Asien
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Protesters hold placards and gather to demand justice for an 18-year-old woman who was killed after she was set on fire for refusing to drop sexual harassment charges against her Islamic school's principal, in Dhaka, Bangladesh, Friday, April 19, 2019. Nusrat Jahan Rafi told her family she was lured to the roof of her rural school in the town of Feni on April 6 and asked to withdraw the charges by five people clad in burqas. When she refused, she said her hands were tied and she was doused in kerosene and set alight. Rafi told the story to her brother in an ambulance on the way to the hospital and he recorded her testimony on his mobile phone. She died four days later in a Dhaka hospital with burns covering 80% of her body. (AP Photo/Mahmud Hossain Opu)

Demonstrantinnen fordern, dass der Schulleiter zur Rechenschaft gezogen wird. Bild: AP/AP

Frau meldet in Bangladesch sexuelle Belästigung und wird angezündet



In Bangladesch ist eine 19-Jährige laut Polizei auf Anordnung ihres Schulleiters in Brand gesteckt worden, weil sie ihm sexuelle Belästigung vorwarf.

Die Polizei teilte am Freitag mit, einer von insgesamt 17 Festgenommenen in dem Fall habe den Leiter eines Islamischen Seminars beschuldigt, den Angriff beauftragt zu haben. Der Lehrer habe sie angewiesen, «Druck» auf die junge Frau auszuüben, die Vorwürfe fallen zu lassen, «oder sie töten, wenn sie sich weigert», sagte Ermittler Mohammad Iqbal der Nachrichtenagentur AFP.

Der Fall der 19-jährigen Nusrat Jahan Rafi sorgt in ganz Bangladesch für Entsetzen. Rafi hatte ihren Schulleiter Ende März wegen sexueller Belästigung bei der Polizei angezeigt. Wenige Tage später wurde sie auf das Dach der Schule gelockt, mit Kerosin übergossen und in Brand gesteckt. Die junge Frau erlitt Verbrennungen an 80 Prozent ihres Körpers und starb am 10. April im Krankenhaus.

Protesters hold placards and gather to demand justice for an 18-year-old woman who was killed after she was set on fire for refusing to drop sexual harassment charges against her Islamic school's principal, in Dhaka, Bangladesh, Friday, April 19, 2019. Nusrat Jahan Rafi told her family she was lured to the roof of her rural school in the town of Feni on April 6 and asked to withdraw the charges by five people clad in burqas. When she refused, she said her hands were tied and she was doused in kerosene and set alight. Rafi told the story to her brother in an ambulance on the way to the hospital and he recorded her testimony on his mobile phone. She died four days later in a Dhaka hospital with burns covering 80% of her body. (AP Photo/Mahmud Hossain Opu)Protesters hold placards and gather to demand justice for an 18-year-old woman who was killed after she was set on fire for refusing to drop sexual harassment charges against her Islamic school's principal, in Dhaka, Bangladesh, Friday, April 19, 2019. Nusrat Jahan Rafi told her family she was lured to the roof of her rural school in the town of Feni on April 6 and asked to withdraw the charges by five people clad in burqas. When she refused, she said her hands were tied and she was doused in kerosene and set alight. Rafi told the story to her brother in an ambulance on the way to the hospital and he recorded her testimony on his mobile phone. She died four days later in a Dhaka hospital with burns covering 80% of her body. (AP Photo/Mahmud Hossain Opu)Protesters hold placards and gather to demand justice for an 18-year-old woman who was killed after she was set on fire for refusing to drop sexual harassment charges against her Islamic school's principal, in Dhaka, Bangladesh, Friday, April 19, 2019. Nusrat Jahan Rafi told her family she was lured to the roof of her rural school in the town of Feni on April 6 and asked to withdraw the charges by five people clad in burqas. When she refused, she said her hands were tied and she was doused in kerosene and set alight. Rafi told the story to her brother in an ambulance on the way to the hospital and he recorded her testimony on his mobile phone. She died four days later in a Dhaka hospital with burns covering 80% of her body. (AP Photo/Mahmud Hossain Opu)Protesters hold placards and gather to demand justice for an 18-year-old woman who was killed after she was set on fire for refusing to drop sexual harassment charges against her Islamic school's principal, in Dhaka, Bangladesh, Friday, April 19, 2019. Nusrat Jahan Rafi told her family she was lured to the roof of her rural school in the town of Feni on April 6 and asked to withdraw the charges by five people clad in burqas. When she refused, she said her hands were tied and she was doused in kerosene and set alight. Rafi told the story to her brother in an ambulance on the way to the hospital and he recorded her testimony on his mobile phone. She died four days later in a Dhaka hospital with burns covering 80% of her body. (AP Photo/Mahmud Hossain Opu)

