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Neue Sextortion-Welle in der Schweiz – Internet-User werden mit dieser E-Mail erpresst

Aktuell treiben Betrüger mit Sextortion-Spam-E-Mails ihr Unwesen. Wer die folgende Nachricht erhält, sollte auf keinen Fall zahlen.



Die Schweizerische Kriminalprävention warnt Schweizer Internet-Nutzer vor Spam-E-Mails, die den Empfänger mit angeblich kompromittierenden Filmaufnahmen erpressen. 

In den Erpressungs-E-Mails schreiben die Betrüger, sie hätten einen Trojaner auf dem Computer oder Smartphone des Opfers installiert und das E-Mail-Konto gehackt. Der Trojaner sei beim Besuch einer Porno-Seite installiert worden. «Nach der Installation nimmt die Frontkamera jedes Mal, wenn Sie masturbieren, ein Video auf», heisst es in der E-Mail weiter. Der Trojaner habe zudem «alle ihre Kontaktinformationen aus sozialen Netzwerken und E-Mail-Adresse gesammelt».

Die Epresser verlangen 300 US-Dollar in der Kryptowährung Bitcoin, ansonsten würden die Videoaufnahmen an alle Kollegen und Freunde gesendet.

Die Schweizerische Kriminalprävention hat einen klaren Verhaltenstipp: Nicht zahlen und die E-Mail löschen. Bei der aktuellen Sextortion-Spam-Welle handelt es sich um eine bekannte Betrugsmasche, sprich eine «leere Drohung».

«Die kriminellen Absender haben die Hoffnung, dass sich unter den Empfängern Personen befinden, welche sich in letzter Zeit Pornos angeschaut haben, durch die Androhung eingeschüchtert werden und deshalb zahlen», schreibt die Schweizerische Kriminalprävention. Der Computer der E-Mail-Empfänger ist also weder infiziert, noch ist die Täterschaft tatsächlich im Besitz von kompromittierendem Material.

Solche Epressungs-Mails sind aktuell im Umlauf

Bild

Handy-Nutzer können den Brief antippen, um ihn zu vergrössern. bild: via Schweizerische Kriminalprävention

Am Ende der Nachricht geben die Erpresser gar noch höh­nisch den Tipp, man solle künftig vorsichtiger sein. Die Nachricht endet mit dem Satz: «Bitte besuchen Sie nur sichere Webseiten! Tschüss!»

Der Begriff Sextortion setzt sich aus «Sex» und «Extortion» (engl. Erpressung) zusammen. Nicht immer handelt es sich um eine leere Drohung.

Die Schweizerische Kriminalprävention macht darauf aufmerksam, dass es immer wieder Fälle gibt, «in denen die Opfer die geforderte Geldzahlung leisten, aber das Bild- oder Videomaterial dennoch veröffentlicht wird oder erneute Forderungen gestellt werden.» Sie rät daher: «Zahlen Sie nicht. Überwinden Sie Ihre Scham und erstatten Sie Anzeige.» Nur so erhält die Polizei allenfalls Hinweise zur Täterschaft.

Offenbar gibt es noch immer zu viele, die trotzdem bezahlen.

Weitere Verhaltenstipps finden sich auf der Webseite der Schweizerischen Kriminalprävention.

(oli)

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