DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Fortnite»-Weltmeister zockt zuhause – plötzlich steht die Polizei im Haus

12.08.2019, 16:56
Kyle «Bugha» Giersdorf
Kyle «Bugha» GiersdorfBild: EPA

Einer der dümmsten Internetstreiche des 21. Jahrhunderts ist einfach nicht totzukriegen: das Swatting. Jetzt haben vermeintliche Spassvögel dem «Fortnite»-Weltmeister Kyle «Bugha» Giersdorf die Polizei auf den Hals gehetzt – und wieder einmal eindrucksvoll bewiesen, dass nicht jeder Mensch reif genug ist, das Internet zu nutzen.

Was ist passiert?

»Bugha« streamte am Wochenende bei Twitch eine Partie des insbesondere bei Jugendlichen beliebten Multiplayer-Shooters »Fortnite«. Plötzlich aber hörte der Weltmeister, der kürzlich drei Millionen Dollar gewonnen hat, mitten in der Übertragung auf, zu spielen. Der Grund: ein Polizeieinsatz im Haus seiner Eltern im US-Bundesstaat Pennsylvania. »Ich wurde geswattet?«, fragt »Bugha" im Stream noch und spielt etwas weiter. Dann aber steht er von seinem PC auf.

Was ist «Swatting?»

Beim «Swatting» machen sich Spieler einen vermeintlichen Spass daraus, die Polizei zum Haus eines anderen Spielers zu schicken. Per Anruf wird ein Notfall oder eine Gewaltsituation im Haus des Betroffenen vorgetäuscht – wenige Minuten später steht die Polizei im Raum, oft mit Spezialeinheiten wie dem US-amerikanischen «Special Weapons and Tactics Team», kurz Swat, woraus sich der Name des Streiches ableitet. Dabei nehmen die Anrufer nicht nur in Kauf, dass die Polizei Ressourcen zu einem Ort schickt, die bei einem wirklichen Notfall dann fehlen. Sie riskieren auch den Tod ihres Opfers. Im Dezember vergangenen Jahres war etwa ein Familienvater nach «swatting» von der Polizei erschossen worden. Der Täter, ein 26-Jähriger, wurde im April 2019 zu 20 Jahren Haft verurteilt. Swatting ist und bleibt kein Spass.

Das könnte euch auch interessieren:

Wie ging's aus?

Im Falle des «Fortnite»-Weltmeisters war das Ergebnis weit weniger dramatisch. Wenige Minuten nach dem Eintreffen der Polizei sass «Bugha» wieder an seinem Rechner. Wie gefährlich die Situation war, berichtet der Geswattete selbst: «Sie kamen mit Waffen rein, das ist beängstigend.» Offenbar hatte ein Polizist den jungen Profi-Zocker aber erkannt. Bughas Kommentar zu der Aktion: «Das Internet ist verdammt verrückt.» Auf Twitter nannte er den Vorfall ausserdem «ziemlich verrückt».

(pcl)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Baeri19
12.08.2019 19:00registriert November 2016
Was soll man da noch sagen? 🤷🏼‍♂️
600
Melden
Zum Kommentar
avatar
Matrixx
12.08.2019 22:50registriert März 2015
Dann doch lieber das gute alte Teabagging...
251
Melden
Zum Kommentar
avatar
sapnu puas
13.08.2019 07:26registriert Juli 2019
Merica
«Fortnite»-Weltmeister zockt zuhause – plötzlich steht die Polizei im Haus
Merica
221
Melden
Zum Kommentar
3
«The Last of Us Part 1» kommt! Und damit die Frage: Brauchen wir das Spiel nochmals?
«The Last of Us» hat (wiedermal) eine neue Version erhalten, die nun für die Playstation 5 auf den Markt kommt. Doch lohnt sich diese gefühlt tausendste Version wirklich?

«The Last of Us» ist nicht nur ein sehr, sehr gutes Videospiel, «The Last of Us» ist auch ein Gefühl.

Zur Story