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Abstimmungsresultate vom 8. März 2026: Alle Ergebnisse von Sonntag

Abstimmungen in der Schweiz am 8. März 2026: Hier alle Resultate zur Bargeld-Initiative, der SRG-Halbierungsinitiative, zur Klimafonds-Initiative und zur Individualbesteuerung live.
Am Abstimmungssonntag standen vier Vorlagen an.Bild: keystone/watson

Die Schlussresultate sind da – so hat deine Gemeinde abgestimmt

Der erste Abstimmungssonntag des Jahres ist in den Büchern. Die Schweizer Stimmbevölkerung befand am 8. März 2026 gleich über vier Vorlagen: die SRG-Halbierungsinitiative, die Individualbesteuerung, die Bargeld- und die Klimafonds-Initiative. Hier findest du die detaillierten Resultate.
08.03.2026, 21:19

Auf nationaler Ebene standen am Sonntag gleich vier Entscheidungen an. Die Schweizerinnen und Schweizer haben alle drei Initiativen bachab geschickt. Nur die Individualbesteuerung und der Gegenvorschlag zur Bargeld-Initiative kamen durch. Hier die Resultate im Detail:

Übersicht

Die Schweiz stimmt ab

LIVE

Ausgezählt: 26/26 | Stand: 07:25 Uhr

SRG-Initiative

Stand: Schlussresultat

38,1% Ja

61,9% Nein

0 Stände

23 Stände

Gemeinde

234/325

Individualbesteuerung

Stand: Schlussresultat

54,3% Ja

45,7% Nein

10 Stände

13 Stände

Gemeinde

234/325

Klimafonds-Initiative

Stand: Schlussresultat

29,3% Ja

70,7% Nein

0 Stände

23 Stände

Gemeinde

234/325

Bargeld-Initiative

Stand: Schlussresultat

45,6% Ja

54,4% Nein

9 Stände

14 Stände

Gegenvorschlag

73,4% Ja

26,6% Nein

23 Stände

0 Stände

Stichfrage

37,4% Initiative

62,6% Gegenvorschlag

Zu den kantonalen Resultaten

Die Resultate aller kantonalen Vorlagen und Wahlen

ZH
LU
UR
GL
SO
BL
SH
AR
SG
AG
TG
TI
VD
GE

Bargeld-Initiative

Die Resultate

Bargeld-Initiative

Ausgezählt: 26/26 | Stand: Schlussresultat

45,6% Ja

54,4% Nein

9 Stände

14 Stände

  • Kantone
  • Gemeinden

Gegenvorschlag

Ausgezählt: 26/26 | Stand: Schlussresultat

73,4% Ja

26,6% Nein

23 Stände

0 Stände

  • Kantone
  • Gemeinden

Stichfrage

Ausgezählt: 26/26 | Stand: Schlussresultat

37,4% Initiative

62,6% Gegenvorschlag

2 Stände

21 Stände

  • Kantone
  • Gemeinden

Darum ging es

Die Initiative verlangt zwei neue Verfassungsbestimmungen: Erstens will die Initiative, dass der Bund sicherstellt, dass Münzen oder Banknoten immer in genügender Menge zur Verfügung stehen. Wie viel Bargeld genügend ist, lässt die Initiative offen. Zweitens soll der Franken Schutz erhalten: Volk und Stände müssten zustimmen, sollte er durch eine andere Währung ersetzt werden.

Im Video:

Video: watson/Michael Shepherd, Kilian Marti, Elena Maria Müller

Das sagten die Umfragen

Die Bargeld-Initiative konnte in allen Umfragen immer eine Mehrheit für sich gewinnen. Der Bundesrat und das Parlament haben allerdings einen Gegenvorschlag zur Initiative unterbreitet, der auf noch grössere Zustimmung stösst. Aktuell sieht es also danach aus, dass der Gegenvorschlag angenommen wird und nicht die Initiative selbst.

SRG-Halbierungsinitiative

Die Resultate

SRG-Initiative

Ausgezählt: 26/26 | Stand: Schlussresultat

38,1% Ja

61,9% Nein

0 Stände

23 Stände

  • Kantone
  • Gemeinden

Darum ging es

Die Volksinitiative «200 Franken sind genug (SRG-Initiative)» will in der Bundesverfassung festschreiben, dass sich die SRG auf einen «unerlässlichen Dienst für die Allgemeinheit» beschränkt. Der Bund soll zur Finanzierung von Radio- und Fernsehprogrammen die Abgabe von privaten Haushalten auf 200 Franken pro Jahr begrenzen.

Im Video:

Video: watson/hanna hubacher, michael shepherd

Das sagten die Umfragen

Lange stand die Halbierungsinitiative auf der Kippe. Mittlerweile hat sich die Stimmung zugunsten der Gegnerinnen und Gegner verschoben. In allen drei Umfragen, die zehn Tage vor der Abstimmung veröffentlicht wurden, liegt das Nein-Lager vorn.

