Kinder
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Zu teuer: Viele Eltern verzichten auf die Kita

Die Arbeitgeber fordern eine staatliche Kita-Offensive. Doch kann die Branche ein grösseres Angebot stemmen?

Kari Kälin / ch media



Schicken Eltern ihre Kinder teilweise in die Kita, sollen sie künftig bei der direkten Bundessteuer statt 10'100 Franken bis zu 25'000 Franken abziehen können. Das Parlament hat einem höheren Abzug für die Kinderbetreuung zugestimmt.

Das bestehende Angebot an Krippenplätzen in der Schweiz deckt die Nachfrage nicht (Symbolbild). Bild: KEYSTONE

Die öffentliche Hand solle mehr Geld in Kitas und Tagesschulen investieren: Dies verlangt der Schweizerische Arbeitgeberverband in einem neuen Positionspapier (wir berichteten). Damit will er den Fachkräftemangel lindern, die Vereinbarkeit von Beruf und Familien sowie die Chancengleichheit von Mann und Frau fördern.

Die Zahl der ausserfamiliären Betreuungsangebote ist in den letzten Jahren zwar gestiegen. Gemäss einer Studie des Bundesamtes für Sozialversicherungen gibt es mittlerweile 62'500 Plätze in Kinderkrippen und 81'000 Plätze bei Mittagstischen von Schulen, auch dank der Anschubfinanzierung des Bundes.

Höhere Tarife als im Ausland

Eine Elternbefragung offenbart aber: Das bestehende Angebot deckt die Nachfrage nicht. Und rund 20 Prozent der Eltern verzichten auf Krippenplätze, weil sie ihnen schlicht zu teuer sind. Im Vergleich zum umliegenden Ausland zahlen sie zwei- bis dreimal so hohe Tarife, weil die öffentliche Hand hierzulande weniger Steuergeld in die Kitas steckt.

Jetzt ertönt also seitens der Arbeitgeber der Ruf nach mehr Staat bei den Krippen und Tagesschulen. Bloss: Kann die Branche einen Ausbau überhaupt stemmen? Klar ist: Die Qualität der ausserfamiliären Betreuung muss stimmen – damit Eltern ihre Kinder mit gutem Gewissen in die Krippe bringen können.

Doch in jüngster Vergangenheit weckten Medienberichte Zweifel. Das Onlinemagazin Republik und die «NZZ» berichteten von einer Kitamisere. Von einer hohen Personalfluktuation, weil viele Betreuerinnen ausgelaugt seien. Von tiefen Löhnen. Von vielen Praktikantinnen und Praktikanten. Von vom Wickeltisch herunterfallenden Babys. Oder von Kindern, die zu wenig Essen erhalten.

Kann die in den vergangenen Jahren stark gewachsene Branche einen Ausbau überhaupt stemmen? «Mit einer ausreichenden Finanzierung durch die öffentliche Hand ist das möglich», sagt Prisca Mattanza, Sprecherin beim Verband Kinderbetreuung Schweiz (Kibesuisse).

Kibesuisse begrüsst das Engagement des Arbeitgeberverbandes – auch weil dieser explizit betont, der Staat müsse qualitativ gute und finanziell attraktive Angebote sicherstellen und finanzieren. Der Verband kritisiert, die Politik habe in den vergangenen Jahren den Fokus zu stark auf die Quantität gelegt.

Geht es nach Kibesuisse, läuft die frühkindliche Förderung künftig über das Schulbudget. «Die frühkindliche Betreuung muss als Teil der Bildungspolitik anerkannt und dem- entsprechend finanzpolitisch auch so behandelt werden», sagt Mattanza. Kibesuisse unterstützt deshalb einen Vorstoss, mit dem Nationalrat Matthias Aebischer (SP/BE) Chancengerechtigkeit vor dem Kindergartenalter herstellen will.

Angesichts des Fachkräftemangels ist für Kibesuisse die staatliche Stärkung der Fremdbetreuung ohnehin ein politisches Gebot der Stunde. Man investiere damit auch in die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und in die Bildungsrendite. In der Tat zeigt die Forschungsliteratur, dass eine bessere soziale Durchmischung im Vorschulalter Kindern aus bildungsfernen Familien besseren Schulabschlüssen und Berufslehren verhilft.

Ernst Fehr, Wirtschaftsprofessor an der Universität Zürich, fasst den Befund wie folgt zusammen: «Viele internationale Untersuchungen legen nahe, dass jeder Franken, den man in die frühkindliche Förderung von bildungsfernen Schichten investiert, einen gesellschaftlichen Nutzen von zwei und mehr Franken erzeugt.»

Eltern sind mit Kitas zufrieden

Und die Schlagzeilen über die Kita-Misere? Wie geht Kibesuisse damit um? «Wir sind überzeugt, dass die in diversen Artikeln beschriebenen Vorwürfe, welche potenziell strafrechtlich relevanten Charakter haben könnten, nicht dem Branchenstandard entsprechen», sagt Mattanza. Es stimme aber, dass die Branche unter grossem finanziellen Druck stehe.

Dieser könne nur durch die öffentliche Hand und unter keinen Umständen durch die Erhöhung der Elternbeiträge gelindert werden. Immerhin. Die Eltern scheinen mit den Kitas glücklich zu sein. Gemäss einer Studie des Bundes erteilen sie der ausserfamiliären Betreuung gute Noten – 5.19 auf einer Skala von 1 bis 6.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

11 Eltern-Typen, die auch du kennst

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

160
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
160Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Antigone 09.03.2020 23:34
    Highlight Highlight Definitiv ein Armutszeugnis der Schweiz. (Sowie Vaterschaftsurlaub, und alles was mit Familie zu tun hat...)

    Man setzt Kinder auf die Welt und muss sie jemand Fremdem überlassen, das Kind verbringt dann mehr Zeit mit den Fremden als mit der eigenen Familie(!), nur damit man als Eltern den Anschluss im Beruf nicht verpasst? Irgendwie unmenschlich 🤔

    Verstehe nicht, wieso hier nicht endlich mal etwas unternommen wird.
  • Altweibersommer 09.03.2020 23:22
    Highlight Highlight Wenn es nur einen Weg gebe, wie die Arbeitgeber ihre Angestellten direkt unterstützen könnten...
  • Graf von und zu Trautmannsdorff 09.03.2020 17:12
    Highlight Highlight Arbeitgeberverband, wenn ich das schon höre. Das sind jene bürgerlichen Kreise, denen nichts heilig ist, als die Interessen der KMUs zu fördern, das ach so wertvolle Rückgrat der Schweizer Wirtschaft. Damit diese immer noch reicher werden, werden in praktisch jedem Kanton auf Teufel komm raus die Steuern gesenkt, so dass der Kanton an allen Ecken und Enden sparen muss bis es quitscht. Und genau jene Kreise fordern jetzt, dass der Staat Krippen finanziell unterstützen soll. Damit sie ihren eigenen Gewinn weiter maximieren können.
  • Resche G 09.03.2020 16:57
    Highlight Highlight Bin so links das auf smartvote bei mir nur noch Kommunisten vorgeschlagen werden ;) Aber beim Thema Kinderbetreuung bin ich wohl etwas speziell.

