Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bundesverwaltung: Informatikprojekt der Bundesverwaltung noch vor Start gestoppt



Erneut gibt es Probleme beim einem Informatikprojekt der Bundesverwaltung. Das Projekt wurde allerdings frühzeitig auf Eis gelegt, wie einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) zu entnehmen ist.

Das Projekt trägt den Namen «Verbrauchssteuerplattform» (VSP) und wurde von der Zollverwaltung, der Alkoholverwaltung und dem Bundesamt für Informatik und Telekommunikation in Auftrag gegeben. Mit Blick auf die geplante Revision der Alkoholgesetzgebung sollte eine Plattform für alle Verbrauchssteuern geschaffen werden.

Gestartet wurde das Projekt Januar 2014 mit einem Budget von 13.5 Millionen Franken. Im Mai 2015 wurde es in Absprache mit dem Finanzdepartement sistiert - noch vor Abschluss der Konzeptionsphase. Bis dahin waren Kosten von knapp 4 Millionen Franken aufgelaufen. Ob diese abschrieben werden müssten, hänge davon ab, ob die Ergebnisse weiterverwendet werden könnten, schreibt die Finanzkontrolle.

Sie unterstützt den Entscheid, das Projekt zu sistieren. Allerdings ist sie der Ansicht, dass VSP rückblickend betrachtet zu schnell angegangen wurde. Trotz unklarer gesetzlicher und damit auch organisatorischer Grundlagen seien die Arbeiten vorangetrieben worden.

Gesetzliche Grundlage vor dem Absturz

Die gesetzliche Grundlage wäre das revidierte Alkoholgesetz, das sich seit drei Jahren in der parlamentarischen Beratung befindet. Der Ausgang ist ungewiss: Dem Gesetz droht der Absturz. Das habe unklare Anforderungen an die Informatiksysteme zur Folge, hält die EFK fest.

Noch während der Konzeptionsphase liessen die Zollverwaltung, die Alkoholverwaltung und das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation das Projekt durch eine externe Expertin begutachten. Die Prüfung zeigte, dass die budgetierten Mittel von 13.5 Millionen Franken nicht ausreichen würden. Laut der Expertin war mit Gesamtkosten von rund 38 Millionen Franken zu rechnen.

Ausgang war nicht vorhersehbar

Die betroffenen Bundesämter und das Finanzdepartement nehmen mit Genugtuung zur Kenntnis, dass die EFK die Sistierung als richtigen Schritt einstuft, wie sie in ihrer Stellungnahme festhalten. Sie verteidigen jedoch, dass die Arbeiten vorangetrieben worden waren.

Die Plattform hätte nach Verabschiedung der neuen Alkoholgesetzgebung umgehend starten sollen, geben sie zu bedenken. Sie hätten nicht voraussehen können, dass die parlamentarischen Beratungen so lange dauern und zu fundamental anderen fachlichen und technischen Umsetzungen führen würden. Die Bundesämter betonen weiter, die getätigten Ausgaben seien nicht verloren.

Falls die Totalrevision der Alkoholgesetzgebung scheitert, könnte die geplante Liberalisierung des Ethanolmarktes mit einer Teilrevision umgesetzt werden. Geplant war im Rahmen der Totalrevision, dass die Alcosuisse - das Profitcenter der Alkoholverwaltung - ausgegliedert und privatisiert wird. Der verbleibende Teil sollte in die Zollverwaltung integriert werden. (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen