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Bayern München

Werders historischer Negativrekord oder wenn zwei Torhüter null Bälle halten, ein Team aber trotzdem 0:6 verliert

Jeder Schuss ein Treffer: Gegen Bremen fand jeder Bayern-Abschluss, der aufs Tor kam, den Weg ins Netz.
Jeder Schuss ein Treffer: Gegen Bremen fand jeder Bayern-Abschluss, der aufs Tor kam, den Weg ins Netz.Bild: MICHAELA REHLE/REUTERS
Bremen in München ohne Torschuss

Werders historischer Negativrekord oder wenn zwei Torhüter null Bälle halten, ein Team aber trotzdem 0:6 verliert

20.10.2014, 12:3520.10.2014, 13:36

Raphael Wolf hat derzeit den wohl undankbarsten Job der ganzen Bundesliga. Er steht nämlich im Tor von Schlusslicht Werder Bremen. Gegen Bayern München kassierte er ein halbes Dutzend Gegentreffer und konnte während den 90 Minuten keinen einzigen Torschuss halten.

Noch düsterer war die Offensiv-Bilanz der Bremer. Kein einziges Mal schossen Wolfs Teamkameraden auf den Kasten von Bayern-Keeper Manuel Neuer. Seit 1993/94 werden die Spieldaten von Bundesliga-Spielen statistisch erfasst. Noch nie hat eine Mannschaft seither keinen Torschuss abgegeben.

Die traurige Werder-Statistik

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bild: spiegel online

Am nächsten kam zuvor der 1. FC Köln dem absoluten Torschuss-Nullpunkt. Vor drei Jahren schossen die Kölner beim 0:5 gegen Borussia Dortmund in der 86. Minute zum ersten Mal aufs gegnerische Tor.

Echt witzig: Der ARD-Reporter kommentiert den ersten Köln-Torschuss enthusiastisch.video: youtube/fuerstmaximilian

Aber zurück zu Werder Bremen: Wie harmlos die Grünweissen in München waren, zeigen die weiteren Statistiken eindrücklich: 124:723 angekommene Pässe, ein Eckballverhältnis von 0:10, nur 20,2 Prozent Ballbesitz. So kann man nicht gewinnen. Da nützt es auch nichts, dass die Bremer 55 Prozent aller Zweikämpfe gewonnen haben. Die Bayern hatten auch mit fast körperlosem Spiel alles im Griff.

In Bremen wächst die Ungeduld der Fans, die Verantwortlichen wollen reagieren. Wenn Werder am nächsten Freitag auch gegen Köln verlieren sollte, muss Robin Dutt seinen Trainerposten räumen. Die «Bild»-Zeitung kennt auch schon die möglichen Nachfolger: Huub Stevens, Michael Frontzeck oder Holger Stanislawski soll es im Fall der Fälle sein.

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