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Nach Attacken: Basler Tram fährt abends nicht mehr nach Saint-Louis

An der französischen Endstation der kürzlich verlängerten Tramlinie 3 der Basler Verkehrs-Betriebe kommt es immer wieder zu Gewalttaten. Jetzt ziehen die BVB Konsequenzen – und bedienen die Haltestelle nachts einfach nicht mehr.



Ein Tram faehrt auf der neuen Wendeschlaufe der Tramlinie 3 an der Grenzanlage Basel-Burgfelden in Basel am Montag, 31. Juli 2017. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Ab 20 Uhr ist Schluss. Das haben die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) entschieden, nachdem es erneut zu Gewalttaten an der französischen Endstation der Tramlinie 3 in Saint-Louis gekommen ist. Zuletzt wurde laut einer Mitteilung der BVB eine Wagenführerin mit einem Laserpointer geblendet und verletzt.

«In den vergangenen Tagen kam es wiederholt zu sicherheitsrelevanten Vorkommnissenauf der Tramlinie 3 auf französischem Boden», heisst es in einer Mitteilung der BVB. «Aus Sicherheitsgründen haben die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) deshalb entschieden, die Strecke zwischen Burgfelderhof und Gare de Saint-Louis ab sofort und bis auf Weiteres zwischen 20.00 Uhr und Betriebsschluss nicht mehr zu bedienen.»

Die Verlängerung der Tramlinie wurde im Dezember 2017 feierlich eröffnet. Zu ersten Gewalttaten kam es bereits im Jahr darauf, so dass Mitarbeiter der BVB sich bei der Firmenleitung beschwert hatten. Bereits zu Bauzeiten kam es zu politischem Knatsch um den Bau der Verlängerung; so sorgte eine Millionenzahlung nach Frankreich, die den Bau der Linie möglich machen sollte, für heftige Kritik im Basler Parlament.

Einschränkungen für den Betrieb auf Schweizer Boden habe die Massnahme keine, so die BVB. Der stundenweise Geleitschutz durch Sicherheitspersonal, der aufgrund der ersten Attacken eingeführt wurde, bleibt allerdings bestehen. (bzbasel)

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