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Druck der USA? Ecuador weist Kubas Botschafter und Diplomaten aus

Druck der USA? Ecuador weist Kubas Botschafter und Diplomaten aus

Ecuador hat den kubanischen Botschafter und das gesamte diplomatische Personal der sozialistischen Karibikinsel ausgewiesen.
05.03.2026, 06:2805.03.2026, 06:28

«Dem Botschafter und allen Mitgliedern dieser diplomatischen Mission wurde gemäss diplomatischer Praxis eine Frist von 48 Stunden eingeräumt, um das nationale Territorium zu verlassen», teilte Ecuadors Aussenministerium mit, ohne konkrete Gründe für die Entscheidung zu nennen.

Die Regierung von Präsident Daniel Noboa erklärte demnach den kubanischen Botschafter Basilio Antonio Gutiérrez García sowie weitere Diplomaten der Botschaft zur unerwünschten Personen.

epa12795795 People hold Ecuadorian and Cuban flags during a demonstration outside the Cuban Embassy in Quito, Ecuador, 04 March 2026. The government of Ecuador declared Cuban Ambassador Basilio Gutier ...
Protestierende vor der kubanischen Botschaft in Quito.Bild: keystone

Kuba sieht Druck durch USA im Hintergrund

Kuba verurteilte die Entscheidung als «willkürliche und unbegründete Entscheidung». Es handle sich um «eine unfreundliche und beispiellose Handlung, die die historischen Beziehungen der Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern und Völkern erheblich beschädigt», erklärte das Aussenministerium in Havanna. Kuba deutete zudem einen geopolitischen Hintergrund an. Die Entscheidung sei im Kontext einer verstärkten US-Aggression gegen Kuba und starken Drucks der US-Regierung auf Drittstaaten gefallen.

An der kubanischen Botschaft in Ecuadors Hauptstadt Quito kam es unterdessen zu ungewöhnlichen Szenen. Auf Aufnahmen war zu sehen, wie ein Mann offenbar Dokumente verbrannte – laut Berichten auf der Terrasse der Botschaft. Noboa kommentierte die Bilder auf X mit den Worten «Papier-Grillen».

Washington übt seit Wochen erheblichen Druck auf Kubas kommunistische Regierung aus. Im Dezember ordnete US-Präsident Donald Trump eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker mit Lieferungen aus Venezuela an – Kubas engstem Verbündeten in der Region. Danach drohte Trump mit Zöllen gegen Kubas Öllieferanten. Mittlerweile wurden bestimmte Sanktionen gelockert. Zusätzlich kam es vor Kubas Küste zu einem Schusswechsel zwischen kubanischen Grenzschützern und der Besatzung eines in den USA registrierten Schnellbootes, bei dem vier Menschen starben. (sda/dpa)

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