Klimafonds-Initiative

Die Resultate

Klimafonds-Initiative

Ausgezählt: 26/26 | Stand: Schlussresultat

29,3% Ja

70,7% Nein

0 Stände

23 Stände

  • Kantone
  • Gemeinden

Darum ging es

Den Initianten und Initiantinnen der Klimafonds-Initiative gehen die klimapolitischen Bemühungen der Schweiz nicht weit genug. Die Vorlage will, dass jährlich 4 bis 8 Milliarden zusätzliche Franken via eines eigens dafür eingerichteten Fonds in die Bekämpfung der Klimakrise fliessen.

Im Video:

Video: watson/Reto Heimann, Michael Shepherd

Das sagten die Umfragen

Diese Initiative hat laut der Umfragen an der Urne wohl einen schweren Stand.

Individualbesteuerung

Die Resultate

Individualbesteuerung

Ausgezählt: 26/26 | Stand: Schlussresultat

54,3% Ja

45,7% Nein

10 Stände

13 Stände

  • Kantone
  • Gemeinden

Darum ging es

Das Bundesgesetz zur Einführung der Individualbesteuerung sieht vor, die steuerliche Ungleichheit von verheirateten und unverheirateten Paaren abzuschaffen. Funktionieren soll das, indem Ehepaare künftig genauso wie unverheiratete Paare individuell besteuert werden.

Im Video:

Video: watson/Aylin Erol, Michael Shepherd

Das sagten die Umfragen

Bei der Abstimmung zur Individualbesteuerung dürfte es an der Urne zum Krimi kommen. Die Befürworter liegen in den Umfragen zwar knapp vorn, die Dynamik begünstigt aktuell aber die Gegner. Laut YouGov Schweiz verfängt bei den Gegnerinnen und Gegnern der Vorlage besonders das Argument, dass die Umsetzung einen hohen bürokratischen Aufwand bedeutet.

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Das waren die bisher knappsten Abstimmungen in der Schweiz
1 / 18
Das waren die bisher knappsten Abstimmungen in der Schweiz

Bundesbeschluss über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR)
Abgestimmt am: 06.12.1992
Ergebnis: abgelehnt
Stimmenunterschied: 23'836

quelle: keystone
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199 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Erwin71
07.03.2026 23:37registriert August 2025
Bin zwar auf der Grünen seite, aber fange langsam an zu zweifeln. Kann mir jemand sagen welchen Sinn es noch hat, Geld in Klimafonds zu stecken wenn ich sehe wie es zur zeit in der Golf Region abgeht, 1000de Tonnen Öl verbrennen, laufen ins Meer usw.
Da ist ja unsere bemühungen den Klimawandel zu bekämpfen etwa so wie ein Mann in ein Grossbrand pinklen würde🤷
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Ameo
07.03.2026 22:19registriert Oktober 2025
Nö, ich will vor den Abstimmungen nichts mehr wissen. Ich schaue mir dann am Sonntag einfach die Resultate an. 😜
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Phuphi
08.03.2026 14:07registriert Juni 2020
Ich finde es für unser Land nur gut konnte der erneute der Angriff auf den Service public klar abgewehrt werden. Bezüglich Sparmassnahmen in der SRG würde es sich nun vermutlich lohnen genau zu analysieren welche Regionen wie abgestimmt haben. Zum Beispiel scheinen gewisse Schwyzer Gemeinden sehr wenig Interesse am nationalen Zusammenhalt sowie an unabhängigen und die gesamte Nationabdeckende Medien zu haben. Es scheint für viele völlig ok zu sein wenn zb. eine Rigischwingete nur noch im Regionalblatt thematisiert wird anstatt in die ganze Nation übertragen zu werden.
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Die Reforma­ti­on im Bergell
Das Bergell war lange die geografische und kulturelle Verbindung zwischen dem italienischen, rätoromanischen und germanischen Europa. Das durch Handelsrouten, eine traditionell lokale Selbstbestimmung und religiöse Aufbruchsstimmung geprägte Tal wurde im 16. Jahrhundert zu einem einzigartigen Zufluchtsort für italienische Protestanten.
Aufgrund seiner Lage zum Septimer-, Julier- und Splügenpass liegt das entlegene Bündner Tal an einem wichtigen Knotenpunkt zwischen Süd- und Mitteleuropa. Im Mittelalter füllten der Handel und lukrative Zölle auf den Strassen im und rund ums Bergell die Kassen des Bischofs von Chur, ebenso wie jene der lokalen Oberschicht: der Familien Salis, Torriani, Castelmur und Prevosti.
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