Frankreich
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa08487978 A  car burns after scenes of violence in the Gresilles neighborhood in Dijon, France, 15 June 2020 (issued 16 June 2020). Members of the Chechen community gathered in Dijon to avenge one of their family, who was allegedly beaten last week.  EPA/VINCENT LINDENEHER  FRANCE OUT / SHUTTERSTOCK OUT

Szenen wie im Bürgerkrieg: Les Grésilles im Nordosten von Dijon. Bild: keystone

In Dijon ist Krieg ausgebrochen – Banden bekämpfen sich seit Tagen auf den Strassen



Les Grésilles ist ein Quartier im Nordosten der französischen Stadt Dijon, in dem rund 8500 Einwohner leben, viele davon nordafrikanischer Herkunft. Die Vorstadt ist bekannt als Umschlagplatz für Drogen, wie der «Figaro» schreibt, und gilt als «quartier sensible» – die französische Umschreibung für «Problemviertel». Doch was sich in den letzten vier Tagen dort abgespielt hat, ist auch für die Verhältnisse in den französischen Banlieues aussergewöhnlich: Rund hundert Männer – zum Teil maskiert und mit Sturmgewehren, Eisenstangen, Baseballschlägern oder Messern bewaffnet – patrouillierten durch die Strassen, schossen in die Luft, zündeten Abfalleimer und Autos an und zerstörten Überwachungskameras.

Die Szenen in der Hauptstadt der historischen Region Burgund, die an Bilder aus einem Bürgerkrieg erinnern, sind die Folge einer «Strafexpedition» von Tschetschenen gegen angebliche Drogendealer maghrebinischer Herkunft in Les Grésilles und die Reaktion der Angegriffenen auf die Aktion. Die Tschetschenen, die einem Aufruf in den sozialen Medien gefolgt sein sollen, kamen zum Teil aus anderen Teilen Frankreichs sowie aus Belgien und Deutschland nach Dijon.

Dies gab ein Mann, der sich als Tschetschene bezeichnete, im Lokalblatt Le Bien Public an. Er habe auch an der «Strafexpedition» teilgenommen, erklärte er. Es sei darum gegangen, einen 16-jährigen Tschetschenen zu rächen, der von Drogendealern zusammengeschlagen worden sei. Man habe jedoch nie die Absicht gehabt, die Stadt zu verwüsten oder die Einwohner zu belästigen.

Die Auseinandersetzungen begannen in der Nacht vom Freitag auf den Samstag, als sich etwa hundert Tschetschenen im Zentrum versammelten. Sie griffen eine Bar an, die als Treffpunkt von Dealern gilt und deren Besitzer für den Angriff auf den 16-Jährigen verantwortlich sein soll. Die Polizei versuchte der Situation mit Tränengas Herr zu werden. In der folgenden Nacht trafen etwa 50 Tschetschenen auf Maghrebiner, es fielen Schüsse. Der Eigentümer einer Pizzeria wurde dabei durch einen Schuss in den Rücken schwer verletzt, soll sich aber nicht in Lebensgefahr befinden.

Am Sonntag und in der Nacht auf den Montag war eine Gruppe von rund 200 Tschetschenen unterwegs, die zum Teil in Autos langsam umherfuhren. Dabei kam es zu einem Unfall, als ein anderes Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit an der Gruppe vorbeifuhr und sich danach überschlug. Während der Nacht blieb es in Les Grésilles weitgehend ruhig, doch im südwestlichen Vorort Chenôve wurden mehrere Fahrzeuge angezündet. Bisher sind insgesamt zwölf Personen verletzt worden.

Auch der Unfall wurde gefilmt:

Konservative und rechte Oppositionspolitiker warfen der Regierung vor, nicht schnell genug eingegriffen zu haben. François Rebsamen, der Bürgermeister von Dijon, der sich Ende Juni der Wiederwahl stellt, sprach von «inakzeptablen und absolut beispiellosen Vorfällen». Rebsamen ersuchte den französischen Innenminister Christophe Castaner um Verstärkung der Sicherheitskräfte. Castaner forderte den Präfekten des Departements, Bernhard Schmeltz, dazu auf, sich persönlich um die Koordinierung der Polizeiaktionen zu kümmern.

