu bekleiden
    • _kokolorix 29.03.2017 06:45
      Highlight Highlight Mit dem Anfang bin ich einverstanden.
      Aber das mit dem Tragen der Konsequenzen und dem Charakter?
      Welcher fehlbare Politiker hat jemals die Konsequenzen seines Tuns getragen?
      Die Realität sieht doch eher so aus, dass geleugnet wird bis es nicht mehr geht und man dann den Abgang in einen unverdienten, bequemen Ruhestand macht wo man das ergaunerten Vermögen geniessen kann, während die hunderttausenden von Betrogenen die Konsequenzen bis an ihr Lebensende ertragen müssen.
      Fillon ist das Paradebeispiel dafür, wir sollten froh sein, dass er wohl nicht Präsident wird
    • Reli 29.03.2017 07:22
      Highlight Highlight Enzasa hat ja gar nicht gesagt, dass Fillon Konsequenzen gezogen hat. Ist voll in Ordnung wie es da steht
    • zsalizäme 29.03.2017 10:10
      Highlight Highlight @Enzasa
      Einverstanden. Wenn er dann die Konsequenzen tragen würde.

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