Bild: AP/AP

Vor ihrem Tod zeichnete Rafi ein Video auf, in dem sie ihre Vorwürfe gegen den Schulleiter bekräftigte. «Der Lehrer hat mich angefasst, ich werde gegen dieses Verbrechen bis zu meinem letzten Atemzug kämpfen.» Sie nannte darin auch einige der Angreifer, die ihr aufgelauert hatten.

Von Mitschülern gefesselt

Laut Polizei hatten mindestens fünf der Festgenommenen, darunter drei Mitschüler, die junge Frau mit einem Schal gefesselt. «Der Plan war, den Vorfall als einen Selbstmord auszugeben. Aber er scheiterte, als es Rafi gelang, die Treppe hinunterzulaufen, nachdem das Feuer den Schal durchgebrannt und ihre Hände und Füsse wieder frei waren», sagte Ermittler Iqbal.

Nach dem Tod der jungen Frau hatte es in der vergangenen Woche landesweit Proteste gegeben. Regierungschefin Sheikh Hasina versprach, dass «keinem der Täter gerichtliche Schritte erspart bleiben».

Menschenrechtsorganisationen beklagen in Bangladesch wegen unzureichender Strafverfolgung eine steigende Zahl von Vergewaltigungen und Belästigungen. Auch Rafis Anzeige war bei der Polizei als «keine grosse Sache» abgetan worden, wie aus einem geleakten Video hervorging. (sda/afp)

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nelson Muntz 20.04.2019 08:10
    Highlight Highlight Frauenfreundlich und fortschrittlich, diese Länder.
  • Knety 20.04.2019 00:26
    Highlight Highlight Was für eine kranke Welt in der wir doch leben. Mir fehlen die Worte!
  • FR90 19.04.2019 21:20
    Highlight Highlight Sind das „Menschen“, die sowas machen?
    • Elephant Soup slow cooker recipes 19.04.2019 23:51
      Highlight Highlight Ja, Menschen! Keine Monster oder irgendwelche Märchenfiguren. Schlicht Menschen... traurig.
  • Armend Shala 19.04.2019 16:57
    Highlight Highlight Natürlich denn schuldig ist gemäss Sharia diejenige die „hinhält“.
    • Obey 20.04.2019 08:56
      Highlight Highlight Bangladesch besitzt keine Sharia-Gerichte sondern ist offiziell ein Säkularer Staat mit Gewaltentrennung (& dem Islam als Staatsreligion).

      Ich weiss, es zuckt des Wutbürgers Finger sobald er etwas mit dem Islam kombinieren kann, aber hier handelt es sich um ein Problem eines gestörten Mannes, welcher seine Macht missbrauchte, nicht um eine systematische Bestrafung bedingt durch ein religiöses Gerichtssystem.
    • Aladdin 20.04.2019 09:58
      Highlight Highlight Armend Shala: im Koran und in der Bibel stehen offenbar viele schreckliche Dinge.
    • Aladdin 20.04.2019 12:12
      Highlight Highlight Armend Shala: im Koran und in der Bibel stehen offenbar viele schreckliche Dinge.
      Zum Glück fusst unsere Rechtsprechung nicht auf dem alten Testament und die von Bangladesch nicht auf dem Koran

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