Überdies besuchte Staatssekretär Laurent Nuñez am Dienstag Dijon, um einen persönlichen Augenschein zu nehmen. Es seien zwei Einheiten eines Spezialeinsatzkommandos zur Unterstützung der Polizei vor Ort im Einsatz, sagte er. Er habe keinen Zweifel, dass durch die eingeleitete Untersuchung der Vorfälle die Täter ermittelt würden. Bereits am Sonntag waren 37 Beamte der französischen Bereitschaftspolizei CRS (Compagnies Républicaines de Sécurité) mit weiteren Verstärkungen eingetroffen, am Montag wurden zusätzlich 110 Beamte der Gendarmerie abkommandiert. Verhaftet wurden bisher vier Personen.

Die Bewaffneten seien «mit Schlagstöcken, Sturmgewehren und Kriegswaffen» ausgerüstet gewesen, sagte der regionale Vorsitzende der Gewerkschaft der Nationalpolizei Alliance PN, Stéphane Ragonneau, der Nachrichtenplattform Franceinfo. Der Vorfall könne nicht mit anderen Auseinandersetzungen in Vororten verglichen werden.

Dijon ist ein eher ungewöhnlicher Schauplatz für gewalttätige Auseinandersetzungen in Frankreich. Während es in den Vorstädten der Hauptstadt Paris oder der Küstenmetropole Marseille häufiger zu Zusammenstössen mit der Polizei kommt, gilt die Stadt in der ostfranzösischen Region Burgund als ruhiges Pflaster. Er verstehe, dass die Bevölkerung nun verunsichert sei, sagte Nuñez. Bei der Ermittlung der Täter gebe es Hinweise, so der Staatssekretär.

Zusammenstösse auch in Nizza

Am Sonntagabend kam es laut dem «Figaro» auch in Nizza zu Zusammenstössen. Dort sei die Lage seit Wochen gespannt, schreibt die Zeitung. Am späten Abend wurde im Quartier Liseron, in dem der Drogenhandel floriert, geschossen. Drei Personen, zwei davon tschetschenischer Herkunft, wurden verletzt. Die Polizei verhaftete sechs Personen. Bürgermeister Christian Etrosi forderte eine Kompanie CRS an. Bereits im April waren in Nizza zwei Tschetschenen durch das Feuer halbautomatischer Waffen verletzt worden; am 11. Juni waren erneut Schüsse zu hören und ein von Messerstichen Verletzter musste hospitalisiert werden. Zwei Tschetschenen wurden damals verhaftet.

Wie viele Personen tschetschenischer Herkunft in Frankreich leben, lässt sich nicht sagen, da sie in der Statistik bei den russischen Staatsangehörigen mitgezählt werden.

(dhr mit Material der Nachrichtenagentur SDA)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Massenproteste in Frankreich eskalieren

«Frankreich ist in der Krise» – Schonzeit vorbei für Macron

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

119
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
119Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Snowy 17.06.2020 14:54
    Highlight Highlight Für die Menschen mit Französischkenntnissen: Zieht euch mal dieses Video rein und achtet darauf, was gesprochen wird. Ist das 7. Video im Artikel.

    Wahnsinn.

