Ja zur Individualbesteuerung ++ Deutliches Nein zur SRG-Initiative
Das Wichtigste in Kürze:
- Am 8. März finden die ersten Abstimmungen des Jahres statt. Auf nationaler Ebene stimmen wir über vier Vorlagen ab: die Bargeld-Initiative, die SRG-Halbierungs-Initiative, die Klimafonds-Initiative und die Individualbesteuerung.
- Gemäss den Hochrechnungen gibt es ein Nein zur SRG-Halbierungs-Initiative, ein Ja zur Individualbesteuerung, ein Nein zur Klima-Fonds-Initiative, ein Nein zur Bargeld-Initiative und ein Ja zum Gegenvorschlag zur Bargeld-Initiative.
- Auf kantonaler Ebene finden ebenfalls diverse Abstimmungen und Wahlen statt, auch in der Stadt Zürich wird gewählt.
- Hier findest du alle News im Liveticker.
Eine letzte Gemeinde fehlt
Warten auf Fribourg
Bargeld-Initiative scheitert am Ständemehr
Basel-Stadt erklärt Pannen-Stimmen vorerst nicht für ungültig
Der aktuelle Fehler bei elektronisch abgegeben Stimmen entspreche keinem der gesetzlichen Ungültigkeitsgründe. Sie als ungültig zu bezeichnen, würde auch den falschen Eindruck erwecken, die betreffenden Stimmberechtigten hätten fehlerhaft abgestimmt, heisst es im Communiqué. Dies sei aber nicht der Fall, da die Stimmabgaben «mutmasslich eindeutig lesbar wären».
Vorläufig und bis zur Erwahrung der Abstimmungsergebnisse durch den Bundesrat ist es noch möglich, im Falle einer Lösung des technischen Problems die Stimmen zu berücksichtigen, wie die Staatskanzlei weiter schreibt. Daher wartet sie mit der Publikation der Resultate im Kantonsblatt bis zum letztmöglichen Termin zu, dem 21. März 2026.
2048 Auslandschweizerinnen und -schweizer sowie Stimmberechtigte mit Behinderungen haben ihre Stimmen elektronisch abgegeben, wie es weiter heisst. Am Freitag stellte sich heraus, dass diese aufgrund eines technischen Problems nicht gelesen geschweige denn gezählt werden können.
Das Problem besteht bei der Verwendung der USB-Sticks, die zur Entschlüsselung der Urne notwendig sind. Es besteht gemäss Staatskanzlei keine Verbindung zum E-Voting-System der Schweizer Post und es deutet nichts auf eine Manipulation durch Dritte hin. (sda)
Wer Bargeld will, soll es benutzen
Bargeld-Gegenvorschlag schafft die Ständemehr-Hürde
Das sagt Wille zum Abstimmungserfolg
Vincenz-Stauffacher nach Ja zur Individualbesteuerung
Mitte will an «Fairness-Initiative » festhalten
Man sei sich zwar einig: Die Bevölkerung wolle, dass die sogenannte Heiratsstrafe abgeschafft werde. Aber die Debatte sei noch nicht abgeschlossen, sagte die Zürcher Nationalrätin.
Die Initiative der Mitte «Für faire Steuern auch für Ehepaare» werde noch in diesem Jahr zur Abstimmung kommen, rief die Partei in einer Mitteilung vom Sonntag in Erinnerung.
«Jede Familie soll die Freiheit haben, ihr Lebensmodell ohne staatliche Anreize zu wählen», wird Parteipräsident Philipp Matthias Bregy dort zitiert. Die Initiative der Mitte für faire Steuern sei die einzige Lösung, die kein Familienmodell diskriminiere, so der Walliser Nationalrat weiter.
Diese Initiative ermögliche es, die Heiratsstrafe abzuschaffen, ohne neue Ungerechtigkeiten zu schaffen oder Kantone und Gemeinden Millionen von Franken zu kosten. Dank der alternativen Steuerberechnung könne die steuerliche Benachteiligung von Ehepaaren einfach beseitigt werden - systemkonform und ohne neue Nachteile. (sda)
Jetzt ist fix
SRG sieht Bedeutung eines starken Medienplatzes Schweiz bestätigt
Die SRG freut sich in ihrer Stellungnahme über die breite Unterstützung aus «allen Teilen der Gesellschaft». Das Abstimmungsergebnis sei eine Verpflichtung, alles dran zu setzen, das Publikum weiterhin «mit einem vielfältigen und starken Programm im Alltag zu begleiten», lässt sich SRG-Generaldirektorin Susanne Wille im Communiqué zitieren. «Das Abstimmungsergebnis freut, motiviert und verpflichtet uns», so Wille.
Wille sagt: «Dieser Vertrauensbeweis bekräftigt uns darin, weiter nah bei den Menschen zu bleiben, sprachregional, aber auch im digitalen Raum. Und wir führen den eingeschlagenen Weg der SRG-Transformation fort.»
Es sei gelungen, den Mehrwert der SRG für die ganze Schweiz sichtbar zu machen, so ein Zitat von Verwaltungsratspräsident Jean-Michel Cina. Zum zweiten Mal innert weniger Jahre habe sich die Stimmbevölkerung gegen eine Schwächung des Medienbetriebs ausgesprochen.
