DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Sunrise darf UPC Schweiz übernehmen – keine Einwände der Weko

26.09.2019, 08:50

Die Wettbewerbskommission winkt die Übernahme von UPC Schweiz durch Sunrise durch. Der Milliarden-Deal ist damit aber noch nicht in trockenen Tüchern. Mit der Kapitalerhöhung wartet noch eine grosse Hürde.

Von der Schweizer Wettbewerbskommission (Weko) hat Sunrise grünes Licht zum milliardenteuren Kauf von UPC bekommen. Die Genehmigung wurde ohne Bedingungen oder Auflagen erteilt. Sunrise rechnet nun bis Ende November 2019 mit dem Vollzug der Transaktion, wie die Telekomfirma am Donnerstag mitteilte.

Sunrise werde mit dem Deal zum zweitgrössten Telekommunternehmen der Schweiz, hiess es in einer separaten Mitteilung der Weko. Aber der Zusammenschluss werde nicht zu einer gemeinsamen Marktbeherrschung mit Swisscom führen, wurde die Genehmigung begründet. Die Übernahmekommission erwarte vielmehr eine Belebung des Wettbewerbs.

Denn im Gegensatz zum Zusammenschlussvorhaben Sunrise/Orange, das die Weko im April 2010 untersagt hatte, würden sich Sunrise und UPC Schweiz in vielen Bereichen ergänzen, hiess es weiter.

Stolperstein Kapitalerhöhung

Mit der Genehmigung der Weko stehen der Transaktion somit keine weiteren regulatorischen Hürden mehr im Weg. Ein grosser Stolperstein lauert allerdings noch.

Denn die Sunrise-Aktionäre müssen einer Kapitalerhöhung um satte 4,1 Milliarden Franken zustimmen, damit Sunrise den Kauf überhaupt stemmen kann. Diese will 6,3 Milliarden Franken für UPC auf den Tisch legen.

Die Transaktion stösst allerdings bei gewichtigen Aktionären auf Ablehnung und wird von diesen bekämpft. Vor allem die deutsche Freenet stellt sich gegen den Deal und wird auch die Kapitalerhöhung ablehnen. Freenet hält rund 25 Prozent der Sunrise-Aktien.

Unterstützt wird Freenet vom aktivistischen Investor Active Ownership Capital (AOC) und weiteren Aktionären. Neben dem Preis stören sie sich vor allem am Volumen der geplanten Kapitalerhöhung.

Showdown im Oktober

Jüngst haben sich aber auch Befürworter der Transaktion zu Wort gemeldet. «Die Transaktion macht strategisch extrem viel Sinn», sagte etwa einer der zehn grössten Aktionäre der Nachrichtenagentur Reuters. Diesem hätten sich zwei weitere der 20 gewichtigsten Anteilseigner angeschlossen.

Nun wurde auch festgelegt, wann der «Showdown» stattfinden soll. Die ausserordentliche Generalversammlung, an der sich Sunrise das «Ok» für die Kapitalerhöhung holen will, wird im Oktober stattfinden. Und zwar «voraussichtlich» am 23. Oktober. (awp/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

35 schrecklich lustige Panorama-Fails

1 / 37
35 schrecklich lustige Panorama-Fails
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Der Chef kämpft gegen die Smartphone-Plage

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

16 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Ralf Beyeler
26.09.2019 07:40registriert März 2017
Es ist sehr schade, dass es keine Auflagen gibt. Optimal wäre gewesen, wenn die Weko die Sunrise verpflichtet hätte, dass Sunrise das Kabelnetz auch der Konkurrenz zur Verfügung stellen müsste.

Nur rund ein Drittel der Schweizer können echtes Glasfaser nutzen und haben damit die Auswahl. Ein grosser Teil der Schweizer können nur das Monopol-Angebot von UPC/Sunrise nutzen, wenn sie schnelles Internet wollen. Dies weil das Swisscom-Netz an vielen Orten zu schlecht ist und es kein Glasfasernetz gibt.
4229
Melden
Zum Kommentar
16
Smartphones mit schwachem Empfang strahlen besonders stark, warnt Experte

In der Schweiz sind derzeit rund 3000 Einsprachen gegen neue 5G-Antennen für den Mobilfunk hängig. Das Problem ist laut dem Umwelt-Epidemiologen Martin Röösli aber nicht die Abstrahlung der Antennen, sondern der Handys.

Zur Story