    Benutzer Bild
  • Sn00k 17.06.2020 14:26
    Highlight Highlight Ich verstehe das nicht... Laut EU-Waffengesetz dürfen die doch gar keine Sturmgewehre mit grossen Magazinen besitzen? Ich bin verwirrt...
    • just sayin' (haters will be ignored) 18.06.2020 12:34
      Highlight Highlight geeeeenau😉
  • Ana64 17.06.2020 12:54
    Highlight Highlight Grand Nation hat ihre innere Sicherheit nicht mehr im Griff. Napoleon dreht sich im Grabe
  • Militia 17.06.2020 12:28
    Highlight Highlight Kritische, aber faktisch richtige Äusserungen zu diesem Thema und dem Waffenrecht werden scheinbar nicht gerne gelesen von der Redaktion (oder falsch interpretiert).
    Verändert die Realität aber leider nicht - auch wenn es unangenehm ist.
  • Fandall 17.06.2020 10:56
    Highlight Highlight Wo Drogen sind ist auch Gewalt. Erschreckend vor allem dass solche Dispute in aller Öffentlich ausgetragen werden. Verzweifelte Menschen üben verzweifelte Taten aus, erst recht wenn sie kriminell sind.
  • Altweibersommer 17.06.2020 10:23
    Highlight Highlight Wann hören wir endlich auf, Menschen systematisch zu benachteiligen und auszuschliessen?
  • hello_world 17.06.2020 07:20
    Highlight Highlight Das nennt sich Kulturelle Bereicherung
  • du_bist_du 17.06.2020 00:36
    Highlight Highlight Ich denke man darf das nicht überbewerten.
    Zum einen sieht es in gewissen Gegenden Frankreichs nicht so tolle aus, wer sich mal in eine Banlieue verfahren hat weiss was ich meine, und zum anderen führen die einen kleinen Krieg gegeneinander.
    Die wollen nicht die Regierung stürtzen und eine Dikatatur errichten. Die haben keine politische Komponente.

    Andere Länder andere Sitten.
    Klar muss man eingreifen, aber staatsgefährdend ist das nicht.
    • Norman Sutter 17.06.2020 07:35
      Highlight Highlight Wenn irgendwelche Halbstarken mit Kriegswaffen durch die Gegend rennen und wahllos um sich ballern ist das sehr wohl staatsgefährdend. Vorallem wenn dies in einer doch eher ruhigen und friedlichen Stadt wie Dijon passiert und auch noch unbeteiligte zu Schaden kommen.
    • Schlichtungsbehörde 17.06.2020 08:21
      Highlight Highlight 🙈
  • koks 16.06.2020 23:54
    Highlight Highlight Ich warte drauf bis jemand vorschlägt man solle die Polizisten entlassen oder schlanksparen.
    • Rabbi Jussuf 17.06.2020 10:02
      Highlight Highlight koks
      Da musst du nicht warten, das ist in den letzen Jahrzehnten schon tatkräftig umgesetzt worden.
    • just sayin' (haters will be ignored) 18.06.2020 12:36
      Highlight Highlight wir sollten auch die feuerwahr abschaffen, damites weniger brennt😉
  • Pitsch Matter 16.06.2020 21:56
    Highlight Highlight Ich habe mich mal in die Ghettos von Marseille begeben (nicht ganz freiwillig, eher leicht verfahren). Egal was für ein guter Erzähler man ist, was man da sieht, kann man niemals mit Worten nur annähernd widergeben.
    • So en Ueli 16.06.2020 22:30
      Highlight Highlight Die grosse Frage ist doch, warum der Staat solche Ghettos überhaupt zulässt.
    • Rabbi Jussuf 16.06.2020 23:13
      Highlight Highlight Die Ghettos in FR bestehen schon seit den 60ern. Da hat wohl keiner nachgedacht. Damals ging das noch. Es wird erst kritisch, wenn die Menge eine gewisse Grösse übersteigt. Das ist halt passiert und keiner hats gemerkt, oder merken wollen.
    • Pitsch Matter 16.06.2020 23:30
      Highlight Highlight Als man es bemerkt hat war es bereits zu spät. Heute würde es so viel Geld kosten, diesen Zustand zu ändern, sodass die meisten die das bezahlen müssten, lieber mit diesem Zustand leben. Ob das ewigs gut geht, glaube ich weniger.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Oki 16.06.2020 21:23
    Highlight Highlight Mit fehlt die Schlagzeile

    «Macron setzt bewaffnete Soldaten gegen die Bevölkerung von Dijon ein.»

