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Iran

Trump spielt Probleme mit China vor Besuch bei Xi herunter

«Brauchen gar keine Hilfe im Iran»: Trump spielt Probleme mit China herunter

US-Präsident Donald Trump hat vor seiner Reise nach Peking Differenzen mit Staatschef Xi Jinping in Bezug auf den Iran-Krieg heruntergespielt.
13.05.2026, 04:0613.05.2026, 04:06

Der chinesische Staatsführer habe seine Sache ziemlich gut gemacht, sagte Trump auf eine Journalistenfrage nach Chinas Rolle im Iran. «Schauen sie auf die Seeblockade – keine Probleme», sagte Trump.

epa12951616 President Donald Trump walks to speak to the press before departing the White House for China, in Washington, DC, USA, 12 May 2026. President Trump is leaving the US to visit China where h ...
Spielt die Spannungen zwischen China und den USA herunter: Donald Trump.Bild: keystone

Tatsächlich ist die Unterstützung aus China für den Iran ein Spannungspunkt im Verhältnis zwischen Washington und Peking. So hatte das US-Finanzministerium zuletzt mehrfach Sanktionen gegen chinesische Firmen verhängt, die den USA zufolge unerlaubten Handel mit dem Iran treiben. Dabei ging es unter anderem um Raffinerien, die die für Teheran wichtigen Ölexporte abnehmen. China ist der mit Abstand wichtigste Abnehmer iranischen Öls. Die USA versuchen hingegen, mit einer Seeblockade den Druck auf die iranische Führung zu erhöhen.

Xi sei jemand, mit dem er sehr gut auskomme, sagte Trump. «Das wird eine sehr spannende Reise. Es werden viele grossartige Dinge passieren», sagte er. Danach gefragt, ob Xi im Iran-Krieg hilfreich sein könne, sagte Trump:

«Ich denke, wir brauchen im Iran überhaupt keine Hilfe.»

Trump gibt sich zuversichtlich mit Blick auf Irans Urananreicherung

In dem seit über zwei Monaten andauernden Krieg mit dem Iran sind die diplomatischen Bemühungen für ein Friedensabkommen ins Stocken geraten. Ein zentraler Streitpunkt zwischen den Kriegsparteien ist der Umgang mit Irans umstrittenem Atomprogramm und dessen Beständen von rund 440 Kilogramm Uran, das auf 60 Prozent angereichert wurde und bei Weiterverarbeitung für den Bau mehrerer Atomwaffen dienen könnte.

In einem Interview mit dem Radiosender 77 WABC äusserte sich Trump dazu nun zuversichtlich. Auf die Frage, ob er überzeugt sei, den Iran davon abhalten zu können, Uran anzureichern, und dafür zu sorgen, dass Teheran niemals eine Atomwaffe bekomme, sagte Trump: «Zu 100 Prozent. Sie werden damit aufhören». Der US-Präsident bekräftigte zudem, dass man die hochangereicherten Uran-Vorräte Teherans bekommen werde. Auf welchem Wege liess er dabei offen. (sda/dpa)

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19 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Miimiip! aka Roadrunn_er
13.05.2026 06:52registriert Juli 2018
Jetzt sagt der orange Tr***** wieder ‚wir brauchen kein Hilfe‘.
Wenn aber Staaten nicht erlauben ihren Luftraum für US Flieger zu nutzen, droht der Schimpanse im Weissen Haus wieder..
Eigentlich gibts nur eins, alle Beziehungen zu der jetzigen US Regierung abbrechen, alle Vermögenswerte zurückholen, alle Käufe von US Material zu beendenden und sich auf den Aufbau von richtigen Partnerschaften zu konzentrieren.
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Reinhard51
13.05.2026 07:20registriert November 2025
Trump wird in China grossartig verarscht werden. So drossartig wie er wurde noch kein Präsident vor ihm verarscht.
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Conny 56
13.05.2026 07:07registriert April 2024
Na sicher nicht, Donald der Grosse, braucht keine Unterstützung. Xi Jinping lacht sich die Hucke voll!
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