Die SRG will nun gemäss Communiqué den bereits angelaufenen Transformationsprozess «mit aller Kraft» vorantreiben und die internen Strukturen anpassen. Dieser Prozess ist unter anderem die Folge des vom Bundesrat verabschiedeten Gegenentwurfs zur Initiative, der Einsparungen in Höhe von 270 Millionen Franken zur Folge hat. (sda)
Grünen-Trede zum Klimafonds-Nein
Grober Unfug der Operation Libero

Ein erstes Schlussresultat aus dem Kanton Luzern
Luzern
Individualbesteuerung
Ausgezählt: 80/80 | Stand: Schlussresultat
52,3% Ja
47,7% Nein
SVP-Matter zum Vorschlag von SP-Schmezer
Enttäuschter Bregy: «Die Individualbesteuerung ist keine gute Lösung»
Grosse Freude bei Amelie Galladé
SP-Badran: «Die Senkung der SRG-Gebühr auf 300 Franken war ein Tabubruch»
Zweite Hochrechnung ist da
Individualbesteuerung: 56 Prozent Ja
Klimafonds-Initiative: 71 Prozent Nein
Bargeld-Initiative: 54 Prozent Nein
Gegenvorschlag: 73 Prozent Ja
Ueli Schmezer will 300-Franken-Gebühr diskutieren
Wenn nicht einmal die Grünen fürs Klima kämpfen
Grosse Freude beim Nein-Komitee der SRG-Initiative
Überraschende Reaktion von SRG-Gegner Rutz: «Ich habe Freude!»
Erste Hochrechnung ist da
Individualbesteuerung: 56 Prozent Ja
Klimafonds-Initiative: 71 Prozent Nein
Bargeld-Initiative: 55 Prozent Nein
Gegenvorschlag: 73 Prozent Ja
Lange Gesichter bei den Befürwortern der SRG-Initiative nach erstem Trend
Die Städte haben mobilisiert
Erster Trend ist da
Individualbesteuerung: Kein Trend
Klimafonds: Nein
Bargeld-Initiave: Nein
Gegenentwurf: Ja
Politologe Lukas Golder geht davon aus, dass das Nein bei der SRG-Initiative «sehr deutlich» wird. Dies sagt er in der Abstimmungssendung des SRF. Bei der Individualbesteuerung sehe es eher nach einem Ja aus, so Golder weiter.
11:53 Uhr: watson vor Ort
Das sagt der Prognosemarkt
Die ersten Ergebnisse sickern durch
Die Gemeinde Soazza aus dem Graubünden sagt mit 58,9 Prozent Nein zur Halbierungsinitiative. Ebenfalls abgelehnt wird die Vorlage zur Individualbesteuerung. Das mit rund 58 Prozent. Die Bargeld-Initaitive wird angenommen, der Gegenvorschlag auch. Der Klimafonds bleibt chancenlos.
Das Sample ist aber ziemlich klein: Abgestimmt haben in Soazza rund 140 Personen. (chmedia)
Wahlen in Zürich
Zwischenfall in Basel-Stadt
Personen, die elektronisch abstimmen wollen, sollen ihre Stimmen möglichst noch in den Wahlbriefkasten im Rathaus einwerfen oder am Sonntag im Wahllokal abstimmen, wie in der Mitteilung steht. Der Staatskanzlei sei bewusst, dass dies für Auslandschweizer Stimmberechtigte nur in Ausnahmefällen möglich sei.
Betroffen sind über 10'000 Auslandschweizerinnen und -schweizer, wie es heisst. Hinzu kämen 30 Stimmberechtigte, die aufgrund einer Behinderung zur elektronischen Stimmabgabe berechtigt seien. In der elektronischen Urne hätten sich zur Zeit der Mitteilung rund 1800 Stimmen befunden, etwa 3,4 Prozent der bisher eingegangenen Voten.
Das Problem besteht bei der Verwendung der USB-Sticks, die zur Entschlüsselung der Urne notwendig sind, wie es weiter heisst. Es bestehe keine Verbindung zum E-Voting-System der Schweizer Post und es deute nichts auf eine Manipulation durch Dritte hin. (sda)
Urnen schliessen um 12 Uhr
Darum geht es am Sonntag
Am ersten Abstimmungssonntag des Jahres stehen besonders die Individualbesteuerung und die SRG-Initiative im Fokus. Erstere will, dass alle Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz ihre eigene Steuererklärung ausfüllen müssen und letztere die Haushalts-Gebühren für die SRG auf 200 Franken reduzieren.
Ebenfalls für Aufsehen sorgen auf kantonaler Ebene eine Initiative im Kanton Genf, die den Mindestlohn für Studentinnen und Studenten senken will. Im Kanton Aargau will ein Volksbegehren die Hürden für neue Geschwindigkeits- und Rotlichtblitzer im Strassenverkehr erhöhen.
In verschiedenen Kantonen finden Wahlen statt. In Appenzell-Ausserrhoden wird etwa ein neuer Nationalrat oder eine neue Nationalrätin gesucht. In der grössten Gemeinde der Schweiz kommt es ebenfalls zu Wahlen. Die Stadt Zürich wählt den Gemeinderat, den Stadtrat und das Stadtpräsidium neu. (leo)
