Bericht: Pentagon bereitet sich auf «finalen Schlag» im Iran-Krieg vor
Das Pentagon bereitet derzeit militärische Optionen für einen «finalen Schlag» gegen den Iran vor. Das berichtet die US-Nachrichtenwebsite «Axios» unter Berufung auf zwei US-Beamte sowie zwei in der Sache vertraute Quellen. Die Militäroffensive könnte den Einsatz von Bodentruppen sowie eine «massive Bombardierungskampagne» umfassen, schreibt «Axios».
Auslöser für die Vorbereitungen ist demnach die Sorge, dass die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Krieges scheitern und die Strasse von Hormus blockiert bleibt.
Eine Entscheidung hat Trump laut der Regierungsquellen noch nicht getroffen, jegliche Bodenoperation sei «hypothetisch», heisst es weiter. Trump sei jedoch bereit, die Situation zu eskalieren, sollten die Gespräche mit dem Iran nicht bald zu Ergebnissen führen. US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt erklärte, Trump würde in diesem Fall «härter als je zuvor» zuschlagen. «Der Präsident blufft nicht und ist bereit, die Hölle losbrechen zu lassen.»
Zu den Optionen zählen laut «Axios» die Invasion oder Blockade von zentralen Inseln wie Kharg – Irans wichtigstes Ölexportzentrum –, Larak oder Abu Musa sowie Eingriffe in Irans Ölexporte. Doch auch Pläne für Bodenoperationen im Inneren des Irans bereite das US-Militär vor, um das in Atomanlagen hochangereicherte Uran zu sichern.
Teheran droht im Gegenzug mit massiven Vergeltungsschlägen, sollten die Pläne der Trump-Regierung Realität werden.
Teheran fordert Ende aller Kampfhandlungen
Parallel laufen über internationale Vermittler weiterhin Gespräche – doch das Misstrauen auf beiden Seiten ist gross. Trump hatte dem Iran einen 15-Punkte-Vorschlag für ein Ende des Kriegs übermittelt, auf den der Iran nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim nun reagiert hat. Die Antwort sei in der vergangenen Nacht über Mittelsmänner erfolgt.
Laut einer «informierten Quelle» der Nachrichtenagentur fordert der Iran ein Ende aller Kampfhandlungen an allen Fronten – und damit auch im Libanon oder im Irak. Zudem sollen die USA und Israel gezielte Tötungen einstellen. Der Iran verlangt ausserdem Garantien, die einen erneuten Krieg verhindern sollen.
Als unwahrscheinlich gilt, dass die USA zwei weitere iranische Forderungen akzeptieren: Kriegsentschädigungen und die Anerkennung iranischer Hoheitsrechte über die Strasse von Hormus, durch die etwa 20 Prozent des weltweiten Energiehandels laufen.
Teheran wirft Washington zudem vor, angesichts der Vorbereitungen für eine mögliche Bodenoffensive lediglich Zeit gewinnen zu wollen. Der Iran warte nun auf eine Antwort der USA. (hkl, mit Material der sda/dpa)
