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Ältestes AJZ der Schweiz wird Fünfzig



Das autonome Jugendzentrum (AJZ) Gaskessel in Biel wird Fünfzig. Der «Chessu» oder auf französisch «La Coupole», wie man in der zweisprachigen Stadt sagt, feiert das Jubiläum im Spätsommer. Auf dem Programm stehen Konzerte, Führungen und eine Ausstellung.

In den späten 1960-er Jahren war die Jugend in der Schweiz in Aufruhr und rebellierte gegen die verkrusteten politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Werte der Elterngeneration.

Mehr Freiraum und Selbstbestimmung wollten die Jugendlichen - und einen Ort, an dem sie sich treffen und ausleben konnten. Auch in Biel war das nicht anders.

Im August 1968 forderten drei Bieler SP-Stadtratsmitglieder den Erhalt von einem der beiden zum Abbruch freigegebenen Gaskessel als AJZ. Es folgte ein zähes Ringen, bis die Behörden zwei Jahre später das Projekt bewilligten. Danach standen langwierige Bauarbeiten an. Im Frühling 1975 wurde der «Chessu» schliesslich mit einem Konzert eröffnet.

50 Jahre später gibt es im «Chessu» immer noch Konzerte, Filmvorführungen und andere Veranstaltungen. Auch politischen Meinungen wird eine Plattform geboten.

Anders als in Bern mit der Reitschule gab es in Biel mit dem «Chessu» kaum je grössere Probleme. Heute ist «La Coupole» nicht mehr aus der Kulturszene der zweisprachigen Stadt wegzudenken.

Trotzdem könnte das AJZ unter Druck geraten, denn in seiner nächsten Umgebung macht sich Biel chic. Auf der Esplanade entsteht ein riesiges Wohnbauprojekt mit Hotel und Läden. Konflikte mit den Nachtschwärmern der «Coupole» sind kaum auszuschliessen.

Beim AJZ sorgt man sich, dass die in Biel breit akzeptierte Institution von der durchgestylten und kommerzialisierten Aufwertung des Stadtgebiets verdrängt werden könnte. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • swisskiltbear 20.06.2018 12:55
    Highlight Highlight Keine Angst, Coupole! Dass ihr weg-gentrifiziert werdet, werden wir verhindern!

    Süsch brönnt de haut Biu. So wi im heisse Summer 1980 Bärn brönnt het! (Rein symbolisch gesprochen)

    Biu schteit wi ei Maa hinger öich!

    Die Esplanade ist eh bloss eine Betonwüste. Die meisten Bauprojekte sind längst gestrichen wegen Überangebot an Hotelzimmern und irrwitzig hohem Leerstand bei Ladenlokalen und Büros.