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Spanische Polizei zerschlägt grössten Kokainschmugglerring Europas

Spanische Polizei zerschlägt grössten Kokainschmugglerring Europas

28.09.2021, 12:5128.09.2021, 16:32
epa09491263 Spanish National Police illegal drugs superintendent Antonio Martinez (C) addresses a press conference to inform on 'Musala' police operation at Spanish National Police headquart ...
Die spanische Polizei informiert über ihren Schlag gegen das organisierte Verbrechen.Bild: keystone

Die spanische Polizei hat in Zusammenarbeit mit Kollegen aus anderen Ländern den nach eigenen Angaben grössten Schmugglerring für Kokain Europas zerschlagen. Dabei seien insgesamt 61 Verdächtige vor allem aus Balkanländern festgenommen worden, 13 in Spanien und die meisten anderen in Slowenien, teilte die Polizei am Dienstag auf Nachfrage mit.

Zudem seien in Spanien 2,7 Tonnen Kokain und in der Karibik 1,3 Tonnen Kokain beschlagnahmt und an verschiedenen Orten zweieinhalb Tonnen Marihuana und 600'000 Euro Bargeld sichergestellt worden. Die Festnahmen seien bereits im März erfolgt.

epa09491265 View of several bundles containing cocaine displayed during a press conference to inform on 'Musala' police operation at Spanish National Police headquarters in Madrid, Spain, 27 ...
Die Polizei präsentierte beschlagnahmtes Kokain.Bild: keystone

An den jahrelangen Ermittlungen unter Leitung der europäischen Polizeibehörde Europol seien neben Polizisten aus Spanien Kollegen aus Deutschland, Kroatien, Slowenien und Serbien sowie Kolumbien und US-Beamte beteiligt gewesen. Bei den Mitgliedern der Bande habe es sich vor allem um Bürger von Balkanländern wie Serbien, Kroatien und Montenegro gehandelt. Die Festnahmen in Spanien seien bereits im Frühjahr dieses Jahres in Barcelona, Madrid, Málaga, Tarragona, Girona und Valencia erfolgt.

Die Bande habe grosse Mengen Kokain aus Südamerika nach Europa geschmuggelt und in verschiedenen Ländern Europas verteilt. Der Zugriff sei erfolgt, als eine Lieferung von 1,25 Tonnen Kokain, das von Brasilien aus auf dem Seeweg nach Europa gebracht worden war, in Spanien eintraf.

Die Ermittlungen seien schwierig gewesen, weil die führenden Mitglieder der Gruppe hochmobil gewesen seien, nirgendwo dauerhaft lebten und schnell von Land zu Land gereist seien. Zudem habe die Bande über grosse finanzielle Möglichkeiten verfügt. Die Funktionen der einzelnen Mitglieder der Bande, ihre Reisen und Kontakte sowie der Weg der Drogen aus Südamerika bis in die einzelnen europäischen Länder sei in langwieriger Kleinarbeit nach und nach ermittelt worden. Nach Erkenntnissen der kolumbianischen Polizei betrieb die Bande auch Geldwäsche durch Spielerwechsel im Profifussball des südamerikanischen Landes. (sda/dpa)

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