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Collien Fernandes trotz Drohungen bei Demo in Hamburg

dpatopbilder - 26.03.2026, Hamburg: Collien Fernandes, Schauspielerin und Moderatorin, spricht auf der B
Collien Fernandes: Die Schauspielerin spricht auf einer Demonstration gegen sexualisierte Gewalt gegen Frauen.Bild: DPA

«Kugelsichere Weste»: Collien Fernandes trotz Drohungen bei Demo in Hamburg

Ihre Teilnahme hatte sie zunächst aufgrund von Sicherheitsbedenken abgesagt. Nun zeigte sich Collien Fernandes doch bei einer Demo in Hamburg – mit starker Botschaft.
26.03.2026, 19:4426.03.2026, 19:44
Ein Artikel von
t-online

Tausende Menschen haben am Donnerstag bei einer Demonstration in Hamburg mehr Schutz für Opfer sexualisierter Gewalt gefordert. «Es reicht! Die Scham muss die Seite wechseln», war auf Plakaten zu lesen. Die Aktion am Rathausmarkt wurde unter anderem von der Klimaaktivistin Luisa Neubauer und der Kolumnistin Alexandra Zykunov unterstützt.

Man wolle ein sichtbares Zeichen auf der Strasse setzen, sagte die Hamburger SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Annika Urbanski, die die Versammlung angemeldet hatte. Im Aufruf zur Demonstration hiess es:

«Der Schutz für Betroffene durch Gesetze hier in Deutschland ist unzureichend. Wir fordern mehr Schutz, klare Gesetze und echte Konsequenzen – online wie offline.»

«Habt den Mut und die Kraft rauszugehen»

Die Idee zu der Demo sei aus Solidarität mit Collien Fernandes entstanden. Die 44-Jährige hatte eigentlich ihre Teilnahme an der Veranstaltung abgesagt, da sie Morddrohungen erhalten hatte. Sie trat dann aber doch auf – um ihre Botschaft zu teilen. «Habt den Mut und die Kraft rauszugehen und allen zu erzählen, was passiert ist», appellierte sie.

«Ich stehe hier mit kugelsicherer Weste und Personenschutz», sagte die 44-Jährige auf dem Hamburger Rathausmarkt. Sie wollte sich zeigen und stark sein, was in ihrer Situation allerdings sehr schwierig sei. «Ich glaube, dass oft unterschätzt wird, was so was mit einem macht. Was es bedeutet, auf der emotionalen Ebene», betonte sie.

Collien Fernandes hatte zunächst im «Spiegel» schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben und bestimmte Vorhaltungen eidesstattlich versichert. Anschliessend äusserte sie sich auch auf ihrem Instagram-Account. Demzufolge soll Ulmen über Jahre hinweg digital gefälschtes sexuelles Bildmaterial von ihr im Netz verbreitet haben.

Aus ihrer eidesstattlichen Erklärung geht auch hervor, dass er gegenüber hunderten von Männern im Netz ihre Identität angenommen und diesen Männern in ihrem Namen sexuelle Avancen gemacht haben soll. Fernandes sprach unter anderem von «digitaler Vergewaltigung».

Christian Ulmen selbst schweigt bisher zu den Vorwürfen. Es gilt die Unschuldsvermutung. Schertz nennt die Veröffentlichungen des «Spiegel» in einer presserechtlichen Information «unwahre Tatsachen aufgrund einseitiger Schilderung».

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur dpa

(hkl)

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TanookiStormtrooper
26.03.2026 20:46registriert August 2015
Eine Frau, die sich traut öffentlich daüber zu reden, dass sie Opfer von Deepfakes wurde und das offenbar auch noch durch den eigenen Ehemann, wird zusätzlich auch noch mit Morddrohungen eingedeckt. Was zum Teufel läuft mit solchen Typen falsch? Und ja, leider muss ich davon ausgehen, dass diese Drohungen von Männern stammen.
Gut und richtig, dass sie sich davon nicht einschüchtern lässt.
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MahatmaBamby
26.03.2026 20:07registriert März 2019
Was für eine Frau. Trotz Morddrohungen, dem ganzen Online Horror, welche die ganzen fragilen, unsicheren Bübchen noch anspitzen, bleibt sie standhaft. Extrem stark.
So, jetzt können die ganzen getriggerten Burschen mich blitzen und beleidigen.
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Wolf von Sparta
26.03.2026 22:15registriert Februar 2019
Frau Fernandes beweist extrem viel Mut und Stärke!! WOW! Morddrohungen gegen sie sind absolut inakzeptabel und erschütternd. Dennoch frage ich mich, warum der öffentliche Aufschrei oft ausbleibt, wenn es um die steigende Zahl von Gruppenvergewaltigungen geht. Allein im Jahr 2024 gab es 788 Fälle; die Kriminalstatistik spricht hier eine sehr deutliche Sprache!! Wir müssen jede Form von Gewalt gegen Frauen konsequent thematisieren, nicht nur in prominenten Einzelfällen. Jede Frau und jedes Mädchen verdient diesen Schutz und unseren gemeinsamen Mut!!
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