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Ein britischer Jet wird startklar gemacht. (Archivbild) 
Ein britischer Jet wird startklar gemacht. (Archivbild) Bild: KATIA CHRISTODOULOU/EPA/KEYSTONE

Die russiche Armee provoziert wieder im Nordatlantik – Britische Kampfjets fangen russische Langstreckenbomber ab

14. April 2015, 20:59 Uhr

Russische Kriegsschiffe und Kampfjets haben sich erneut dem Hoheitsgebiet Grossbritanniens genähert. Am Nachmittag stiegen Kampfjets der Royal Air Force auf, nachdem russische Kampfflugzeuge dem britischen Luftraum nahegekommen waren.
14.04.2015, 21:08
Ein Artikel von
Spiegel Online

Luftwaffe und Marine Grossbritanniens haben am Dienstag russische Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge in der Nähe Grossbritanniens überwacht. Die Marine begleitete einen russischen Zerstörer und zwei weitere Kriegsschiffe im Ärmelkanal. Am Nachmittag stiegen Kampfjets der Royal Air Force auf, nachdem russische Kampfflugzeuge dem britischen Luftraum nahegekommen waren.

Der Zerstörer der Udaloy-Klasse, ein Tanker und ein Versorgungsschiff seien auf dem Rückweg aus dem Mittelmeer, teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag in London mit.

Die Fregatte HMS Argyll sei zur Beobachtung im Einsatz. Der russische Verband habe keine sichtbaren Übungen durchgeführt und werde bald weiterfahren.

In den vergangenen Monaten, die von Spannungen zwischen Moskau und dem Westen in der Ukrainekrise geprägt waren, haben russische Kriegsschiffe öfter britische Gewässer passiert. Auch Flugzeuge hatten sich wiederholt dem britischen Luftraum genähert, zuletzt Ende Januar, als zwei Bomber vor Cornwall gesichtet worden war. Das Verteidigungsministerium bewertet dies als Routine. Solange keine Hoheitsrechte verletzt werden, ist das Verhalten Moskaus kein Rechtsbruch.

Jetzt auf

Im vergangenen Jahr waren Nato-Kampfflugzeuge rund 100-mal wegen russischer Militärmaschinen in der Nähe von Staaten der Allianz aufgestiegen. Das sind rund dreimal so viele Vorfälle wie 2013. Die russischen Jets halten sich normalerweise im internationalen Luftraum auf. Die Flüge in der Nähe der Nato-Grenzen werden vom Westen aber als Provokation gewertet. Oft dienen sie dazu, die Reaktion der Luftverteidigung zu testen. Seit dem Ausbruch der Ukrainekrise vor rund einem Jahr haben sie deutlich zugenommen.

kbl/dpa/Reuters

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