Wirtschaft
Digital

Samsung-Chef Lee wegen Korruption zu fünf Jahren Haft verurteilt

Samsung-Chef Lee wegen Korruption zu fünf Jahren Haft verurteilt

25.08.2017, 12:2626.08.2017, 17:29
epa06161437 Lee Jae-yong, vice chairman of Samsung Electronics Co., leave after his verdict trial at the Seoul Central District Court on August 25, 2017 in Seoul, South Korea. Lee was handed down 5 ye ...
Abgeführt: Lee Jae-Yong.Bild: EPA/GETTY IMAGES POOL

Der Chef von Südkoreas Samsung-Gruppe, Lee Jae-Yong, ist am Freitag wegen Korruption zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Der Enkel des Firmengründers soll versucht haben, die politische Unterstützung der früheren Präsidentin Park Geun Hye zu kaufen.

Der 49-jährige Lee bestritt vor Gericht jegliches Fehlverhalten. Sein Anwalt kündigte umgehend Berufung an. Die Staatsanwaltschaft hatte Lee beschuldigt, Schmiergeld in Millionenhöhe gezahlt haben, um die Zustimmung der Regierung zu einer wichtigen Fusion innerhalb der Samsung-Gruppe zu bekommen.

Das Geld soll an Organisationen einer Freundin der mittlerweile abgesetzten Präsidentin Park gegangen sein. Die Anklagevertretung hatte zwölf Jahre Haft gefordert.

Lee ist seit Februar in Gewahrsam. Hintergrund des Falls ist das Ringen um die Erbfolge in der Samsung-Gruppe. Diese wird von Lee geleitet, seit sein Vater Lee Kun Hee nach einem Herzinfarkt 2014 die Geschäfte nicht mehr führen kann.

Um die Macht der Familie zu festigen, hat der Enkel des Gründers einen Umbau in die Wege geleitet. Wichtiger Bestandteil war dabei die Firmenfusion innerhalb der Gruppe. (sda/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5
«Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bevölkerung das möchte»
Betreibt der Bundesrat im Kampf gegen die SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» Schwarzmalerei? Und nimmt er die Ängste der Bevölkerung wegen der Zuwanderung ernst genug? Justizminister Beat Jans bezieht Stellung im grossen watson-Interview.
Bei der Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» zeichnet sich ein knappes Rennen ab. Laut neuster GFS-Umfrage würden je 47 Prozent Ja beziehungsweise Nein stimmen. Wie erklären Sie sich das?
Beat Jans:
Dieses Ergebnis nehmen wir ernst, aber es überrascht mich nicht. Bei Migrationsfragen war die Bevölkerung schon früher gespalten. Wie im Fussball gilt: Der Match dauert 90 Minuten. Es ist alles offen. Ich bin in der ganzen Schweiz unterwegs. Wenn ich mit den Menschen konkret über den Initiativtext spreche, wächst die Skepsis. Vielen wird klar, dass die Initiative leere Versprechen macht und erhebliche Probleme mit sich bringt.
Zur Story