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epaselect epa08119636 Campaigners for Scottish independence wave Scottish, Catalonian, Lion Rampant and other flags as they attend the All Under One Banner (AUOB) march through Glasgow, Scotland, Britain, 11 January 2020. According to reports, several thousand supporters of Scottish independence took part in the protest march.  EPA/ROBERT PERRY

«All under one banner» lautete das Motto der Demontration in Glasgow. Bild: EPA

«All under one banner» – Tausende demonstrieren in Schottland für die Unabhängigkeit



Im regennassen Glasgow sind Tausende Demonstranten am Samstag für die Unabhängigkeit Schottlands auf die Strasse gegangen. Zum Protestmarsch hatte die Gruppe All Under One Banner (AUOB) aufgerufen, die ein zweites schottisches Unabhängigkeitsreferendum noch in diesem Jahr fordert.

«Der Regen hat unsere Stimmung sicherlich nicht gedämpft», twitterte der schottische Justizminister Humza Yousaf. «Hier gibt es viele EU-Flaggen wie auch schottische Flaggen.»

Bei Schottlands erstem Unabhängigkeitsreferendum 2014 hatten noch 55 Prozent der Wählerinnen und Wähler für einen Verbleib im Vereinigten Königreich gestimmt. Umfragen zufolge ist die Zustimmung für eine Abspaltung seitdem aber gewachsen. Grund dafür ist unter anderem der Brexit-Kurs von Premierminister Boris Johnson.

62 Prozent für Verbleib in der EU

Die Schottische Nationalpartei (SNP), die die AUOB-Kampagne unterstützt, argumentiert, dass Johnson Schottland gegen den Willen seiner Bürger aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion herausreisse. Beim britischen Brexit-Referendum 2016 hatten sich 62 Prozent der Wähler in Schottland für einen Verbleib in der Europäischen Union ausgesprochen.

Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon, die selbst nicht teilnehmen konnte, wünschte den Demonstranten per Twitter viel Glück. «Hoffe, das Wetter ist nicht allzu schlecht!», schrieb sie. Den Erfolg ihrer Partei bei der britischen Parlamentswahl im Dezember sieht Sturgeon als klares Mandat für ein neues schottisches Unabhängigkeitsreferendum. Die SNP hatte 48 der 59 schottischen Sitze im Unterhaus gewonnen. (cbe/sda/dpa)

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