    Finde ist absolut notwendig, dass man z.b. Alleinerziehende und Tiefe einkommen mit Subventionen bei der Kinderbetreuung unterstützt.

    Aber, es kann ja nicht das Ziel ein Gesellschaft sein, dass die eigenen Kinder 100% Fremd betreut sind nur damit Mami und Papi irgendwo schuften können.

    Schön währe es, wenn Teilzeitpensen mehr Ansehen bekommen würden. Und ein obl. Vaterschaftsurlaub um die Karriere Chancen der Mütter zu erhöhen.
    • Nocciolo 09.03.2020 17:29
      Highlight Highlight Ich finde: Das Eine tun und das Andere nicht lassen. Von zwei Teilzeitlöhnen sollte man leben können, aber wer arbeiten will, sollte auch die Möglichkeit haben die Kinder in die Kita zu geben. Ist für die Sozialisierung der Kinder auch sinnvoll.
  • dho 09.03.2020 16:25
    Highlight Highlight Kitas sind Teil des Erziehungswesens, wie der Kindergarten. Wir sollten einsehen, dass der sogenannte freie Markt nicht fähig ist, das Angebot und die Nachfrage im Bildungsbereich zu organisieren.
  • Dr no 09.03.2020 14:25
    Highlight Highlight Wenn schon dann Familien generell steuerlich entlasten. Es kann nicht sein, dass der belohnt wird, der die Kinder in die Kita schickt und derjenige der sich dafür entscheidet, die Kids mehrheitlich selber zu hüten bestraft wird. Wenn ein Elternteil bewusst weniger arbeitet um für die Kinder da zu sein, dann hat die Familie auch weniger Geld zur Verfügung. Aber immer nur die mit den Kitas jammern !
    • Bits_and_More 09.03.2020 15:58
      Highlight Highlight "Wenn ein Elternteil bewusst weniger arbeitet um für die Kinder da zu sein, dann hat die Familie auch weniger Geld zur Verfügung."

      Und wegen der Progression bezahlen diese Familien auch weniger Steuern im Vergleich zu Doppelverdienern.

      Oder was möchtest Du damit Aussagen?
    • Dr no 09.03.2020 16:35
      Highlight Highlight Erstens habe ich geschrieben, weniger arbeitet und nicht nichts arbeitet. Und ja, bei privater Betreuung kann ich nichts von den Steuern abziehen, bei der Kita schon.
  • Biker Girl 09.03.2020 13:33
    Highlight Highlight Für alles mögliche hat der Staat Geld. Aber für unsere Zukunft und die zukünftigen Zahler unserer Rente nicht.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 09.03.2020 14:00
      Highlight Highlight Ja, in Polen bezahlt die Regierung für ein Kind 12% vom durchschnittlichen Polnischen Lohn, bei uns sind es 2,6%. Sogar in Polen kann man sich Kinder leisten, bei uns nicht.
  • YvesM 09.03.2020 12:56
    Highlight Highlight Je nach Anzahl Kinder und Anspruch ist eine Nanny nicht teurer, aber meist für die Familie sie bessere Lösung.
    • bebby 09.03.2020 14:23
      Highlight Highlight Ab 2 Kindern kommt die Nanny gleich teuer minus die Ansteckungen in der Kita.
    • kettcar #lina4weindoch 09.03.2020 16:39
      Highlight Highlight Plus nimmt die Nanny die Kinder auch, wenn sie noch schlafen. Bei der KITA muss man das timing besser im Griff haben :)
    • f303 09.03.2020 16:48
      Highlight Highlight Nur für das Kind ist es eben nicht die bessere Lösung.
  • Locutus70 09.03.2020 12:48
    Highlight Highlight Karriere, Karriere, Karriere - da ist eben keine Zeit mehr für Kinder. Der Egoismus und die Dekadenz kennt langsam keine Grenzen mehr.
    Vielleicht wäre wirklich eine starke Zuwanderung aus dem arabischen oder afrikanischen Raum wünschenswert, vielleicht kann das mittel- bis langfristig den Kompass etwas positiv verändern.
    • Unsinkbar 2 09.03.2020 15:09
      Highlight Highlight Wie soll man von einem Lohn leben? Chf 1800 Wohnung (wenns gut kommt), Chf 1000 Krankenkasse, Chf 500 Steuern, Chf 600-1000 für Essen und Windeln, Chf 200 für öV ( oder Chf 400-500 fürs Auto), etc...
    • aglio e olio 09.03.2020 16:08
      Highlight Highlight Soll ja Leute geben die nicht wegen der Karriere arbeiten gehen sondern lediglich um ihre Rechnungen zahlen zu können.
      Und was ist daran dekadent?
  • John Henry Eden 09.03.2020 12:38
    Highlight Highlight Viele hier sind schon witzig. Meckern über die teure Schweiz, tun aber alles, um sie noch teurer zu machen.

    Was wollt ihr, ein Wunderkind oder ein gesundes Kind? Eben, für die Wirtschaft gilt dasselbe.

    Also brauchen wir weniger Einwohner und eine gesundschrumpfende Wirtschaft. Bald hat dann jede verbleibende Familie eine günstige Bleibe und einen sicheren Job.

    All die Clowns in ihren überbezahlten Trendjobs, die von einer boomenden Weltwirtschaft abhängen, sollen verschwinden. Brauchen tut es nur die unverzichtbaren Berufe und jene, die echte Schweizer Qualität liefern.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 09.03.2020 14:03
      Highlight Highlight @ John. In Ihrem Kommentar liest man den ganzen Frust des Daseins.