    Aha, das isch nur für Bricht us däm USA....
    • IZO 16.06.2020 22:10
      Highlight Highlight Sorry aber da Reden wir über Mafiosi und nicht über Demonstranten. Gehts noch das zu Vergleichen?
    • Oki 17.06.2020 00:14
    • Plan B 17.06.2020 06:51
      Highlight Highlight Plündernde und Auto abbrennende Demonstranten sind nun aich nicht viel besser als Mafiosis.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Locutus70 16.06.2020 20:17
    Highlight Highlight Die haben sich von den völlig überzogenen und teilweise eskalierten BML-Demos "inspirieren" lassen.
    Die Menschen in Schwarz und Weiß einzuteilen, wie das bei den Demos hauptsächlich gemacht wird, führt eben zu Problemen und nicht zu Lösungen.
    • De-Saint-Ex 16.06.2020 20:34
      Highlight Highlight Und noch einer, der abenteuerliche Parallelen zu BLM herstellt... mühsam. Ach was soll‘s...
    • lilie 16.06.2020 21:00
      Highlight Highlight @Locutus: Glaube nicht, dass die sich für BLM interessieren. Die sind eher auf ihre eigene kleine Welt und ihre Probleme fixiert.
  • De-Saint-Ex 16.06.2020 19:48
    Highlight Highlight Diese Bilder erinnern ein bisschen an Grosny... wenn italienische Mafia-Clans ihre Sachen untereinander „regeln“ geht’s zwar nicht minder brutal zu, dafür wesentlich diskreter. Sieht insbesondere bei der russisch-tschtschenischen Mafia anders aus. Dann nehme man noch einen Schuss verfehlte Migrations- und Integrationspolitik, sowie ausschliesslich repressive Cannabisbekämpfung (denn um dieses Produkt scheint es sich hier hauptsächlich zu handeln) hinzu, und schon brennt‘s lichterloh. Frankreich hat eine Menge offener Baustellen. Tja wenn man die seit ewig nicht zu schliessen gewillt ist...
    • MartinZH 16.06.2020 20:41
      Highlight Highlight Der Vergleich mit Italien ist völlig antiquiert. Das war vielleicht ansatzweise in den 70-ern und 80-ern so. Seit rund 30 Jahren gibt es das nicht mehr in Italien. Die Funktionsweisen der (italienischen) Mafia haben sich in dieser Zeit grundlegend modernisiert. Es gibt auch keine Beispiele aus jüngerer Zeit als Beleg dafür.

      Solche Vergleiche sind im Prinzip simple Italien-und-Mafia-Klischees und haben nichts mit der Realität zu tun. Dass solche Klischees weiter bedient werden, finde ich schade.

      Evtl. zu viele Filme und NetFlix-Serien gesehen? Oder sonst einfach in die Mottenkiste gegriffen?
    • De-Saint-Ex 16.06.2020 21:06
      Highlight Highlight In den 70ern und 80ern? Und ich sprach von den italienischen Mafiaclans, nicht der Mafia IN Italien.
      Beispiel: alleine in Deutschland seit 1990 mindestens 30 Morde, die auf das Konto italienischer Mafiaclans gehen... Mottenkiste? Nee, einfach ein bisschen besser informiert als Du...
    • Saraina 16.06.2020 21:10
      Highlight Highlight Seit die italienischen Syndikate erfolgreich mit der Regierung geschäften, braucht es solche Szenen nicht mehr. Dagegen ist das hier Kinderspiel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mrmikech 16.06.2020 19:23
    Highlight Highlight Endlich mal drogen legalisieren, einzige lösung. PS legalisieren heisst nicht freigeben. Heisst: Staatlich produziert, via apotheken verkauft, und nur mit registrierung.
    • Posersalami 17.06.2020 09:52
      Highlight Highlight Fände ich gut.

