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Verbreitete den angeblichen Namen des Whistleblowers via Twitter: Donald Trump Jr.
Verbreitete den angeblichen Namen des Whistleblowers via Twitter: Donald Trump Jr.Bild: AP

Trump-Sohn gibt angeblichen Namen vom Whistleblower der Ukraine-Affäre bekannt

07.11.2019, 03:3807.11.2019, 05:56

Der älteste Sohn von US-Präsident Donald Trump hat die mutmassliche Identität des anonymen Informanten verbreitet, der die Ukraine-Affäre ins Rollen gebracht hatte. Demnach handelt es sich um einen Analysten des Auslandsgeheimdienstes CIA, wie aus einer Botschaft von Donald Trump junior vom Mittwoch auf Twitter hervorgeht.

Der von dem Trump-Sohn genannte Name kursiert bereits seit Wochen im Internet. Durch den Tweet von Donald Trump junior wurde der Name nun erstmals aus dem unmittelbaren Umkreis des Präsidenten öffentlich verbreitet. In den US-Behörden gelten strikte Regeln, um die Identität von sogenannten Whistleblowern zu schützen, die über die dafür vorgesehenen offiziellen Kanäle über interne Missstände berichten.

«Es gibt keinen Whistleblower. Es gibt jemanden mit einer Agenda gegen Donald Trump»

Der Anwalt Andrew Bakaj, der den Ukraine-Informanten vertritt, wollte sich nicht dazu äussern, ob der von dem Trump-Sohn genannte Name zutrifft oder nicht. Er sagte jedoch, dass der genannte Regierungsmitarbeiter und dessen Familie durch die Namensnennung in Gefahr gebracht würden. Bakaj hatte bereits in den vergangenen Wochen «ernsthafte Sorgen» um die Sicherheit seines Mandanten bekundet.

Trump versucht seit Wochen, die Glaubwürdigkeit des Informanten zu zerstören. Er unterstellt ihm parteipolitische Motive. «Es gibt keinen Whistleblower. Es gibt jemanden mit einer Agenda gegen Donald Trump», twitterte der Präsident erst am Montag.

Der Whistleblower hatte intern Alarm wegen eines Telefongesprächs zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vom 25. Juli geschlagen, das im Zentrum der Affäre steht. Demnach drängte Trump seinen ukrainischen Amtskollegen zu Ermittlungen gegen den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden und dessen früher für eine ukrainische Gasfirma tätigen Sohn.

Trumps durch keinerlei Belege gestützter Verdacht lautet, sein potenzieller Herausforderer bei der Wahl 2020 habe in seinem früheren Amt als US-Vizepräsident seinen Sohn vor ukrainischen Korruptionsermittlungen geschützt. (mim/sda/afp)

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Trump: Die Beschwerde des Whistleblowers

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58 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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FITO
07.11.2019 06:00registriert April 2019
Wie skrupellos muss man sein um ohne Beweise und nur auf Grund von Gerüchten und einer Verschwörungstheorie einen Angestellten mitsamt seiner Familie öffentlich zum Abschuss freizugeben.
Hat wohl etwas mit dem Namen Trump zu tun um so tief zu sinken.
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
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Scaros_2
07.11.2019 03:49registriert Juni 2015
Wenn die Aktion von Trumps Sohn straffrei bleibt ist es ein entgültiger Beweis dafür wie kaputt dieses Land ist.
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Shelley
07.11.2019 06:19registriert März 2018
Trump hat aus den USA nun endgültig eine Bananenrepublik gemacht, mit ihm als narzisstischen Diktator und seiner despotischen Herrscherfamilie. Vererbt Donald die Krone eigentlich?
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