      Unsere Wirtschaft dreht sich eben nicht nur um die Grundbedürfnisse, das ist auch so bei einem Kind. Sie können dem Kind Essen, Dach und etwas Liebe geben; aber das Kind braucht auch Herausforderungen, Aufgaben, Bildung, Moral, und, und, und das brauchen Erwachsene auch. Darum gibt es Universitäten, Forschung, usw. Eine Welt, wie Sie sich das vorstellen, hätte niemals den Mond betreten, das Internet erfunden, Medikamente, Automobil, Flugzeuge, und so weiter. Einfach mal die Seele baumeln lassen, Mister.
  • insert_brain_here 09.03.2020 11:05
    Highlight Highlight Mittelstand in der Schweiz, zieht in die bürgerliche Agglo weil dort die Steuern so schön niedrig sind, stellt dann fest dass die wenigen Kita-Plätze unbezahlbar weil nicht subventioniert sind
    Benutzer Bild
    • Maracuja 09.03.2020 13:11
      Highlight Highlight @The Emperor: weil dort wenig Wohnraum zur Verfügung steht, das Kind erst 30 Minuten Tram fahren muss, bis es einen Baum sieht, und auf dem Weg zum Kindergarten mindestens 5 Hauptverkehrsachsen und Tramschienen überqueren muss

      Es geht um Schweizer Städte. Ich lebe in Zürich und was Sie schreiben ist bis auf den fehlenden bezahlbaren Wohnraum kaum zutreffend.
    • Maracuja 09.03.2020 15:32
      Highlight Highlight @The Emperor: Ich anerkenne: Baum war nicht zutreffend. Ich meinte Wald

      In den meisten Aussenquartieren ist man viel schneller im Wald als von Ihnen geschätzt und Kinder überqueren i.d.R. nur Quartierstrassen auf dem Weg zum Kindergarten*. Aber für Hipster gelten halt nur gewisse Quartiere als Stadt. Gibt auch noch diejenigen, die Multikulti toll finden, aber mit Kindern plötzlich aufs Land zügeln, weil der Ausländeranteil in städtischen Schulen/Kigas zu hoch ist.
      * Ist es überhaupt statistisch belegt, dass in Städten Kinder auf dem Schulweg häufiger Opfer eines Verkehrsunfalls werden?
    • Maracuja 10.03.2020 12:03
      Highlight Highlight @The Emporer: Aber den Batzen und das Weggli gibts halt leider nicht

      Einverstanden. Ihr 1. Kommentar machte auf mich den Eindruck, dass Sie Schweizer Städte mit Grossstädten verwechseln, deshalb bin ich drauf eingegangen. Hab erst jetzt geschnallt, dass Sie das Ganze nicht so ernst meinten.
  • Lowend 09.03.2020 10:50
    Highlight Highlight Wenn die Wirtschaft mehr Geld für Kitas fordert, könnte die Politik ja mal darüber nachdenken, die extrem tiefen Unternehmenssteuern leicht zu erhöhen? Ist nur so ein Gedanke...
    • Locutus70 09.03.2020 12:53
      Highlight Highlight Ich finde den Gedanken sehr gut :)
  • Francis Begbie 09.03.2020 10:36
    Highlight Highlight Man darf das Sorgenkind in Sachen Kitas schon beim Namen nennen: Globegarden - wer sein Kind nicht mag solls da hin schicken.
  • mrgoku 09.03.2020 10:28
    Highlight Highlight Kita gleichstellen mit Kindergarten und Schulen und das Problem ist weitgehend gelöst...

    Fakt ist, dass man sich in der Schweiz 100 Mal überlegen muss, ob man Kinder auf die Welt setzt oder nicht....

    Familienunfreundlicher geht es kaum...
    • Passierschein A38 09.03.2020 10:59
      Highlight Highlight Ohne auf die Umstände Bezug zu nehmen:

      Alle sollten sowieso 100 Mal überlegen, ob sie Kinder wollen!
    • Liquidpsy 09.03.2020 11:53
      Highlight Highlight Grundsätzlich sollte ja jede Frau 2.1 Kinder kriegen damit wir unsere Population halten können.. Ist aber heute schon nicht mehr der Fall. Was passiert wohl wenn die Population rückläufig wird ? Eigentlich wäre es wichtig das Kinderkriegen wieder zu fördern in der Schweiz.
    • Miracoolix 09.03.2020 12:05
      Highlight Highlight Nein sicher nicht, die Welt hat grundsätzlich jetzt schon zu viele Menschen, da muss nichts gefördert werden, damit es noch mehr werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • passiver Überströmer 09.03.2020 10:02
    Highlight Highlight Die öffentliche Hand solle mehr Geld.....
    Und wo übernimmt die Wirtschaft Verantwortung? Kitas können auch von den Firmen betrieben werden, diese profitieren ja auch.
  • Abraham Colombo 09.03.2020 09:56
    Highlight Highlight Ich habe ausgerechnet was es kosten würde, wenn meine Frau 60-80% arbeitet würde und die 3 Kids fremdbetreut würden. Das ginge noch, aber da kommen ja noch die Steuern, da wir verheiratet sind wäre dies verheerend. Resultat, meine Frau bleibt zuhause weil es kein Sinn ergibt, dass sie Arbeiten geht für Kinderbetreuung und den Staat. Unser Land ist ein wirklich Kinder- und Familien-feindliches Land, es stimmt mich wütend, wenn eines der reichsten Länder über alle Masse rückständig ist. Ich war mal Patriot, seit ich Kinder habe schäme ich mich für die Schweiz.
    • Bambulee 09.03.2020 12:14
      Highlight Highlight @Astrogator etwa so habe ich sie auch eingeschätzt, anderen wo es nur geht über die „schnurre fahrä“ selber jedoch kein bisschen besser, eig schade...
    • Älplermagrönli mit Öpfelmues 09.03.2020 13:00
      Highlight Highlight @Abraham Colomo So war das mit meiner Mutter auch. Sie wäre quasi für meine Betreuung arbeiten gegangen. Ich finde es schade, dass ich als Frau quasi weiss, dass Kinder kriegen, meine jetztige Karriere in der Schweiz so ziemlich ruinieren würde. Bin ziemlich sicher, ich hätte in meinem Alter sogar Schwierigkeiten eine andere Stelle zu finden, da ich ja im Gebärfähigen Alter bin. Etwas sollte verändert werden. Es betrifft mich zwar noch nicht, aber ich bin definitv für eine Staatliche Subvention von Kitas.
  • Bruno Wüthrich 09.03.2020 09:47
    Highlight Highlight Ich habe versucht, micht etwas schlau zu machen. Die Anforderungen an die Kitas, an das Personal hinsichtlich Arbeitsbelastung, Flexibilität und Knowhow, die Räumlichkeiten, sowie die Verpflegung, Gesundheit, Sicherheit, etc., verursachen gewaltige Kosten, die irgendwie gedeckt werden müssen. Bei der stetig steigenden Nachfrage nach Kitaplätzen ist es unabdingbar, dass die Löhne sich künftig vermehrt nach Angebot und Nachfrage richten.

    Unter dem Strich komme ich zu der Überzeugung, dass die Kitas nicht nur staatlich unterstützt, sondern sogar weitgehend staatlich betrieben werden müssen.
    • M. Bakunin 09.03.2020 14:13
      Highlight Highlight @WID Die Steuergelder fehlen nicht weil Geld im Sozialbereich oder Bildung ausgegeben werden. Das Geld fehlt vor allem weil jedes Jahr Milliarden an Steuergeschenken an super Reiche und Internationale Firmen gemacht werden. Steuersubstrat wäre genügend da, es wird einfach nicht Fair eingesammelt.
      Dazu macht die National Bank jedes Jahr sehr hohe Reingewinne die auch ohne weiteres für Soziale Projekte eingesetzt werden können.

