Migros
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Ein M mehr Umsatz: Migros bleibt unbestritten der grösste Detailhändler im Land



Eine Mann bezahlt am 20. Januar 2005 an einer Kasse im Migros Limmatplatz in Zuerich seine Einkaeufe. Migros zaehlt zu den groessten Anbietern in der Schweiz. Das Verkaufsnetz umfasst insgesamt 587 Standorte.  (KEYSTONE/Martin Ruetschi)    === ,  ===

Bei der Migros klingeln die Kassen. Bild: KEYSTONE

Die Migros hat ihre Position als grösste Schweizer Detailhändlerin verteidigt. Ihr Umsatzwachstum fiel letztes Jahr allerdings mit plus 0,9 Prozent schwächer aus als bei Coop mit 1,4 Prozent. Während der Onlinehandel floriert, leiden die Non-Foodbereiche unter sinkenden Preisen.

Das erste Jahrsresultat, das der neue Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen am Mittwoch bekannt gab, ist von anhaltendem Preisdruck und der Verlagerung in den Onlinehandel geprägt. Das bescheidene Wachstum von 0,9 Prozent auf 23,5 Milliarden Franken ist vor dem Hintergrund eines stagnierenden Schweizer Detailhandelsmarktes zu sehen.

Die Migros sieht keinen merklichen Einfluss des schwächeren Frankens. Über allfällige Veränderungen im Einkaufstourismus konnte sie keine Angaben machen. Auch weil man nicht erheben könne, ob die Konsumenten statt ennet der Grenze vermehrt online einkauften, sagte Migros-Sprecher Luzi Weber.

Online-Kanäle immer wichtiger

Fakt ist: Vor allem im Non-Foodbereich erodierten die Preise weiter. In den Migros-Fachmärkten Micasa, SportXX, Melectronics, Do it + Garden und OBI wurden die Preise durchschnittlich um 2,7 Prozent gesenkt. Es ist dem Ausbau der Fachmarkt-Online-Shops und deren Umsatzplus von 25 Prozent zu verdanken, dass das nominale Wachstum der Fachmärkte insgesamt 0,9 Prozent erreichte. Insgesamt setzte diese Sparte 1,6 Milliarden Franken um.

Der E-Commerce ist denn auch der wichtigste Umsatztreiber der Migros-Gruppe. Die Gruppe legte 1 Prozent auf 28 Milliarden Franken zu. Sie wird damit zwar auf Gruppen-Ebene zum zweiten Mal in Folge von Konkurrentin Coop (Umsatz 2017: 29,2 Milliarden Franken) abgehängt. Doch im Online-Handel bleibt Migros mit einem Umsatzzuwachs von 5,1 Prozent auf 1,95 Milliarden Franken die Marktführerin.

Den grössten Umsatzanteil steuern die zehn Migros-Genossenschaften im In- und Ausland mit 15,5 Milliarden Franken (minus 0,5 Prozent) bei. Die Auslandgenossenschaften schnitten dank dem deutlichen Wachstum der deutschen Supermarktkette Tegut von 3,7 Prozent insgesamt mit einem Plus von 2,6 Prozent ab. Dies, obwohl der Umsatz von Migros France 6,4 Prozent schrumpfte.

Denner überschreitet 3-Milliarden-Grenze

Deutlich über dem Markt wuchs Discounter-Tochter Denner (3,1 Prozent). Sie überschritt erstmals die 3-Milliarden-Grenze (exakt: 3,05 Milliarden Franken). Zu den wachsenden Töchtern zählen zudem Migrol (+9,3 Prozent), Migrolino (+11,3 Prozent) und Onlinehändler Digitec Galaxus (+18,5 Prozent) mit bereits 834 Millionen Franken Umsatz.

ARCHIVBILD ZUR STUDIE

Bild: KEYSTONE

Sorgentöchter bleiben die von Restrukturierungen betroffene Globus (minus 2,5 Prozent) und Ex Libris (minus 3 Prozent) sowie Interio (minus 8 Prozent). Dass der Onlinehändler LeShop um 0,5 Prozent schrumpfte, ist auf die Schliessung der beiden Drive-Standorte zurückzuführen.

Zuverlässig und mit 3,6 Prozent überdurchschnittlich zugelegt haben die Umwelt- und Regionallabels. Sie steuerten 4 Milliarden zum Umsatz bei. Das Verkaufsnetz der Migros wuchs um 16 auf 701 Standorte.

Migros-Produktion auf Expansionkurs

Die M-Industrie konnte ihre Marktstellung im In- und Ausland weiter ausbauen, wie es heisst. Der Umsatz erhöhte sich um 2,1 Prozent auf 6,522 Milliarden Franken.

Die Reisetochter Hotelplan wuchs trotz negativen Währungseffekten und schwierigen Ereignissen in einigen Kerndestinationen bereinigt um 1,2 Prozent (1,2 Milliarden Franken). Allerdings lag der Nettoumsatz der Gruppe wegen dem Verkauf von Hotelplan Italia und dem schwächeren britischen Pfund 5,6 Prozent unter dem Vorjahr. (sda)

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Video: watson/Knackeboul, Madeleine Sigrist, Lya Saxer

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2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • andrew1 18.01.2018 19:39
    Highlight Highlight schon irgendwie krass dass denner einen sieben mal kleineren umsatz hat als migros hat dabei gibt es die läden auch in jeder ecke.
  • Schneider Alex 18.01.2018 06:27
    Highlight Highlight So wie Migros und Coop vor Jahrzehnten der Schreck der unabhängigen Detailhändler waren, so sind Aldi und Lidl heute die harten Konkurrenten der beiden Kolosse. Ihre Discountpreise sind zum grössten Teil auf ihr Logistik-, Laden- und Sortimentskonzept zurückzuführen. Ihre Strategie ist effizient und klar auf die Hauptbedürfnisse der Kunden ausgerichtet. Migros und Coop haben sich im Lauf der Zeit einen grossen Rucksack an Fixkosten mit den vielen EKZ mit ihrer tiefen Flächenproduktivität und dem riesige Sortiment mit den hohen Bewirtschaftungskosten aufgeladen.

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