      Die Produktion und den Vertrieb können gleich die selben machen, die es heute schon illegal tun. So gewinnen am Ende alle.
  • Troxi 16.06.2020 19:04
    Highlight Highlight Wenn eine gescheiterte Kolonialpolitik auf keine Verantwortung und entsprechende Asyl/Integrationspolitik stossen muss man sich nicht wundern, wenn über Jahrzente solche Problemviertel gedeihen. Ich hoffe, dass Frankreich dies nun endgültig dazu bringt seine Haltung zu überdenken und diesen Menschen Perspektiven bringt. Denn nur dadurch kann man Banden um ihre Existenzberechtigung bringen, weil es schlicht nicht mehr massenhaft Menschen in Elend gibt, wo sich die Banden als „Sozialstaat“ profilieren können.
  • x4253 16.06.2020 18:36
    Highlight Highlight Klar, lassen wir doch bewaffnete Banden ungestört in der Stadt herum marodieren und brandschatzen. Sorry, aber da versagt gerade der französische Polizeiapparat und die Verantwortlichen gehören gefeuert.
  • Toerpe Zwerg 16.06.2020 17:54
    Highlight Highlight Liegt Dijon in den USA?
    • lilie 16.06.2020 20:42
      Highlight Highlight @Toerpe: Nee, Frankreich liegt doch ännet em Teich. Deshalb erfahren wir ja auch erst 4 Tage später von diesen Strassenkämpfen.

      Die USA hingegen ist schliesslich unser Nachbarland, New York liegt nur gerade etwa 150 km von der Schweizer Grenze entfernt. Da ist ja dann klar, dass man sofort erfährt, wenn dort auch nur eine Mücke hustet.

      #kannSpurenvonIronieenthalten
    • just sayin' (haters will be ignored) 18.06.2020 12:45
      Highlight Highlight @ lilie

      😂
      👍🏻
  • BlauerPulli 16.06.2020 17:28
    Highlight Highlight Genau wegen so scheiss Verhalten werden irgendwann bewaffnete Drohnen zugelassen um "aus sicherer Distanz" die Gefahrenlage zu lösen...
  • Numbercruncher 16.06.2020 17:20
    Highlight Highlight Soviel zu Polizei abschaffen, entwaffnen usw.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 16.06.2020 17:31
      Highlight Highlight In Frankreich ist die Polizei bewaffnet und trotzdem geschrieben das. Wie erklären Sie sich das?
    • lilie 16.06.2020 18:00
      Highlight Highlight @Numbercruncher: Niemand hat vorgeschlagen, in Frankreich die Polizei zu entwaffnen und abzuschaffen. Das sind Lösungsansätze, die in den USA für die amerikanischen Probleme diskutiert werden (übrigens: nicht entwaffnen, sondern entmilitarisieren; und abgeschafft werden sollen vor allem Stadtpolizeien, deren Aufgabe übernimmt dann die State police).

      Frankreich hat andere Probleme, die man auch anders lösen muss.

      Man kann nicht einfach alle über einen Kamm scheren.
    • ikbcse 16.06.2020 18:14
      Highlight Highlight @Stefan Morgenthaler-Müller:
      Wegen jahrzehntelanger miserabler Integrations- und Immigrationspolitik.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 16.06.2020 17:18
    Highlight Highlight Wie ist das möglich, dass bereits letzte Woche Tschetschenen nach Frankreich reisten, wenn die Grenzen erst seit gestern offen sind? 🤔😕
    • Stefan Morgenthaler-Müller 16.06.2020 17:30
      Highlight Highlight Immer diese Suggestivfragen. Was denken Sie denn?
    • Dr no 16.06.2020 17:30
      Highlight Highlight Die leben da 😜
    • just sayin' (haters will be ignored) 16.06.2020 17:33
      Highlight Highlight @ lilie

      "Wie ist das möglich, dass bereits letzte Woche Tschetschenen nach Frankreich reisten, wenn die Grenzen erst seit gestern offen sind?"