      Aber man sieht gut wohin die Bürgerliche Politik uns gebracht hat, alle Glauben jetzt das der Staat sein Geld sparen muss.
    • Bruno Wüthrich 09.03.2020 18:30
      Highlight Highlight @ WID

      Nein, Kitas sind natürlich dann nicht gratis. Aber es ist ja schliesslich auch der Staat, welcher die Anforderungen stellt, und letztendlich profitiert zuletzt der Staat auch mit. Wir sind alle darauf angewiesen, dass es Nachwuchs gibt im Land. Weshalb lassen wir also dies die Familien alleine stemmen? Kinder zu haben ist kein Luxus. Gerade aus übergeordneter Sicht sind Kinder eine liebenswerte Notwendigkeit.
      Übrigens: Ich schreibe dies nicht aus Eigennutz. Meine drei Kinder sind längst erwachsen. Ich kann nicht mehr direkt profitieren.
  • Gubbe 09.03.2020 09:42
    Highlight Highlight 1. Vorschlag: Die arbeitende Frau betreut ihr Kind. Sie bleibt zu Hause. Sie erhält CHF 2000.- monatlich. Hälftig durch den Arbeitgeber und Bund. Dies drei Jahre lang.

    2. Vorschlag: Sind beide arbeitstätig, spart ein paar Jahre, die Frau bleibt zu Hause und betreut ihr Kind.
    So taten wir das... wir hatten ein kleines Auto und keine grosse Wohnung.
    • Things will be different when I take over the worl 09.03.2020 10:50
      Highlight Highlight Vorschlag 3: Der Vater soll gefälligst auch aufs Kind schauen. Immerhin war er bei der Zeugung beteiligt. Zum Glück kann man sich den Mann aussuchen. Würde mich ein Mann in diesem Punkt "betrügen", wie der Typ in der SRF Doku und dies obwohl es sogar noch abgemacht war, dass beide Teilzeit arbeiten, würde ich den so was von verachten und mich für diesen Verrat rächen. Ekelhaft wie einige Männer denken, ihre Karriere und "Selbstverwirklichung" sei wichtiger als jene der Frau. Einfach ekelhaft.
    • Stachri 09.03.2020 11:01
      Highlight Highlight Da haben Sie wohl recht. Komisch ist nur, dass der Vater immer zweiter macht, wenn sich Eltern trennen...
    • Stachri 09.03.2020 12:26
      Highlight Highlight @SwissWitchBitch
      Ich bin seit einem Jahr ungewollt wieder Single und bezahle CHF 1'580.- für ein 4-jähriges (!) Kind, bei einem Einkommen von brutto 6'000.-. Die Mutter arbeitet 40% mit Brutto CHF 2'500.-. Ich bezahle CHF 6'000 Steuern, trotz den hohen Alimenten und Krankenkasse; die Mutter fast nichts von beidem. Ich würde gerne mehr mit meiner Tochter unternehmen, die Mutter will das aber nicht. Wer findet den Fehler?
    Weitere Antworten anzeigen
  • barbablabla 09.03.2020 09:41
    Highlight Highlight In der Schweiz 62'500 Kitaplätze.
    Davon ca. 11'000 in Zürich. Mittags und Schulergänzende Plätze Schweiz
    81'000 . Davon ca. 10'000 in Zürich.
    Ich gehe davon aus, dass Basel, Winti, Bern, Lausanne, Genf auch viel Tagestätten führt.
    Da stellt sich bei mir die Frage, wie sieht es im Rest des Landes aus.
    Bessere Löhne und subventionierte Plätze sollten 2020 eine Selbstverständlichkeit sein.
    • insert_brain_here 09.03.2020 10:40
      Highlight Highlight Auf dem Land hat die 100% Stay-at-Home-Mum unterdessen den Mercedes als Statussymbol Nummer 1 abgelöst, zudem wird da die Sünnelipartei gewählt deren Vorstellungen vom Familienleben hinlänglich bekannt sind.
    • Stachri 09.03.2020 11:06
      Highlight Highlight Immerhin vertritt die "Sünnelipartei" die Interessen eines grossen teils der Stimm-Bevölkerung. Warum wählen nicht alle die Linken? Wird wohl such seine Gründe haben...
    • CrazyLu 09.03.2020 11:29
      Highlight Highlight Haha, ich wähle die grossen Roten, wohne in der Agglo aka auf dem Land - habe 1,5 Kinder und bin 100% zu Hause. Und es war und ist MEINE Entscheidung.

      Gibt es also auch...
  • Greenmuffin 09.03.2020 09:03
    Highlight Highlight Ihr redet hier alle von Eltern. Also Paare welche gemeinsam für den Unterhalt des Kindes aufkommen muss.

    Habt ihr mal an die Frauen und Männer gedacht, welche alleine das alles stemmen müssen?

    Alleinerziehend, keine Eltern welche das Kind unter der Woche aufnehmen könnten, Wohnung so günstig wie möglich und unter 80% Arbeitspensum reichts nicht bis Ende Monat.
    Also ja, eine Kita ist nötig. Aber teuer.

    Es muss nicht zwangsläufig subventioniert werden, aber wie wäre es mit einer Verstaatlichung?
  • Skeptischer Optimist 09.03.2020 08:58
    Highlight Highlight Die Subventionen sollten über eine Erhöhung der Unternehmenssteuer finanziert werden.
  • Firefly 09.03.2020 08:57
    Highlight Highlight "Die öffentliche Hand solle mehr Geld in Kitas und Tagesschulen investieren: Dies verlangt der Schweizerische Arbeitgeberverband"

    Wie wäre es, wenn die Arbeitgeber selber mehr dazu beitragen würden, wenn sie Fachkräfte wollen? Ich meine ja nur, sonst sind sie ja auch immer für weniger Staat.
    • Echt jetzt? 09.03.2020 09:33
      Highlight Highlight Ähm, in den letzten Wochen haben wir doch von hochqualifizierten Langzeitarbeitslosen gelesen - und das bereits bei den Ü45... Fachkräftemangel? Echt jetzt?
  • Resche G 09.03.2020 08:51
    Highlight Highlight Also Fachkräfte hört sich ein wenig nach gut gebildeten Spezialisten/innen an welche 120'000 und mehr einstreichen. Wenn bei solchen Paare trotz Kinder beide 100% Arbeiten wollen können Sie sich die Kita auch leisten.

