Temperaturen im «frühlingshaften Bereich»: Doch es gibt leider einen Haken
Wer bereits die Wetterapp seines Vertrauens konsultiert hat, weiss: Am Wochenende erwarten uns weiterhin schöne und trockene Tage. «Die Temperaturen bleiben in einem frühlingshaften Bereich und erreichen rund 14 bis 17 Grad, mit etwas Föhn liegen im Churer Rheintal auch 18 Grad drin», schreibt MeteoNews in einer neuen Mitteilung.
Für Skisport-Fans sind das eher schlechte Nachrichten, denn die Nullgradgrenze stieg am Donnerstag auf 2700 Meter über Meer an. Am Freitag steigen die Höchsttemperaturen im Norden sogar nochmals an. Am Wochenende dürfte es in Basel sogar maximal 18 Grad, in Zürich 17 Grad und in St. Gallen 14 Grad warm werden.
Niederschlag ist sowohl für das Wochenende als auch für die nächste Woche keiner angesagt. Aber: Der Saharastaub trübt die ansonsten perfekten Sonnentage.
Grüsse aus der Sahara
Ein Tiefdruckgebiet hat den Wüstensand aufgewirbelt und schickt ihn nun quer über das Land. Im Westen gebe es schon viel Saharastaub in der Luft, hielt MeteoNews am Donnerstagmittag auf der Plattform Bluesky fest. Im Osten sei die Sicht noch gut, das werde sich aber im Laufe des Nachmittags ändern.
Im Westen gibt es schon viel #Saharastaub in der Luft, im Osten gibt es noch fast nichts, hier ist die Sicht noch gut. Am Nachmittag kommt der Saharastaub nun zunehmend nach Osten voran, die Sicht wird auch hier schlechter. Mehr: met.to/2649 (rp)
— MeteoNews (@meteonews.ch) 5. März 2026 um 11:26
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Laut Vorhersagen des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) wird die Saharastaubkonzentration in der Schweiz am Freitag ihren Höhepunkt erreichen.
Verantwortlich für das Phänomen ist das Tiefdruckgebiet «Regina», das sich über Marokko befindet. Starke Winde wirbeln dort grosse Mengen an Staub auf, der in höhere Luftschichten gelangt und mit der Höhenströmung nach Mitteleuropa transportiert wird.
Bis zu 200 Millionen Tonnen Staub
Saharastaub gibt es in der Schweiz mehrmals im Jahr - am meisten zwischen März und Juni sowie im Oktober und November, wie Messungen von Meteoschweiz auf dem Jungfraujoch zeigen. Insgesamt wird am Jungfraujoch an zwischen 200 und 650 Stunden im Jahr Saharastaub in der Luft nachgewiesen.
Laut Meteoschweiz setzt die Sahara jährlich zwischen 60 und 200 Millionen Tonnen Staub frei. Während die grösseren Partikel rasch wieder zu Boden fallen, können die kleineren Tausende von Kilometern weit getragen werden und ganz Europa erreichen.
Ausblick auf nächste Woche
Auch am Montag bleibt das Wetter hochdruckbestimmt. Im Norden und im Süden bleiben die Höchsttemperaturen konstant im Bereich von 15 bis 16 Grad, im Westen liegen sie etwas tiefer bei 14 Grad. Vor Bodenfrost müssen sich Gärtnerinnen und Gärtner auch in den nächsten Tagen nicht fürchten, in der Nacht bleibt es deutlich über 0 Grad warm.
Erste Niederschläge werden laut MeteoNews gegen Ende der nächsten Woche erwartet. Ob diese dann aber auch stattfinden, ist nach aktuellem Kenntnisstand noch ungewiss.
(leo mit Material der sda)