      das ist eine berechtigte frage
    Weitere Antworten anzeigen
  • Notabik 16.06.2020 17:15
    Highlight Highlight Auch in Frankreich sind leider viele Probleme importierte Probleme. Aber immerhin tragen diese marodierenden Banden dort vorbildlich Schutzmasken. Im Gegensatz zu den Demonstranten in der Schweiz scheint dem gemeinen Pöbel in Frankreich die Schutzvorkehrungen gegen die Corona Pandemie nicht egal zu sein. Chapeau!
    • Firefly 16.06.2020 17:31
      Highlight Highlight Nein nicht importiert, selbstgemacht. Ghettoisierung und fehlende Integration.
    • mstuedel 16.06.2020 17:35
      Highlight Highlight Die tragen doch bloss Masken, damit sie weniger gut erkannt werden.
    • dmark 16.06.2020 18:31
      Highlight Highlight @Notabik:
      Äh, ja... Ich glaube jetzt nicht, dass die Masken wegen dem Virus getragen werden, erkenne aber auch die Ironie dahinter.

      @Firefly:
      Man kann nur integrieren, wer sich integrieren lässt... Auch deshalb entstehen, bzw. entstanden sog. Ghettos.
      Konnte man auch in D gut erkennen, nachdem man in den Sechzigern und Siebzigern Gastarbeiter "unter die Bevölkerung" mischte und die Gruppen dann aber wieder zusammen zogen und eigene Infrastrukturen aufbauten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DonCamillo 16.06.2020 17:13
    Highlight Highlight Die französische Einwanderungspolitik scheint mir definitiv gescheitert zu sein...
    • Rim 16.06.2020 18:12
      Highlight Highlight Nicht wirklich. Frankreich war die zweitgrösste Kolonialmacht in Afrika. Heisst: Frankreich hat
      "erfolgreich" über JH grosse Teile Afrikas (inkl Maghreb) ausgebeutet. Bei der Integration der Immigranten aus diesen Regionen war FR weniger "erfolgreich". Dass aber Tschetschenen mit Maghrebinern in Frankreich patriarchale mittelalterliche Stellvertreter-Sandkasten-Kriege spielen, zeigt, dass die Aufklärung die Rand/ständigen/Zivilisationen noch nicht "erreicht" hat. Ergo: Bildungsnotstand/Defizite: Sowohl in Frankreich wie in Tschetschenien (uawm) :Europa hat da noch lange und sehr viel zu tun!
    • Walter Sahli 16.06.2020 18:23
      Highlight Highlight Wohl eher die französische Drogenpolitik...
    • Oigen 16.06.2020 19:11
      Highlight Highlight Nix Einwanderungspolitik, sondern erbe einer kolonialmacht. Die briten haben auch den brexit wwgen böser imigranten, blöd nur dass die auch mit brexit immernoch kommen aus ihren empire Kolonien.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pisti 16.06.2020 17:11
    Highlight Highlight Für die gefährlichsten Aufgaben schicken die Franzosen jeweils die Fremdenlegion, wäre doch auch mal was für "innere" Angelegenheiten.
    Ich wette in kürzester Zeit wäre dort Ruhe.
    • Grubinski 17.06.2020 08:16
      Highlight Highlight Geht aber nicht, da das Heer in Friedenszeiten nicht für Kampfhandlungen im Innern eingesetzt werden darf.
    • Pisti 17.06.2020 09:56
      Highlight Highlight Die Armee wurde aber aufgeboten!
      Frag mich wo der Shitstorm der Medien bleibt. Ahja Macron ist ja einer der Lieblinge unserer Medien.
    • Samurai Gra 17.06.2020 22:52
      Highlight Highlight Die Fremdenlegion hat im Französischen Inland etwa genau soviel zu suchen wie die US Marines im US Amerikanischen Inland...
      Absolut gar nichts.