    Kinder kosten, dass war schon immer so... Ich bin aber nicht dafür, dass der Staat Kinder übermässig subventionieren sollte. Und wenn es Zuwenig Fachkräfte hat, dann ist dies halt so.
    • EnteEnteEnte 09.03.2020 09:45
      Highlight Highlight Eine Fachkraft verdient nicht automatisch so viel, weil sie eine "Fachkraft" ist. Jeder der eine Ausbildung in einem Bereich gemacht hat, ist eine Fachkraft. So auch bspw. Pflegefachpersonal, Handwerker, LWK Fahrer, welche bestimmt nicht "120'000 und mehr einstreichen".
    • Resche G 09.03.2020 10:34
      Highlight Highlight Natürlich... Aber wenn Firmen lauthals nach Fachkräften suchen sind dies meist gut ausgebildete Berufe:

      Fachkräftemangel Ranking Deutschschweiz 2019
      1: Ingenieurberufe
      2: Berufe der Informatik
      3: Berufe des Treuhandwesens
      4: Techniker/-innen
      5: Humanmedizin und Pharmazie
      6: Berufe des Unterrichts und der Bildung
      7: Technische Fachkräfte
      8: Berufe des Rechtswesens
      9: Unternehmer/-innen, Direktoren/Direktorinnen und leitende Beamte/Beamtinnen
      10: Berufe der Elektrotechnik und Elektronik, der Uhrenindustrie und des Fahrzeug- und Gerätebaus und -unterhalts
    • Tasha 09.03.2020 13:41
      Highlight Highlight Realbeispiel:
      Mein Mann verdient als Softwareing./Projektleiter 96'000.- /100% netto
      ich als Bauingenieurin/Projektleitung 88'400.- 100% netto.

      Aktuell arbeitet er 80% (76'800.-/Jahr), ich 60% (53'000.-/Jahr), die beiden Kids sind also 2 Tage/Woche in der KITA. Die kostet 165.-/Tag/Kind (17'160.-/Jahr).

      Fazit: Wir erwirtschaften mit unserem Modell ca.16'500.- mehr pro Jahr, als wenn ich als Geringerverdienende zuhause bleiben würde. Tönt im ersten Moment schön, geht aber zu einem grossen Teil dank Steuerprogression wieder flöten, so dass am Schluss im Grunde eine schwarze Null bleibt.


    Weitere Antworten anzeigen
  • why_so_serious 09.03.2020 08:30
    Highlight Highlight Eines der reichsten Länder der Welt und sowas von nicht attraktiv für Eltern - shame on you Switzerland.
  • Unsinkbar 2 09.03.2020 08:24
    Highlight Highlight Ich bezahle CHF 130/ Tag für eine Privatkrippe (Gemeindekrippe bis 2022 ausgebucht!!), die Betreuerinnen sind alle jünger als 25 und kommen vorwiegend aus Portugal und Spanien und haben wohl schlechte Löhne bzw. wohnen bei den Eltern. Wenigstens ist die Betreuung gut (letzte Woche waren es 3 Kinder für 2 Betreuerinnen). Eigentlich ein Trauerspiel für die Schweiz. Die Alternativen sind jedoch noch schlechter (Tagesmutter, Kündigung).
  • Smeyers 09.03.2020 08:19
    Highlight Highlight Das Kita System in der Schweiz ist sch...! Die Angestellten verdienen zu wenig und für Arbeitende ist es zu teuer weil sie Doppelverdiener sind und nur für die Kita arbeiten, damit der Partner (meistens die Frau) in der Arbeitswelt bleiben kann.

    Am besten haben es Arbeitslose, denen wird die Kita subventioniert.
    • Gopfridsenkel 09.03.2020 12:43
      Highlight Highlight Echt jetzt? Arbeitslose bekommen die Kita subventioniert? Wofür, sind die nicht eh zuhause? Oder ist das gemeint weil sie die Zeit für die Arbeitssuche, Vorstellungsgespräche etc nutzen sollen?
    • Xinaka 09.03.2020 18:01
      Highlight Highlight Genau so. Will sie sonst nicht (rasch) vermittelbar sind.
    • Smeyers 09.03.2020 21:57
      Highlight Highlight @gopfridsenkel; Arbeitslose bekommen eher die Kita subventioniert weil die Lohnsumme tief ist. Das heisst Mittelstand und Doppelverdiener bezahlen doppelt.
  • Kronrod 09.03.2020 08:16
    Highlight Highlight Aha, wenn etwas so kostspielig ist, dass es sich nicht lohnt, soll einfach der Staat bezahlen? Wer so denkt, hat die einfachsten wirtschaftlichen Zusammenhänge nicht verstanden...
    • Coromandante 09.03.2020 08:25
      Highlight Highlight Und wer so denkt, hat die einfachsten sozialen Strukturen nicht begriffen. Was wichtiger ist, sei jedem selbst überlassen.
    • Le Luc 09.03.2020 08:33
      Highlight Highlight Nimmst du dein grosses Portemonnaie mit!😃
    • Maracuja 09.03.2020 08:54
      Highlight Highlight @Kronrod: Wer so denkt, hat die einfachsten wirtschaftlichen Zusammenhänge nicht verstanden...

