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«Einfach wunderschön» – England schlägt Deutschland und darf weiter vom Titel träumen



England darf weiterhin auf einen EM-Final im Londoner Wembley-Stadion hoffen. Im Klassiker gegen Deutschland siegen die Engländer dank zwei Toren in der Schlussphase mit 2:0.

Nach einer etwas gefälligeren ersten Halbzeit ereignete sich in der zweiten Halbzeit eine halbe Stunde lang fast gar nichts – bis Raheem Sterling in der 75. Minute den entscheidenden Angriff zuerst initiierte und nach Stationen über Harry Kane, Jack Grealish und Luke Shaw vollendete. Elf Minuten später vollendete Kane einen englischen Konter mit seinem ersten Turniertreffer auf Flanke von Aston Villas Schlüsselspieler Grealish.

Raheem Sterling bringt die Engländer mit dem 1:0 auf Kurs. Video: SRF

Die Entscheidung: Harry Kane erzielt in der 85. Minute das 2:0. Video: SRF

Englands Triumph über den in den letzten Monaten nicht überzeugenden Weltmeister von 2014, der die vier letzten Direktduelle in K.o.-Runden gegen die Three Lions gewonnen hatte, war verdient. Nur in der Anfangsphase der Partie war der Gegner die bessere Mannschaft auf dem Platz. Für Joachim Löw endete mit der Niederlage die Ära als Trainer des deutschen Nationalteams nach 15 überwiegend erfolgreichen Jahren und 198 Spielen ohne Happy End. England, das seit dem WM-Titel 1966 nichts mehr gewonnen hat, kann seinerseits nun vom ganz grossen Wurf träumen. Bis zum Final wäre Dänemark der nominell stärkste mögliche Gegner.

Toni Kroos über das Spiel:

«Das 1:0 hat natürlich alles verändert. Ich glaube, dass wir England kaum Chancen überlassen haben. Wir hatten auch nicht viele, es war ein ausgeglichenes Spiel.»

Toni Kroos über das Ausscheiden:

«Wenn du im Achtelfinale rausfliegst, ist es enttäuschend. Wir haben uns in einer schwierigen Gruppe durchgesetzt, aber insgesamt ist es schon sehr, sehr bitter.»

Mit Grealishs Einwechslung nach 69 Minuten gab Southgate der Partie die entscheidende Wendung. Und Sterlings Treffer lieferte der spannungsgeladenen, aber vom spielerischen Unterhaltungswert zu diesem Zeitpunkt etwas abgeflachten Partie den benötigten Impuls. Fortan ging es vor den rund 43'000 überwiegend englischen Zuschauern wieder hin und her. Wobei die Deutschen dem Ausgleich sehr nahekamen. Sechs Minuten nach Sterlings Treffer zog Thomas Müller plötzlich alleine auf Jordan Pickford los. Doch der torlose Stratege des deutschen Offensivspiels schoss knapp am linken Pfosten vorbei.

Thomas Müller lässt die beste deutsche Chance liegen. Video: SRF

Deutschland – mit Goretzka anstelle des angeschlagenen Gündogan im zentralen Mittelfeld neben Kroos sowie Werner im Sturm und Kimmich wie gehabt auf der rechten Aussenbahn in einem 3-4-2-1 – begann besser. Nach einem ausgezeichneten Steilpass von Müller zog Goretzka früh gefährlich los Richtung englisches Tor, wurde aber gerade noch vor dem Strafraum von Declan Rice gestoppt. Der folgende Freistoss von Havertz wurde geblockt. Nach einer halben Stunde verpasste zudem eine Flanke von Kimmich den Kopf von Gosens knapp und parierte Jordan Pickford einen Schuss des von Havertz in die Tiefe geschickten Werner.

Es waren bis zu Müllers letzter Chance und einem von Pickford übers Tor gelenkten Weitschuss-Volley von Kai Havertz (48.) Deutschlands beste Möglichkeiten. Dem Treffer am nächsten waren aber schon in der ersten Hälfte die Engländer gekommen. Ein Fehlpass von Müller machte Sterling den Weg in den Strafraum frei. Nach gewagter Intervention des bereits verwarnten Matthias Ginter kam der Ball zu Kane. Der wiederum war gerade dabei, Neuer zu umkurven, als Hummels in extremis dazwischen grätschte. Einen Weitschuss von Sterling und einen Kopfball von Maguire hatte Neuer früher in der Partie sicher pariert.

Harry Maguire über das Spiel:

«Es ist einfach wunderschön. Wir sind rausgekommen und wussten, der Druck ist immens. Und jetzt haben wir geliefert. Wir haben gewonnen, das ist das Wichtigste. Es war von Beginn an bis zum Ende eine starke Partie. Wir haben uns das verdient.»

Englands Führung war aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. Nach vier Auftritten in London erwartet die Briten am 3. Juli in Rom das erste und einzige Auswärtsspiel im Turnier. (dab/sda)

Das Telegramm:

England - Deutschland 2:0 (0:0)
London. - 43'000 Zuschauer. - SR Makkelie (NED).
Tore: 76. Sterling (Shaw) 1:0. 86. Kane (Grealish) 2:0.
England: Pickford; Walker, Maguire, Stones; Trippier, Phillips, Rice (88. Henderson), Shaw; Saka (69. Grealish), Kane, Sterling.
Deutschland: Neuer; Ginter (87. Can), Hummels, Rüdiger; Kimmich, Goretzka, Kroos, Gosens (88. Sané); Havertz, Müller (92. Musiala); Werner (68. Gnabry).
Bemerkungen: Deutschland ohne Hofmann und Klostermann (beide verletzt).
Verwarnungen: 8. Rice (Foul). 25. Ginter (Foul). 45. Phillips (Foul). 72. Gosens (Foul). 77. Maguire (Foul).

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