      Dafür gibt es die Normale Armee aber Primär die Paramilitärische Gendarmerie (ja die ist Teil der Streitkräfte wie z.B. Italienische Carrabinieri)
  • Maxim R 16.06.2020 17:11
    Highlight Highlight Fast 8 Milliarden Menschen, doch die Menschlichkeit fehlt...
    • Stefan Morgenthaler-Müller 16.06.2020 17:32
      Highlight Highlight Das hätte der Bundespräsident oder der Papst nicht besser sagen können.
    • Ballsman 16.06.2020 19:37
      Highlight Highlight Oder Sido
  • moedesty 16.06.2020 17:11
    Highlight Highlight Ich hoffe es wirkt sich nicht auf die senfproduktion aus.
    • mstuedel 16.06.2020 17:37
      Highlight Highlight Sie wollten doch bloss Ihren Senf dazu geben!
    • moedesty 16.06.2020 19:54
      Highlight Highlight war mehr ein pauSENFüller :)
    • MaskedGaijin 16.06.2020 20:59
      Highlight Highlight Die St. Galler würde es freuen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cbd 16.06.2020 17:04
    Highlight Highlight Vor 5 Jahren hätte ich niemals geglaubt, dass sowas in Europa möglich wäre.
    • Donald 16.06.2020 17:27
      Highlight Highlight https://de.wikipedia.org/wiki/Unruhen_in_Frankreich_2005

      Für Leute die ein Erinnerungsvermögen von unter 10 Jahren haben vielleicht...
    • felixJongleur 16.06.2020 17:31
      Highlight Highlight Naja das die Banlieues Brennpunkte sind ist nicht wirklich neu. Oder google mal Gangs und Liverpool oder Reportagen über Neapel etc.
    • supremewash 16.06.2020 18:50
      Highlight Highlight 5 Jahre.....da verschlägts einem fast die Sprache. Irgendwie scheint bei vielen Europäern die irre Vorstellung verbreitet zu sein, dass hier so etwas wie die Insel der Glückseligen sei (oder mal gewesen wäre). Und wenns soziale Unruhen gibt, dann sind die Probleme natürlich immer "importiert".
    Weitere Antworten anzeigen
  • walsi 16.06.2020 16:58
    Highlight Highlight Ich bewundere die, die das gefilmt haben. Wenn bei mir in der Nachbarschaft geschossen würde, würde ich mich in mein Badezimmer zurückziehen. Das ist ein gefangener Raum und ein Querschläger müsste drei Wände durchschlagen um mich zu treffen.

    Zeitgleich würde ich anfangen die Wohnungsinserate zu checken und mir eine neue Wohnung suchen.
    • Coffeetime ☕ 16.06.2020 18:05
      Highlight Highlight Viel Glück bei der Suche, solltest du deren Lohn haben... 🤷🏻‍♀️

      Es gibt einen Grund, warum es diese Ghettos in Frankreich (und anderswo) gibt. Oder glaubst du, dass alle dort freiwillig wohnen?

Österreich identifiziert Demonstranten neu mit Gesichtserkennung – das plant die Schweiz

Im Nachbarland setzt die Polizei grossflächig eine Software ein, um Aufnahmen von Überwachungskameras abzugleichen. In der Schweiz gleicht das Fedpol Daten ebenfalls ab. Aber nur unter ganz bestimmten Bedingungen.

Drohnen, Verbrechensprognose und Gesichtserkennung: Die österreichische Polizei greift immer mehr zu Mitteln, die man vor wenigen Jahren nur aus Hollywood-Blockbustern kannte.

Im August hat das Innenministerium in Österreich eine Software in Betrieb genommen, die die Identifikation von Demonstranten und Demonstrantinnen möglich macht. Dies berichtete der Standard am Dienstag.

Die Software gleicht Bilder von Überwachungskameras oder aus anderen Quellen mit Fotodatenbanken der Polizei ab. Laut …

Artikel lesen
Link zum Artikel