      Die Forderung kommt vom Arbeitgeberverband und die dürften doch eine gewisse Ahnung von wirtschaftlichen Zusammenhängen haben. Im Übrigen fordern sie nur gemäss ihrem üblichen Verhalten: Gewinne privatisieren, Kosten sozialisieren. Die gehäuften Negativmeldungen aus Kitas betreffen zudem oft gewinnorientierte Kitas.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Etniesoph 09.03.2020 08:01
    Highlight Highlight KITA sollten vom Staat gratis angeboten werden! Oder dann vom Arbeitgeber! Genau! Die Arbeitgeber könnte man ja mal in die Pflicht nehmen...Die bekommen ja sonst alles in den Allerwertesten geschoben!
  • Töfflifahrer 09.03.2020 07:59
    Highlight Highlight Warum werden die Kitas nicht wie Kindergarten und Schule, durch die Öffentlich Hand betrieben?
    Wir haben mittlerweile gesehen, dass eine Privatisierung das Problem birgt, dass Grossunternehmen die Kitas betreiben nur auf Profit aus sind und die Mitarbeiter und die Ausstattung billig sein müssen.
    Dafür, dass Bildung die einzige Ressource ist die wir haben, wir da aber doch eher gespart als mal richtig investiert. Zudem hat sich mittlerweile gezeigt, Privatisierung geht nur zulasten der Bevölkerung.
    • Maracuja 09.03.2020 09:13
      Highlight Highlight Ich habe vor vielen Jahren in einer staatlichen Kita gearbeitet, meine Kinder besuchten eine von einem gemeinnützigen Verein geführte Kita. Der Standard war in beiden Kitas sehr hoch. Das Problem sind die gewinnorientierte Kitas. Musste beim jüngsten Kind mal eine besichtigen, weil in den seriösen Kitas trotz frühzeitiger Anmeldung kein Platz frei war. Die Zustände waren so schrecklich, dass ich mich dann lieber für eine Tagesmutter entschied. Der Staat sollte das Geld in eigene Kitas stecken.
  • Madison Pierce 09.03.2020 07:55
    Highlight Highlight Soso, da ist den Arbeitgebern der Staat wieder recht. Wäre eigentlich logischer, dass sie sich selbst an Kitas beteiligen oder Löhne zahlen, mit denen man sich einen Kitaplatz leisten kann.
    • Binetta 09.03.2020 08:31
      Highlight Highlight Würden die Kitas wie Kindergärten vom Staat betrieben könnte man die Arbeitgeber ja über Unternehmenssteuern an den Kosten beteiligen. Stattdessen werden die Steuern für Firmen immer weiter gesenkt.
    • Echt jetzt? 09.03.2020 09:35
      Highlight Highlight Kinder haben war noch nie günstig. Aber Kinder und Job? Dafür soll nun die Allgemeinheit bezahlen? Nö, überlegt euch vorher, ob ihr euch Kinder leisten könnt.
    • Gopfridsenkel 09.03.2020 12:48
      Highlight Highlight Echt jetzt?: Wer soll denn zukünftig deine Rente bezahlen, wenn sich alle gegen das Kinder kriegen aus finanziellen Gründen entscheiden? Ohne Kinder kann eine Gesellschaft nicht überleben, ist doch nun wirklich logisch. Ausser du hast 100%ige Einwanderung, aber das ist ja dem Volk dann auch wieder nicht recht...
    Weitere Antworten anzeigen
  • ChliDoris 09.03.2020 07:53
    Highlight Highlight Es kann doch nicht sein, dass für 1 Kind man mehr für die Kita zahlt, als man an diesem Tag/Halbtag einnimmt.
  • Ilovepies 09.03.2020 07:52
    Highlight Highlight Kita ist schon sehr teuer. 2 Kinder, 2 Tage Betreuung, Wohnung und Kita 4000-4500.-. Das ist happig. Klar kann man ausserorts und günstig wohnen, klar kann man aufhören zu arbeiten, klar ist es vorübergehend. Aber ich wäre schon sehr froh, wenn man hier finanziell erleichtert werden würde.
    • Queen C 09.03.2020 08:02
      Highlight Highlight So kannst du immer argumentieren, wenn du auf etwas verzichten müsstest, das nicht lebensnotwendig ist.

      Klar könnte ich mit dem Velo zur Arbeit, klar könnte ich von zu Hause aus Ferien machen, klar könnte ich in einer kleinen Wohnung leben.
      Aber ich wäre schon froh, wenn ich ein grosses Auto hätte, nach Übersee in die Ferien und ein grosses Haus hätte. Und das nicht selber bezahlen müsste.
  • Mäni99 09.03.2020 07:45
    Highlight Highlight Für eine ernsthafte Diskusion fehlen hier klare Zahlen: was ist der Lohn einer Kitaangestellten inkl. Arbeits –Pensum in Stunden, was kostet die Eltern eine Stunde Betreuung, etc.
    • Stezibel 09.03.2020 13:34
      Highlight Highlight Ich arbeite in einem 100% Pensum, habe eine dreijährige Ausbildung zur Fachfrau Betreuung gemacht, bin etwas über 30 Jahre alt und habe Ende Monat keine 4000.- auf dem Lohnkonto... Ein Platz bei uns kostet die Eltern maximal 120.- pro Tag. Noch Fragen?
  • Ian 09.03.2020 07:37
    Highlight Highlight Bleibt zu Hause und hütet eure Kinder! Ja, es geht nicht nur um das Zeugen der Kleinen, um sie dann möglichst fremdbetreuen zu lassen!
    • Miracoolix 09.03.2020 12:19
      Highlight Highlight Das eigene Kind kann man gar nicht hüten, der Rest deines Kommis ist auch komisch, willst du es nicht nochmal versuchen?
  • yey 09.03.2020 07:37
    Highlight Highlight Eine Frage stellvertretend für alle Nicht-Papis Nicht-Mamis: Wie kann es sein, dass Krippenplätze einerseits so teuer sind, dass es sich gar nicht lohnt sein Kind in die Kita zu bringen (weil Lohn gleich wieder vom Kita-Geld aufgefressen wird) ... aber andererseits die BetreuerInnen unterdurchschnittlich verdienen?

    Macht man da neuerdings 1:1 Betreuung? Ansonsten ist da doch irgendwo der Wurm drinn 🐛
    • Pitefli 09.03.2020 13:23
      Highlight Highlight Denkst du wirklich das die gesamten Betreuungskosten für die Löhne gebraucht werden?
    • yey 09.03.2020 14:05
      Highlight Highlight @Pitefli
      Also in meiner (Dienstleistungs-) Firma machen die Lohnkosten bei weitem den grössten Teil der Ausgaben aus, von daher: Ja!

      Ich weiss wirklich nicht wohin das Geld sonst versickern soll... Administration? Consulting? Wasserkopf?
    • Pitefli 09.03.2020 14:40
      Highlight Highlight yey, Personalkosten (nicht nur Lohn) sollten max. 80% der Gesamtkosten betragen. In einer Kita wird dies bestimmt nicht bei 80% sein. Die Kinder müssen was essen, dreckige Kleidung muss mit einer Waschmaschine gewaschen werden, die Infrastruktur für die Spaziergänge muss auch finanziert werden. Das Geld versickert bestimmt nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • CalibriLight 09.03.2020 07:36
    Highlight Highlight Am besten wären Kitas nach dem Modell der Schulen. Also staatlich und gut überwacht und hier zwar nicht gratis, aber kostengünstig. Wir müssen endlich einsehen, dass sich die Gesellschaft verändert hat und gute externe Kinderbetreuung mit guten Löhnen zum Alltag gehören soll.
    Lustig ist in diesem Kontext nur, dass die Arbeitgeber jetzt mal wieder nach dem Staat schreien, von dem sie doch sonst wollen, dass er sich nicht in ihre Geschäfte einmischt. De Füüfer und s Weggli halt.
  • Raffaele Merminod 09.03.2020 07:33
    Highlight Highlight Es sind die Arbeitgeber die in die Pflicht genommen werden müssen, nicht der Staat.
    • 7immi 09.03.2020 07:49
      Highlight Highlight entweder steigen die Steuern oder die Preise, schlussendlich zahlt so oder so die Allgemeinheit...
    • dä dingsbums 09.03.2020 07:59
      Highlight Highlight Absolut. Der Fachkräftemangel betrifft die Wirtschaft, also sollen die Arbeitgeber auch etwas in Kitas investieren.
      Nur Gewinne einstreichen und die Kosten dem Staat aufbürden funktioniert langfristig nicht.
    • Smeyers 09.03.2020 08:22
      Highlight Highlight Warum der Arbeitgeber? Er bezahlt dich für deine Arbeitsleistung und nicht für die Kinder!

