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Abstammung: Erzbischof von Canterbury stammte aus unehelicher Beziehung



Der Erzbischof von Canterbury hat in einer ungewöhnlichen Erklärung bekannt gegeben, dass er der uneheliche Sohn eines Privatsekretärs von Premierminister Winston Churchill ist. Die Wahrheit über seinen biologischen Vater erfuhr Justin Welby nach Medienhinweisen.

Er habe im vergangenen Monat herausgefunden, dass sein biologischer Vater nicht wie angenommen Gavin Welby ist, sondern der verstorbene Sir Anthony Montague Browne. «Dies ist eine völlige Überraschung», erklärte Welby. Das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche bestätigte damit einen Bericht, der am Samstag im «Daily Telegraph» erschien.

Die Zeitung schrieb in dem Artikel, sie habe Hinweise darauf gefunden, dass Welby von Montague Browne und nicht von dem 1977 verstorbenen Whisky-Händler Gavin Welby abstammte. Sie habe die Informationen mit dem Erzbischof diskutiert, der daraufhin beschlossen habe, einen DNA-Test zu machen.

Ein Abgleich mit einer Probe von Montague Browne, der zwischen 1952 und 1965 für Churchill arbeitete, ergab eine 99.98-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass sie Vater und Sohn sind.

«Grosse Menge Alkohol auf beiden Seiten»

Welby erklärte, seine Eltern Jane und Gavin Welby seien beide Alkoholiker gewesen. Es sei «nicht ungewöhnlich» herauszufinden, dass der eigene Vater ein anderer war als gedacht, besonders in Familie «mit grossen Schwierigkeiten», erklärte Welby.

Welbys Mutter Jane erklärte in einer getrennten Mitteilung, die Nachricht sei ein «fast unglaublicher Schock» für sie gewesen. Sie bestätigte, dass sie mit Montague Browne kurz vor ihrer Heirat mit Welby geschlafen habe, «angetrieben von einer grossen Menge Alkohol auf beiden Seiten». Montague Browne starb 2013. (sda/afp)

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