Fussball
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ARCHIVBILD ZUM KARRIEREENDE VON DAVID DEGEN --- Der Fussballspieler David Degen, aufgenommen in Basel am 30. Mai 2009. David Degen spielt beim BSC Young Boys Bern. (KEYSTONE/Photopress/Georgios Kefalas)

David Degen steigt beim FCB ein. Bild: PHOTOPRESS

Neuer FCB-Miteigentümer David Degen: «Ich will den Klub für die Zukunft besser machen»

Céline Feller / ch media



David Degen äusserte sich heute an einer Medienrunde erstmals öffentlich zur gestern publik gewordenen Teilhaberschaft beim FC Basel. Die wichtigsten Aussagen im Überblick.

David Degen über ...

... die Entstehung seines Einkauf beim FCB:

«Ich bin auf Bernhard Burgener zugegangen. Das war im Mai, wann genau kann ich nicht mehr sagen. Dann hat es Gespräche gegeben. Man muss sich immer auf eine strategische Art einigen. So sind wir uns näher gekommen. Bernhard Burgener und ich haben ähnliche Vorstellungen.»

... die Gründe für sein Engagement:

«Es gibt zwei Punkte. Einen emotionalen und einen rationalen. Den emotionalen muss ich nicht gross ausführen. Dieser Klub hat mich gross gemacht und ich habe am meisten Zeit meiner Karriere hier verbracht. Der rationale Punkt ist der: Ich habe mich nach meiner Karriere entschieden, nicht ins Fussballbusiness zu gehen. Jetzt habe ich aber viele Erfahrungen gemacht, auch erfolgreich gemacht, und denke daher, dass es jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um diese strategisch in einen Klub einzubringen.»

Miteigentümer David Degen über seine Pläne mit dem FC Basel

Ex-Spieler und Geschäftsmann David Degen äussert sich zu seinen Plänen beim FC Basel, bei dem er neu Miteigentümer ist. Video: © bz/ jakob weber

... seine Aufgabe:

«Ich bin auf strategischer Ebene tätig, nicht auf operativer. Operativ wird dieser Klub von Roland Heri und Ruedi Zbinden geführt. Ich unterstütze mit meinem weltweiten Netzwerk Roland Heri, Ruedi Zbinden und Bernhard Burgener, bringe mein Knowhow und meine Fachkompetenz in strategischer Hinsicht ein. Ich will den Klub für die Zukunft besser machen. Da ich nicht operativ tätig bin, werde ich auch definitiv kein Büro im St. Jakob Park haben. Ich bekomme auch keinen Lohn und kein Geld. Ich habe Geld gegeben. Ich schliesse es auch aus, operativ tätig zu sein. Ich bin ein anderer Typ.»

... den Schritt ohne Bruder Philipp:

«Es ist ein absoluter Alleingang von mir, das sage ich ganz offen und ehrlich. Philipp hat nichts davon gewusst am Anfang. Ich bin ein Typ, der eigen ist. Philipp weiss, dass ich David bin und nicht Philipp. Wir sind nicht Hälfte/Hälte oder 50/50. Meine Entscheidungen habe ich immer schon selber getroffen.»

David Degen über die künftige Zusammenarbeit mit seinem Bruder Philipp

Video: © bz/jakob weber

... den Kaufpreis:

«Dieser Alleingang ist von mir persönlich finanziert. Über den Kaufpreis herrscht Stillschweigen. Ich beantworte auch sicher nicht de Frage, ob ich eine allfällige Deckung eines Defizits mittragen kann, das geht niemanden etwas an. Aber als Aktionär trage ich alles mit, alle Risiken. Auch die finanziellen Risiken. So ist das Leben.»

... über einen möglichen künftigen Ausbau seines Aktienpaketes:

«Ich habe zehn Prozent, Bernhard Burgener den Rest. Alles andere bleibt genau so wie es ist.»

... sein angeblich schlechtes Verhältnis zu Marcel Koller:

«Für mich macht Marcel Koller einen sehr guten Job. Er hat Stabilität rein gebracht. Alles, was ich am Rande mitbekommen habe, ist, dass er auch in heiklen Situationen einen guten Job gemacht hat. Es ist fehl am Platz, die Trainerfrage zu stellen. Damit habe ich alles gesagt.»

Portrait of the twins and Swiss football players David, left, and Philipp Degen, right, at their place of origin in Lampenberg in the canton of Basel-Land, Switzerland, pictured on June 6, 2007. Philipp plays for the Liverpool Football Club, David for BSC Young Boys Berne. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Die Zwillinge und Schweizer Fussballspieler David, links, und Philipp Degen, rechts, in ihrem Heimatort Lampenberg im Kanton Basel-Landschaft, aufgenommen am 6. Juni 2007. Philipp spielt fuer den Liverpool FC, David fuer den BSC Young Boys Bern. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Einfach weil es so ein gutes Bild ist David (links) und Philipp Degen in einem Getreidefeld Bild: KEYSTONE

... seine Interessen bei diesem Engagement:

«Es geht nur um das Wohl des Klubs. Ich habe keine Eigeninteressen, ich habe Interessen für den Klub.»

... mögliche Rendite, die er aus diesem Geschäft ziehen will:

«Natürlich ist es klar, dass wenn man Geld bezahlt, man irgendwann den Anspruch hat, das Geld wieder einzulösen. Aber jetzt habe ich Geld gegeben, jetzt will ich Wert schaffen, den Klub weiter bringen. Punkt. Alles andere, was in fünf, zehn oder 15 Jahren ist, kann ich im Moment nicht beantworten. Rendite sind jetzt kein Thema.»

(bzbasel.ch)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Zanzibar 24.09.2019 22:26
    Highlight Highlight Wer da Aktien hat spielt keine grosse Rolle, wichtig ist dass sie einen guten Präsidenten, Sportchef, sowie einen guten Trainer haben. Zum Präsidenten habe ich keine Meinung, kenne ihn zu wenig, der Sportchef scheint mir ein guter Typ zu sein, der Trainer grundsätzlich auch, zum FCB passt aber eher einer, der Hurra-Fussball spielen lässt.
    • Switch_on 24.09.2019 22:53
      Highlight Highlight Das sehe ich als FCB Fan etwas anders.
      Ich finde es spielt eine grosse Rolle wer die Aktien besitzt und wer Präsident ist.
      Denn sie entscheiden über die Strategie.
      Und diese ist meiner Ansicht nach im Moment höchst fragwürdig.
  • Aya 24.09.2019 18:56
    Highlight Highlight Mittelmässige Fussballer verdienen zuviel!

    Ich mach mal Pop Corn und schau zu wie der FCB versinkt.

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