      Die Gesellschaft und der Staat braucht Kinder um die Renten sicher zu stellen.

      Es ist eine staatliche Aufgabe, das Kinder haben möglich ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bokl 09.03.2020 07:31
    Highlight Highlight Finanzierung durch den Staat? Gerne liebe Arbeitgeber. Auf weitere Steuersenkungen für Unternehmen verzichtet ihr im Gegenzug sicher gern. Ein ausreichender Mindestlohn für Kleinkindererzieherinnen ist sicher auch im Interesse der Unternehmen.
    • _kokolorix 09.03.2020 07:55
      Highlight Highlight Ich würde noch etwas weiter gehen und eine Erhöhung der Unternehmenssteuern für die Finanzierung von Kitas mit anständigen Arbeitsbedingungen fordern.
      Vermutlich ist dann der Enthusiasmus der Arbeitgeber schnell wieder verflogen...
  • Scrat 09.03.2020 07:30
    Highlight Highlight Mit anderen Worten: „Schiebt die Kinder in die Kitas ab, damit ihr mehr arbeiten könnt“. Und bezahlen soll es einmal mehr Väterchen Staat. So sieht also die Lösung zu Vereinbarkeit von Arbeit und Familie aus Sicht des Arbeitgeberverbandes aus. Warum bin ich nicht beeindruckt?
    • Mimimi_und_wow 09.03.2020 14:22
      Highlight Highlight Nicht jede(r) gibt die Kinder in die KiTa weil er/sie sich beruflich verwirklichen wollen. Es gibt auch diejenigen die arbeiten müssen.
      Und: mir wäre es recht, wenn viele Aerztinnen ihre Kinder öfters in die KiTa geben würden und ich dafür einen Hausarzt/Hausärztin finden würde.
    • Scrat 09.03.2020 15:52
      Highlight Highlight Ob und aus welchen Gründen man seine Kinder in eine KiTa geben will, muss jeder selbst entscheiden - ich habe da kein Problem damit. Wenn aber die Arbeitgeber, anstatt selbst aktiv für eine gute Vereinbarkeit von Familie und Arbeit zu sorgen und Lösungen zu bieten, lieber zuerst nach staatlichen Lösungen schreien, dann zeigt es schon, wie sie ticken: Gewinne privatisieren, alles Andere sozialisieren. In diesem Falle also: Arbeitnehmer weiter auspressen, während der Staat für die Kinderbetreuung aufkommen soll. Eine solche Haltung ist zum kotzen.
  • MrJS 09.03.2020 07:24
    Highlight Highlight Die Arbeitgeber fordern eine staatliche Lösung wegen des Fachkräftemangels... Ja aber wieso machen die Arbeitgeber nicht ihrer eigenen Kitas? Für einen grösseren Arbeitgeber mit 300+ Angestellten sollte das doch kein Problem sein. Und ich garantiere ihnen, die besten Fachkräfte werden kommen!
  • kusel 09.03.2020 07:21
    Highlight Highlight Wie wäre es, wenn jene welche Forderungen stellen (Arbeitgeber) für die Finanzierung der Kitas aufkommen würden? Es ist nicht Aufgabe der öffentlichen Hand, Kitas zu finanzieren.
    • Yolo 09.03.2020 08:05
      Highlight Highlight Doch ist es. Der Staat müsste, in Anbetracht der anstehenden demographischen Herausfor-derungen, eigentlich daran interessiert sein, dass das vorhandene inländische Fachkräftepo-tential genutzt wird.
  • Stefan Morgenthaler-Müller 09.03.2020 07:20
    Highlight Highlight Wenn der Arbeitgeberverband könnte, würde er Kinder nicht erlauben, Kinder zu sein, sondern fordern, mit 16 Jahren auf die Welt zu kommen, gesund, mit Studium und 20 Jahren Berufserfahrung und einen Lohn zu wollen, der kaum zum Leben ausreicht.

    Ernsthaft, dem Arbeitgeberverband geht es nicht um das Wohl eurer Kinder.
    • Töfflifahrer 09.03.2020 08:33
      Highlight Highlight Nein, die wollen die Eltern und zwar zu günstigsten möglichen Konditionen.
      Leider scheint es bei den billigen Arbeitskräften aus dem EU Raum langsam zu harzen.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 09.03.2020 08:37
      Highlight Highlight @Töfflifahrer. Ob Eltern oder nicht, interessiert nicht, sondern verwertungsfähig ja/nein, d.h. kann man mit ihrer Arbeitskraft Gewinn erzielen.
  • AllknowingP 09.03.2020 07:14
    Highlight Highlight #Entwicklungsland
  • KasparS 09.03.2020 07:08
    Highlight Highlight 2 kinder, 2.5tage kita pro woche, 2500.-/monat, keinerlei staatliche unterstützung schon bei einem gemeinsamen Einkommen von 8000.-/monat. Tatsächlich macht man das nicht wegen dem geld sondern einfach um den beruflichen Anschluss nicht zu verlieren.
    • mrmouse 09.03.2020 07:30
      Highlight Highlight Günstig! 2 Kinder, 4 Tage Kita: 3700.-/Monat. Auf dem Land (Wädenswil wie auch Langnau aA)
    • Schaaggi 09.03.2020 07:52
      Highlight Highlight Gleiches gemeinsames Einkommen bei uns, auch voraussichtlich keine Subvention möglich. Doch kostet es bei einem einzigen Kind bis 18 Monate schon über 2100.- pro Monat für 3 Tage Betreuung.

      Ich sehe es als Investition in unsere berufliche Zukunft. Auch weil unsere Gesetzgebung meine Frau zur beruflichen Umschulung zwingen.

      Wird keine einfache Zeit werden.
    • I_am_Bruno 09.03.2020 08:48
      Highlight Highlight Gleiche Situation bei uns. Die Antwort unserer Gemeinde:
      - wir unterstützen keine "wohlhabenden" Eltern. Wenn eine Frau arbeite, dann verdiene sie ja auch Geld.
      Es riecht mir oft danach, dass es in vielen bürgerlich dominierten Gemeinden den meisten lieber wäre, die Frauen würden weiterhin bravo zuhause am Herd stehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nerd077 09.03.2020 07:07
    Highlight Highlight Bin mittlerweile für Subventionen vom Staat bei Kitas. Wie kann es sein, dass Kitas für die meisten Eltern zu teuer sind und gleichzeitig die Löhne/Arbeitsbedigungen bei vielen Kitas absolut prekär ist.
    Ich meine was ist das für ein Modell? Für eine Lehre als Kleinkindererzieher/in muss man zuerst ein 1jähriges Praktikum absolvieren, dann die Lehre und danach am besten nochmals Praktikum. Alles zu absoluten Dumpinglöhnen.
    • atorator 09.03.2020 07:15
      Highlight Highlight Kitas werden vom Staat bereits grosszügig unterstützt. Es ist halt ein Geschäftsmodell geworden. Und sobald Geld im Spiel ist, verlieren gewisse Leute alle Hemmungen.
    • Bündn0r 09.03.2020 07:18
      Highlight Highlight Das Problem mit den Praktika und Lehren entsteht nicht durch fehlendes Geld in der Branche, sondern durch eine total überhöhte Nachfrage der Lehrstellen. Subventionen werde da nicht viel ändern.
    • Bene883 09.03.2020 07:51
      Highlight Highlight Die Kitas sind teuer, die Löhne tief. Ergo verdienen sich gewisse Leute damit eine goldene Nase. Da bin ich vollkommen dagegen, diese Hälse noch mit Subventionen zu füllen. Eine Sinnvolle Lösung ist nur, die Kitas nach Modell Kindergarten/Ausserschulische Betreuung (staatlich) zu organisieren. Subventionen dürfte es nach mir nur für Nannys/Tagesmütter geben, da ist klar wer wie viel erhält und das Modell ist sinnvoller für die Wirtschaft (Krankheitstage wegen kranker Kinder)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Resistance 09.03.2020 06:57
    Highlight Highlight Könnte es auch sein das Eltern verzichten, weil sie ihre kinder selber betreuen wollen? Beim thema kinder höre ich immer nur: wer kann wie schnell, wieder wie viel arbeiten! Man könnte ja die schwangerschaft auch outsourcen, dann könnte man immer arbeiten!
    • Menel 09.03.2020 07:23
      Highlight Highlight Ich denke, wenn bei einer Befragung die Eltern angeben, dass ihnen die Kitas zu teuer sind, dann meinen sie das auch so.
    • Hochen 09.03.2020 07:56
      Highlight Highlight Niemand will Eltern zwingen ihre Kinder abzugeben!
    • Yolo 09.03.2020 08:08
      Highlight Highlight Es gibt erstens zu wenig Plätze und gibt es freie Plätze, sind diese unverschämt teuer. Im Übrigen kann man in der Schweiz kaum noch von einem Gehalt leben. Es stellt sich die Frage ob man selbst betreut, sondern wie die Familie über die Runden kommt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 09.03.2020 06:52
    Highlight Highlight Statt einseitig das Betreuungsmodell KITA zu fördern, sollte man lieber das Kindergeld erhöhen. Dann können Familien selbst entscheiden ob sie die Kinder selbst betreuen, in die KITA geben oder durch Freunde oder Grosseltern betreuen lassen.

    Klar, es gibt Studien die zeigen, dass KITA-Kinder später einen tieferen IQ haben. Andere Studien zeigen, dass es keinen Unterschied gibt. Aber Studien basieren auf Durchschnitten und am Ende sollte man auf das Kind selbst schauen. Es gibt extrovertierte Kinder die die KITA lieben und Introvertierte die lieber zu Hause sind. Beides sollte möglich sein.
    • Shlomo 09.03.2020 07:00
      Highlight Highlight Bollocks, Das Kindergeld erhöhen kommt nur der Oberschicht zu gute.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 09.03.2020 07:22
      Highlight Highlight Du warst demfall als Kind wohl nie in einer Kita ;)
    • MacB 09.03.2020 07:48
      Highlight Highlight KITA-Kinder haben einen tieferen IQ? Wo ist mein Aluhut???
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gawayn 09.03.2020 06:42
    Highlight Highlight Dann faßen wir mal zusammen
    Ein KiTa Aufenthalt, kostet für Eltern ähnlich viel wie ein entsprechender Arbeitstag.
    2 bis 3x soviel wie in den Nachbarsländern.
    Die Qualität ist aber nicht beßer.
    Dennoch haben die Angestellten miese Löhne, sind von harten Einsatz ausgelaugt

    Sorry das ist nicht der Staat der Abhilfe schaffen kann.
    Sondern die Personalpolitik.
    Ich wette die Chefs haben eine Villa und fahren die fettesten Wagen.
    Da geht das Kita Geld hin!
    Würde der Staat mehr subventionieren, haben die KiTa Chefs dann nur noch fettere Karren...
    • Druide 09.03.2020 07:32
      Highlight Highlight Wenn ich unsere KiTa im Dorf anschaue, dann hast du deine Wette aber so was von verloren. Da arbeiten nur sehr engagierte Menschen, die jeden Tag ihr bestes geben. Keiner von denen hat eine Villa oder eine fette Karre, auch die Chefin nicht. Im Gegenteil: die müssen schauen, dass sie ihre Familien durchbringen.
      Vielleicht müsstest du dich mal mit der Finanzierung einer KiTa beschäftigen, denn deine Äusserungen dürften in den Ohren von KiTa-Angestellten (und ja, auch deren Chefs) wie blanker Hohn klingen.
    • d-effekt 09.03.2020 09:14
      Highlight Highlight Da stimme ich Dir zu.
      Leider sind aber genau diese Chefs welche die Personalpolitik selber bestimmen dürfen.
      Hier müsste der Staat mE nicht subventionieren sondern regulieren und z.B. verbieten, Praktikumsplätze ohne Garantie auf eine Lehrstelle oder Festanstellung zu betreiben.
      Geld wäre wie gesagt eigentlich genug vorhanden, es versickert einfach in der Gier der Betreiber welche sich einen goldenen SUV verdienen.
    • Das-Malo 09.03.2020 09:29
      Highlight Highlight Woher kommt deine Annahme?
    Weitere Antworten anzeigen

Wer profitiert von höheren Kinderabzügen? 8 Fragen und Antworten zur Abstimmung

Eltern sollen höhere Kinderabzüge bei der Bundessteuer machen können. Das verlangt eine Gesetzesänderung. Das letzte Wort hat das Volk im September.

Am «Monster-Abstimmungssonntag» am 27. September 2020 entscheidet das Volk über eine Änderung des Gesetzes zur direkten Bundessteuer. Sie will den pauschalen Kinderabzug sowie den Steuerabzug für Drittbetreuungskosten erhöhen. Der ursprüngliche Plan dahinter war, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erhöhen.

Doch wer profitiert davon? Wer gehört zum Mittelstand? Diese Fragen werden im Streit über die Steuervorlage entscheidend sein. watson beantwortet die wichtigsten Fragen zur Abstimmung.

Bei …

Artikel lesen
Link zum Artikel